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Europacup wird für St. Pölten und Horn greifbarer

Bozkurt und Co. dürfen zu träumen beginnen Salzburg24
Bozkurt und Co. dürfen zu träumen beginnen

Nach den schwachen Auftritten in der Fußball-Bundesliga im Frühjahr hat sich Ried im Europacup-Rennen an den ÖFB-Cup geklammert. Nach dem bitteren Aus gegen den Erste-Liga-Tabellendritten St. Pölten am Dienstag im Viertelfinale (1:2) ist aber auch diese Chance für die Innviertler dahin. Dafür dürfen die Niederösterreicher plötzlich mit einem Start in der Europa-League-Qualifikation spekulieren.

In der Bundesliga lagen die Rieder vor Frühjahrs-Beginn als Fünfter nur zwei Zähler hinter Platz drei, der zum Start in der EL-Quali berechtigt. Vier Runden vor Schluss sind die Oberösterreicher, die 2014 in elf Spielen erst elf Punkte (2 Siege, 5 Remis, 4 Niederlagen) holten, nach wie vor Fünfter, die drittplatzierte Austria hat aber neun Punkte mehr auf dem Konto und noch dazu das bessere Torverhältnis. Ried muss sich also mit der zweiten Saison ohne Europacup-Teilnahme in Folge abfinden.

Beim Cupsieger von 2011 ist - auch aufgrund der vielen verletzungsbedingten Ausfälle, darunter Topstürmer Rene Gartler - der Wurm drinnen. Das wurde auch am Dienstag wieder augenscheinlich. Vor allem spielerisch läuft nicht viel zusammen. "Wir haben versucht, Druck zu machen, doch wir kreieren zu wenig Chancen, und hinten kriegen wir die Tore zu billig. Momentan klappt es einfach nicht. Das hängt auch mit der Qualität der Mannschaft zusammen", sagte Ried-Trainer Michael Angerschmid.

Verärgert war der 40-Jährige auch über Schiedsrichter Harald Lechner, der einen umstrittenen Elfmeter verhängte, der spielentscheidend war. "Es war eine sehr harte Entscheidung. Wenn man den gibt, kann man vier bis fünf pro Spiel geben", meinte Angerschmid. Nach der Partie taten die Ried-Fans ihrem Ärger kund, skandierten "Wir haben die Schnauze voll". "Das kann ich voll verstehen, es würde mir womöglich ähnlich gehen, wenn ich auf der Tribüne wäre", gestand Rieds Trainer.

Der Oberösterreicher, der seit Dezember 2012 im Amt ist, muss nun darauf hoffen, dass seine Elf schnell wieder in die Spur findet, läuft sein Vertrag doch mit Saisonende aus. "Wir müssen schauen, die letzten Spiele so gut wie möglich zu beenden. Irgendwann wird der Erfolg wieder einkehren, wir stecken den Kopf nicht in den Sand", blieb Angerschmid optimistisch.

Die St. Pöltner setzten ihren in der Liga gezeigten positiven Trend im Cup fort, standen hinten sehr sicher und trauten sich auch im Spiel nach vorne etwas zu. "Die Jungs waren richtig heiß und sehr mutig. Es war super zu sehen, wie sie Gas gegeben haben. Wir sind es in der Liga nicht gewohnt, auf so hohem Niveau gefordert zu werden, doch die Mannschaft ist über diese Hürde drübergesprungen", freute sich Trainer Gerald Baumgartner.

Der 49-jährige Salzburger baute seine unglaubliche Cup-Serie als Trainer weiter aus, auch in Spiel Nummer 13 gab es für ihn einen Sieg. Zwei weitere Erfolge fehlen nur noch auf den Titel, den er 2013 mit dem Regionalligisten Pasching geholt hatte. Die Oberösterreicher durften letztes Jahr als Nicht-Bundesligist Europacupluft schnuppern, der Traum ist nun auch für die Niederösterreicher sehr nahe.

Schon ein Einzug ins Endspiel am 18. Mai in Klagenfurt könnte dafür reichen (wenn Meister Salzburg ins Finale kommt), zudem könnte es auf dem Weg dorthin mit Horn gegen einen Erste-Liga-Konkurrenten gehen. "Wir wissen alle, dass unser Trainer ein Cup-Spezialist ist, seine Serie will nicht zu Ende gehen. Jetzt brauchen wir noch ein bisschen Glück bei der Auslosung, dann können wir auch ins Finale kommen", sagte Außenverteidiger Andreas Dober.

Die Horner schalteten mit Amstetten den letzten im Bewerb verbliebenen Regionalligisten aus. "Wir stehen unter den letzten vier in Österreich, darauf kann man stolz sein", sagte Horn-Trainer Willi Schuldes, dessen Truppe die Entscheidung beim 2:0-Sieg nach der Pause herbeiführte. Das Viertelfinale wird am Mittwoch mit der Partie WAC gegen Salzburg abgeschlossen, die Halbfinal-Auslosung erfolgt am Ostersonntag, Spieltermine sind der 6. und 7. Mai.

(Quelle: S24)

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