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Formel 1

Überraschungs-Pole für Norris in Sotschi

Qualifying lange in der Schwebe

Brite beim Slick-Poker in Russland-Quali vor Sainz und Russell

McLaren-Piloten Lando Norris holte die Pole-Position beim Qualifying für den Formel-1-Grand-Prix von Russland.

Eine Überraschungs-Pole für den McLaren-Piloten Lando Norris hat das Qualifying für den Formel-1-Grand-Prix von Russland gebracht. Der Brite erzielte am Samstag in einem finalen Poker Bestzeit vor Carlos Sainz im Ferrari und George Russell im Williams.

Bester der favorisierten Mercedes-Fahrer war Lewis Hamilton nur als Vierter, Valtteri Bottas wurde Siebenter.

Dauerregen: Qualifying in der Schwebe

Das Qualifying für das Rennen in Sotschi war lange in der Schwebe, nachdem wegen Dauerregens am Vormittag das Abschlusstraining sowie einige Rahmenrennen abgesagt hatten werden müssen. Wider Erwarten besserte sich das Wetter dann aber deutlich, womit der Kampf um die Startpositionen für das Rennen am Sonntag (14.00 Uhr MESZ, live ORF 1 und Sky) doch zur geplanten Zeit los und innerhalb einer Stunde sowie einer Sensation zu Ende ging.

Außenseiter stellt alles auf den Kopf

Denn anstelle eines erwarteten Mercedes-Triumphes stellten die Außenseiter im Finish alles auf den Kopf. Alle zehn Piloten im Q3 ließen sich in den letzten Minuten profillose Slicks auf die Autos stecken, aber sowohl Hamilton als auch Vorjahressieger Bottas patzten damit ordentlich. Norris hingegen eroberte seine erste Pole überhaupt und stellte erstmals seit Brasilien 2012 einen McLaren auf Pole. Nach dem Doppelsieg in Monza ist das der nächste Erfolg für den einstigen Seriensieger in der Motorsport-Königsklasse.

Hamilton patzt doppelt

Hamilton patzte im Finish gleich doppelt. Zunächst zerstörte er bei der Boxeneinfahrt einen Flügel, beim Schlussangriff auf Slicks drehte er sich in einer Kurve von der Strecke. Während Hamilton und Bottas überrascht wurden, zeigten sich WM-Leader Max Verstappen und auch Charles Leclerc (Ferrari) nur kurz. Die beiden müssen aufgrund getauschter Power Units auf den hintersten Rängen losfahren.

Bei Verstappen war diese Entscheidung aufgrund der Strafversetzung nach der Kollision mit Hamilton in Monza um drei Plätze ausgelöst und durch die traditionelle Überlegenheit von Mercedes verstärkt worden. Der Niederländer setzt am Schwarzen Meer bereits die vierte Antriebseinheit in diesem Jahr in seinem Auto ein, erlaubt sind allerdings nur drei.

Verstappen könnte WM-Führung verlieren

Verstappen läuft trotz des mageren Mercedes-Qualifyings nun Gefahr, seine WM-Führung zu verlieren, liegt er doch in der WM nur fünf Zähler vor Hamilton. Der Engländer will zum achten Mal Weltmeister und damit alleiniger Rekordweltmeister werden. Verstappen kehrte Samstag im Q1 rasch ohne gezeitete Runde an die Box zurück, Leclerc ließ es im Q2 gut sein.

Verstappen ist in Sotschi schon 2018 einmal nach einem Engine-Penalty von Platz 19 auf 5 gefahren. "Es ist schwer zu sagen, was drin ist", gab sich der Niederländer aber vorsichtig.

(Quelle: APA)

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