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Stößt Leclerc Vettel vom Ferrari-Thron?

Sebastian Vettel hat bei Ferrari in Fünfzig-Fünfzig-Situationen Priorität. Aber das könne sich ändern, sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto am Freitag in Shanghai. Der vierfache Weltmeister Vettel war in den vergangenen Jahren stets klare Nummer eins bei der Scuderia gewesen, sein neuer Teamkollege Charles Leclerc war zuletzt in Bahrain aber deutlich besser als der Deutsche.

Der 21-jährige Monegasse war in Sakhir von der Pole gestartet, erzielte die schnellste Rennrunde und war nur von einem späten Defekt am ersten Sieg gehindert worden. Als Dritter holte er dennoch sein erstes Podium. Vettel hat es in keinem der bisherigen zwei Rennen dorthin geschafft.

Vettel hat bei Ferrari - noch - Priorität

"Es ist noch immer so, wie am Saisonbeginn gesagt. Wenn es eine Fifty-fifty-Situation gibt und wir eine Entscheidung treffen müssen, geht der Vorteil an Sebastian, weil er mehr Erfahrung mit dem Team hat", bekräftigte Binotto in China. "Er ist vierfacher Weltmeister und ist unser Fahrer mit der größten Chance auf den WM-Titel."

Man sei aber mit beiden Piloten übereingekommen, dass sich das ändern könne. "Nach einigen Rennen kann sich die Situation aus den unterschiedlichsten Gründen natürlich ändern. Das kann auch ohne Zweifel dazu führen, dass sich unsere Sichtweise verändert. Das Team kommt immer zuerst", betonte der in der Schweiz geborene Binotto."

Leclerc überholt Vettel trotz Order

Beide Piloten dürfen aber weiter auf der Strecke frei gegeneinander kämpfen, und wenn einer klar schneller sei, würde er auch präferiert werden. Leclerc hatte in Bahrain folgenlos eine Anordnung ignoriert, hinter Vettel zu bleiben, mit der Begründung, dass er schneller sei. Vettel hatte dort einige Patzer fabriziert und danach gemeint, er müsse seine "Hausaufgaben" machen.

Auf die Frage, ob der schnelle Leclerc dem Team "Kopfschmerzen" bereite, sagte Binotto: "Das ist ein Luxusproblem, und wir sind happy, dass wir dieses haben. Wir haben zwei fantastische Fahrer, und ich denke, dass Charles eine Motivation für Seb ist."

Leclerc "bereits ein reifer Pilot"

Leclerc lobte Binotto auch aus anderen Gründen. "Er ist fantastisch gefahren. Aber noch mehr hat uns gefallen, wie er danach mit seinen Kommentaren reagiert hat. Er hat gezeigt, dass er bereits ein sehr reifer Pilot ist."

(APA)

Aufgerufen am 21.04.2019 um 05:01 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportwelt/formel-1-stoesst-leclerc-vettel-vom-ferrari-thron-68698306

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