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"Halo" sei Dank

Guanyu Zhou wird nach Horror-Crash in Spielberg starten

Formel 1 baut auf umstrittenen Unfallschutz

Was für ein Crash! Formel-1-Pilot Guanyu Zhou überschlug sich beim Grand Prix von Silverstone und blieb dabei dank seines Cockpitschutzes fast unversehrt. Der Chinese ist fit genug, um beim Rennen in Österreich in Spielberg zu starten.

Nach seinem Horror-Unfall von Silverstone sieht Formel-1-Pilot Guanyu Zhou im einst umstrittenen Cockpitschutz seinen Lebensretter. "Der Halo hat mich gerettet", sagte der Chinese und meldete sich fit für das nächste Rennen in Spielberg am Sonntag. Die Bilder vom Abflug in seinem Alfa Romeo kopfüber in den Fangzaun hatten beim Großen Preis von Großbritannien für Entsetzen und Sorge um die Gesundheit des 23-Jährigen gesorgt.

"Halo" rettet Formel-1-Pilot Guanyu Zhou

"Das war ein schwerer Unfall, und ich bin froh, dass es mir gut geht", sagte Zhou. Wieder einmal machte sich der "Halo" genannte Überrollbügel bezahlt, der seit 2018 Pflicht in der Formel 1 ist. Geschützt von dem sieben Kilogramm schweren Titanring über seinem Kopf überstand Zhou die beängstigende Rutschpartie über Asphalt und Kiesbett und den Aufprall im Zaun ohne größere Blessuren. "Ohne Halo wäre er nicht mehr dabei. Da hat er natürlich viel Glück gehabt", sagte Weltmeister Max Verstappen.

Carlos Sainz jubelte mit der spanischen Flagge
Race winner Ferrari's Spanish driver Carlos Sainz Jr waves a Spanish flag after winning the Formula One British Grand Prix at the Silverstone motor racing circuit in Silverstone, central England on July 3, 2022. (Photo by JUSTIN TALLIS / AFP)

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Dabei hatte es vor der Einführung des "Halo" heftige Debatten unter den Fahrern gegeben, die teils ein zu eingeschränktes Sichtfeld fürchteten. "Das heute hat wieder gezeigt, dass der Halo wirklich in die Formel 1 gehört", sagte Verstappen. Alfa-Teamchef Frederic Vasseur stellte fest: "Die Arbeit daran, die Sicherheit in unserem Sport zu verbessern, ist nie erledigt. Dieser Tag erinnert uns daran, wie wichtig das ist."

Entwickelt worden war der Cockpitschutz als Reaktion auf mehrere folgenschwere Vorfälle. Der Brasilianer Felipe Massa war 2009 in Ungarn durch eine Metallfeder schwer am Kopf verletzt worden. Im gleichen Jahr war zudem in der Formel 2 der 18-jährige Henry Surtees durch einen herumfliegenden Reifen in Brands Hatch tödlich getroffen worden.

Das Gewicht von zwei Elefanten

Der "Halo" muss dem Weltverband FIA zufolge dem Gewicht von zwei afrikanischen Elefanten (bei zwei männlichen Tieren rund zwölf Tonnen) und einem vollen Koffer standhalten, der mit 225 km/h abgefeuert wird. "Sicherheit ist unsere oberste Priorität", betonte FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem in Silverstone. Williams-Pilot Alexander Albon hatte am Start ebenfalls einen schweren Unfall ohne große Blessuren überstanden und war am Sonntagabend wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Auch in der Nachwuchsklasse Formel 2 hatte der "Halo" am Sonntag schon Schlimmeres verhindert. Bei einer Kollision landete das Auto des Norwegers Dennis Hauger in Cockpithöhe auf dem Boliden von Roy Nissany. Der Israeli blieb dank des Titanbügels unverletzt. "Der Halo hat heute vermutlich zwei Leben gerettet", sagte Ferrari-Pilot Carlos Sainz nach seinem ersten Sieg in der Königsklasse in Silverstone und betonte mit Blick auf die immer umfassenderen Sicherheitsmaßnahmen: "Ich bin sehr glücklich, in dieser Zeit in der Formel 1 zu fahren."

(Quelle: APA)

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