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FIFA verhängte Transferverbot gegen FC Barcelona

Auch Messi kam bereits als Kind zu Barca Salzburg24
Auch Messi kam bereits als Kind zu Barca

Der FC Barcelona ist wegen des Transfers von minderjährigen Spielern vom Fußball-Weltverband (FIFA) mit einem Transferverbot belegt worden. Die Strafe gelte für zwei volle Wechselperioden, teilte die FIFA am Mittwoch mit. Außerdem wurde eine Geldstrafe von 450.000 Franken (rund 369.500 Euro) gegen die Katalanen verhängt. Der Club wird gegen das Urteil Einspruch einlegen.

"Die Ermittlungen betrafen mehrere minderjährige Spieler, die über verschiedene Zeiträume zwischen 2009 und 2013 beim Verein registriert waren und mit diesem an Wettbewerben teilnahmen", hieß es in der Erklärung des Weltverbandes. Dem spanischen Meister werden demnach Verstöße gegen die internationalen Transferbestimmungen bei zehn minderjährigen Spielern vorgeworfen. Erst wenn ein Fußballer mindestens 18 Jahre alt ist, darf er laut Artikel 19 des Reglements international transferiert werden.

Der FC Barcelona legt Einspruch gegen das Transferverbot der FIFA ein. Wie der spanische Fußballmeister am Mittwochabend in einem Kommunique mitteilte, wird der Club in dieser Sache den Internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen. Zudem wollen die Katalanen den Antrag stellen, die vom Weltverband FIFA verhängten Sanktionen auszusetzen.

"Unsere Schule zur Ausbildung von Nachwuchsfußballern ist weltweit ein Vorbild", sagte ein Vereinssprecher des spanischen Meisters am Mittwoch der Nachrichtenagentur EFE. Das Reglement, auf das sich der Weltverband berufe, stelle das Modell der Ausbildung von Talenten infrage.

Ein typisches Beispiel sei Lionel Messi. Nach den FIFA-Normen hätte der Argentinier nicht in der Barca-Schule "La Masia" ausgebildet werden können. Der Club plädierte dafür, für die Fußballschulen - ähnlich wie für die Stadien - Standards aufzustellen, deren Einhaltung die FIFA überwachen könne.

Auch der spanische Verband (RFEF) wurde von der FIFA-Disziplinarkommission in dieser Causa für schuldig befunden und mit einer Geldstrafe von einer halben Million Franken (rund 410.500 Euro) sanktioniert. Der RFEF, der wie Barcelona überdies einen Verweis von der FIFA erhielt, muss nun innerhalb eines Jahres sein Regelwerk und das bestehende System bezüglich des internationalen Transfers von Minderjährigen im Fußball den gültigen Bestimmungen anpassen.

Barcelona wurde indes von der FIFA angewiesen, die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen zu legalisieren. Die Disziplinarkommission betonte zudem, dass die FIFA den Schutz Minderjähriger im Fußball "sehr ernst" nehme, weil "junge Spieler in einem fremden Land ohne angemessenen Schutz Opfer von Ausbeutung und Missbrauch werden könnten". Dieser Schutz für Fußballer unter 18 Jahren zählt zu den Grundsätzen der Vereinbarung, die FIFA, UEFA und Europäische Kommission 2001 getroffen haben.

Durch die FIFA-Strafe ist nun der Transfer von Mönchengladbach-Tormann Marc-Andre ter Stegen, der im Sommer zu "Barca" wechseln will, in Gefahr. Sollte der 21-jährige DFB-Ersatztormann aber bereits einen Vertrag bei den Katalanen unterschrieben haben, würde die FIFA-Sanktion in diesem Fall nicht greifen.

(Quelle: S24)

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