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Hannes Arch will wieder Weltmeister werden

Nach drei Jahren Pausen geht das Air Race in die nächste Runde. Neumayr/SB
Nach drei Jahren Pausen geht das Air Race in die nächste Runde.

Der in Salzburg lebende Kunstflieger Hannes Arch (46) hat für die Neuauflage des Red Bull Air Race am 1. März in Abu Dhabi ein klares Ziel vor Augen: "Natürlich will ich die WM gewinnen."

Allerdings wird es der Flieger, der die Rennserie bereits 2008 für sich entschieden hat, diesmal sehr "überlegt" angehen, weil: "Das Air Race ist kein Sport, wo du hirnlos sein darfst."

Hannes Arch und das Red Bull Air Race

Auftakt zum "Air Race neu" ist am 1. März in Abu Dhabi - aus Sicherheitsgründen mit neuem Reglement: für alle Teilnehmer gleiche Motoren, höhere "Tore" (aufblasbare Pylonen/"Airgates") und ein Verbot für gefährliche Kunstflug-Einlagen wie die "Messerflugfigur" (Flugzeug rast mit vertikaler Flügelposition durch die Tore, Anm.).

Die APA sprach mit Hannes Arch vor dem Saisonstart:

Wie sind Ihre Erwartungen für die Saison 2014 nach der vierjährigen Pause beim Air Race?

Arch: "Natürlich will ich die WM gewinnen. Aber ich werde sehr überlegt beginnen, weil doch viel neu ist: ein neues Team, neue Organisation, neue Regeln. Da die Motoren jetzt bei allen gleich sind, wird es ganz besonders auf die Aerodynamik ankommen - und das ist vor allem in der (Weiter-)Entwicklung teuer."

Wie schätzen Sie Ihre Ausgangsposition ein?

Arch: "Sehr positiv. Meine Maschine - eine Edge 540 - ist aerodynamisch sehr gut. Pilotenmäßig ist die Konkurrenz aber nicht kleiner geworden: Als Hauptkonkurrenten sehe ich den regierenden Air-Race-Champion Paul Bonhomme, das ist ein richtiger englischer 'Race Bastard'; daneben den US-Amerikaner Kirby Chambliss. Aber auch Rookies wie Pete McLeod aus Kanada und der Tscheche Martin Sonka sind super unterwegs."

Gerade beim Air Race kommt es ja auch auf das fliegerische Können und die Fitness an - wo stehen Sie da im Moment?

Arch: "So gut beinand' wie jetzt war ich sicher seit zehn Jahren nicht - aus einem einfachen Grund: Durch die Rennpause war viel Zeit für Sport. Ich habe meine Passionen Klettern, Bergsteigen und Ski-Bergsteigen als Vorbereitung für die Rennen eingesetzt. Das ist zudem auch mental eine tolle Vorbereitung. Ich kann einfach nicht in eine Kraftkammer gehen, ich bin der pure Outdoor-Typ."

Wie bewerten Sie das neue Sicherheits-Reglement?

Arch: "Die Anhebung der Pylonenhöhe von 20 auf 25 Meter bringt sicher etwas, denn falls was schiefgeht, hast du mehr Spielraum für Korrekturen, einfach deshalb, weil mehr Distanz zum Boden ist. Dass etwa die 'Messerflugfigur' verboten ist, ist auch okay - das hat dem Rennen eigentlich nichts gebracht. Bei der Beschränkung der Motorleistung bin ich mir dagegen noch nicht sicher: Die früheren stärkeren Maschinen hatten dafür nach meiner Einschätzung bessere Sicherheitsfeatures - unterm Strich dürfte das kein großer Sprung in Sachen 'Safety' sein."

Wie schauen Ihre mittelfristigen Ziele beim Air Race aus?

Arch: "Meine Ziele sind da mittlerweile sogar eher langfristig - denn ich glaube an die Rennserie. Irgendwann will ich ein eigenes Team übernehmen. Schon jetzt ist die Herausforderung ja, nicht mehr nur Pilot zu sein."

Abschließend eine praktische Frage: Wie kommen die Air Race-Maschinen eigentlich von einem Rennort zum anderen, schließlich spielt sich die Saison auf verschiedenen Kontinenten ab?

Arch: "Innerhalb Europas machen wir die Überstellungsflüge selbst - schlimmstenfalls musst du halt mal nachtanken. Für den Überseetransport kommen die Maschinen teilzerlegt in große Flugzeuge: Die je sieben Meter langen Flügel extra, der übrig bleibende Rumpf passt exakt auf eine Palette - und das alles kommt z.B. in eine Boeing 747. Zum Trainieren: Das ist jeweils nur am Rennkurs selbst möglich. (lacht:) Ich kann mir ja nicht rund um den Hangar 7 am Airport Salzburg einen Pylonenkurs stecken..."

(APA)

(Quelle: S24)

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