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Erste Liga: ÖFB lässt weiter nur zwei Aufsteiger zu

Bis Grödig und die Austria Salzburg in einem Erstliga-Spiel aufeinandertreffen, muss noch viel passieren. FMT-Pictures/W.F.
Bis Grödig und die Austria Salzburg in einem Erstliga-Spiel aufeinandertreffen, muss noch viel passieren.

Der ÖFB hat am Freitag per Aussendung das Ligaformat für die kommenden Erstliga-Saisons bekannt gegeben. Die drei Regionalliga-Meister müssen sich um zwei Aufstiegsplätze matchen. Stellt sich die Frage: Aber wie?

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit diskutieren Fußballfans über das Ligaformat in der „Heute für Morgen Erste Liga“. Viele fordern eine 16er-Liga mit Halb-Amateurteams. Die Tatsache, dass die jeweiligen Meister der drei Regionalligen nicht direkt in die Erste Liga aufsteigen, stößt allerdings jedem sauer auf. Auch S24.at-Kolumnist Markus Scharrer äußerte sich in „Scharrer DIEREKT“ mehrfach zu dieser Situation. Am Freitag schickte der ÖFB eine Aussendung aus, wie man in den nächsten Saisons verbleiben will.

Zwei fixe Absteiger

  • Die tipp3-Bundesliga und die „Heute für Morgen“ Erste Liga bleiben weiterhin mit 10 Vereinen bestehen.
  • Aus der „Heute für Morgen“ Ersten Liga steigen ab der Saison 2014/15 die 2 Letztplazierten ab.
  • Es bleiben 3 Regionalligen (16 Vereine), aus deren Meistern 2 Aufsteiger ermittelt werden. Neben der sportlichen Qualifikation ist es zwingend nötig, dass bereits mögliche Aufsteiger die für die Bundesliga-Klubs geltenden Lizenzbestimmungen erfüllen. Der exakte Modus wird bis Ende März ausgearbeitet.
  • Für Amateurteams wird in den Regionalligen ein eigenes Maßnahmenpaket erarbeitet, der Aufstieg in die „Heute für Morgen“ Erste Liga bleibt auf Wunsch der Bundesliga ausgeschlossen.
  • Weitere Rahmenbedingungen für Organisation und Finanzen für Regionalligen und Amateurteams werden bis April 2013 erarbeitet.
  • Pro Regionalliga sind maximal drei Amateurteams der tipp3-Bundesliga-Klubs spielberechtigt.

Wie werden Aufsteiger ermittelt?

Die Meister der Regionalliga Ost, Mitte und West werden sich also die zwei Startplätze in der Ersten Liga ausspielen. Nur wie dies passieren soll, hat der ÖFB bisher noch nicht transparent gemacht. „Drei Absteiger gehen in einer 10er-Liga aber gar nicht. Da wäre sogar der Fünft-platzierte schon im Abstiegskampf“, meinte Grödigs Sportlicher Leiter Christian Haas. Aber dass eine grundlegende Veränderung des Ligaformats dringend notwendig ist, bestätigte auch er, im Gespräch mit der S24-Sportredaktion. Aber bis es soweit kommt, müssen wohl noch viele Spiele abgesagt werden und wütende Fans eines Regionalliga-Meisters die Plätze des Landes stürmen.

Roulette-Entscheidung

Nachdem Westligist Austria Salzburg ein potentieller Aufsteiger in die Erste Liga ist, haben wir uns beim Sportlichen Leiter Gerhard Stöger erkundigt, was er zu dieser Entscheidung sagt. Die erschütternde Antwort: „Ich weiß von nichts. Wann wurde das bekannt gegeben“ gab nicht nur uns zu denken auf. „Und wie soll der Aufstiegs-Modus laufen“, erkundigte sich Stöger sofort bei uns. Somit haben wir die Bestätigung, dass ÖFB und Bundesliga diese Entscheidungen ohne jegliche Beteiligung der betroffenen Vereine abgesegnet hat. „Vielleicht kommt ja ein Los-Entscheid, oder wir lassen die Roulette-Kugel rollen“, scherzt Stöger, der dabei allerdings gar nicht so begeistert klingt. In einem langen Gespräch über Fußballpolitik in Salzburg und Österreich, kamen wir auf den Schluss „Der Meister muss einfach direkt aufsteigen können“. Gerhard Stöger arbeitet derzeit rund um die Uhr am Lizenzantrag der Austria Salzburg für die Erste Liga. Denn trotz aller Hürden wollen es die Violetten dennoch versuchen. Der Antrag wird per „Punktlandung“ am 15. März eingereicht.

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