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Feleke gewann Wien-Marathon mit Streckenrekord

Getu Feleke hat am Sonntag einen bravourösen Marathonlauf absolviert und Wien einen neuen Streckenrekord beschert. Der Äthiopier gewann in 2:05:41 Stunden und verbesserte den Streckenrekord des dreifachen VCM-Siegers Henry Sugut um 1:17 Minuten. Die Plätze zwei und drei gingen mit Alfred Kering und Philip Sanga an Läufer aus Kenia. Bei den Frauen siegte überraschend die Deutsche Anna Hahner.

Fußball-Legende Anton Polster hatte um 8.59 Uhr den Startschuss zum 31. Vienna City Marathon gegeben, das Elitefeld war so stark besetzt wie nie zuvor in der Geschichte. Noch nie war in Wien ein Läufer mit einer schnelleren Bestzeit am Start als Feleke (2:04:50). Sein größter Herausforderer war der Kenianer Sugut, aber weitere elf Athleten hatten Bestzeiten unter 2:10 zu Buche stehen.

Doch Sugut, in Wien 2010, 2012 und 2013 erfolgreich, lief heuer nicht um den Sieg mit. Bis Kilometer 17 war er noch Teil der Spitzengruppe, fiel dann aber Meter um Meter zurück und später aus. Mit seinem Landsmann John Kiprotich hatte auch der VCM-Erste von 2011 bereits früh mit dem hohen Tempo nicht mehr mithalten können.

Feleke setzte sich entscheidend von seinen Verfolgern ab und lief den neuen Rekord souverän ins Ziel. Und das, obwohl er von Magenschmerzen geplagt worden war. "Sie hatten schon früher begonnen, aber auf den letzten zwei Kilometern war es schon sehr schlimm, da habe ich nicht mehr schneller laufen können", erzählte Feleke. Er kündigte auch gleich sein Wiederkommen an. "Eine wunderbare Stadt, meine Glücksstadt. Ich habe zwar keine neue persönliche Bestzeit aufgestellt, aber es ist ein großer Sieg." Erstmals seit 2006 kommt der Sieger des Männerrennens in Wien damit wieder aus einem anderen Land als Kenia.

Christian Pflügl verpasste sein Ziel, das A-Limit für die Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich von 2:17 zu knacken. Der Oberösterreicher, der mit Luke Kibet einen prominenten Pacemaker hatte (Wien-Sieger und Weltmeister von 2007), kam nach 2:18 ins Ziel. "Ich bin zufrieden. Leider ist der Tempomacher schon bei Kilometer 30 raus, er hätte bis 35 laufen sollen", sagte Pflügl, der mit erreichter B-Norm aber auf ein Antreten in der Schweiz hofft.

Bei den Damen liefen wie erwartet die Japanerin Mai Ito und die Kenianerin Caroline Chepkwony von Beginn an vorne weg, in der Vierergruppe waren zunächst die Äthiopierin Marta Lema und die Kenianerin Alice Chelangat noch mit dabei. Ito hielt noch länger mit Chepkwony mit, ehe sich die Afrikanerin solo auf den Weg Richtung Ziel machte.

Es sah bis kurz vor dem Heldenplatz nach einem Erfolg von Chepkwony aus, als die Deutsche Anna Hahner auf dem allerletzten Kilometer aufdrehte und der Kontrahentin den Sieg noch wegschnappte. Hahner gewann in 2:28:59 vor Chekwony (2:29:18) und Lema (2:31:10).

Den Halbmarathon gewann die Oberösterreicherin Andrea Mayr in 1:13:46 Stunden vor der Dänin Malene Munkholm (1:21:27) und ihrer Landsfrau Katharina Zipser (1:22:11). Bei den Männern setzte sich der Ire Mick Clohisey in 1:06:30 vor den Österreichern Christian Kresnik (1:11:28) und Alexander Weiß (1:12:30) durch.

Der 31. Vienna City Marathon hatte mit 42.078 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für alle Bewerbe einen neuen Nennrekord markiert. 9.456 hatten am Sonntag die 42,195 Kilometer in Angriff genommen.

(Quelle: S24)

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