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Hirschers Sieg in Aare war "fast perfekt"

Auch Hirscher war diesmal mit sich zufrieden Salzburg24
Auch Hirscher war diesmal mit sich zufrieden

Österreichs Ski-Star Marcel Hirscher hat am Freitag in Aare eine beeindruckende Machtdemonstration abgeliefert. Auf der harten, eisigen Piste in der schwedischen Provinz Jämtlands war der Salzburger eine Klasse für sich, Hirscher siegte mit 1,22 Sekunden Vorsprung auf seinen großen Riesentorlauf-Rivalen Ted Ligety aus den USA. "Das war richtig geil. Das war fast perfekt", bilanzierte Hirscher.

Luft nach oben sieht der 25-Jährige aber dennoch weiterhin. "Ich habe immer die Einstellung, dass es besser geht. Das ist eine Grundeinstellung von mir. Aber ich bin extrem happy, dass das alles so gut funktioniert." Hirschers Erfolgsgeheimnis in Aare, das für das schneelose Val d'Isere eingesprungen ist, war der für ihn perfekte Mix aus Kälte (minus zehn Grad Celsius), Pistenpräparierung und Material.

"Die Atomic-Ski laufen saugut auf Eis. Und die Präparierung war richtig genial. So sollte es öfters im Weltcup sein. Und ich hab das Meinige ebenfalls dazu beigetragen", erklärte Hirscher, der nun bei 25 Weltcup-Siegen hält. "25 Weltcup-Siege, das macht mich eigentlich sprachlos. Davon hätte ich nie zu träumen gewagt. Aber ich hoffe, dass es nicht mein letzter Sieg war."

Hirscher zählt auch am Sonntag im Aare-Slalom (10.30 und 13.30 Uhr) zu den Favoriten. Mit einem Top-Zwei-Platz würde der Annaberger den Norweger Kjetil Jansrud als Nummer eins im Gesamt-Weltcup ablösen. "Ich freu mich total, dass ich aufgeholt habe. Aber die Lage bleibt weiter völlig offen. Diskussionen über den Gesamt-Weltcup sind momentan müßig."

Ligety bezeichnete die Vorstellung des dreifachen Gesamt-Weltcup-Siegers als "eindrucksvoll". Das große Duell der beiden Riesentorlauf-Giganten geht am 21. Dezember in Alta Badia in die nächste Runde. "Dieser Wettbewerb zwischen uns läuft ja jetzt schon einige Jahre. Und er wird weitergehen", erklärte der US-Amerikaner mit einem Lächeln.

Bei Hirschers Trainer Michael Pircher war die Genugtuung nicht zu überhören, die akribische Arbeit im Riesentorlauf in den vergangenen Jahren macht sich bezahlt. "Marcel hat hier bewiesen, wer die Hosen an hat", erklärte der Steirer. "Das war eine unglaubliche Vorstellung. Wenn man sich auf dem Material wohlfühlt, dann kann man auch ziemliches Risiko nehmen, ohne abgeworfen zu werden. Und genau das ist derzeit bei Marcel der Fall", sagte Pircher.

Als "beneidenswert" bezeichnete ÖSV-Herren-Chefcoach Andreas Puelacher die aktuelle Riesentorlauf-Form von Hirscher. "Marcel war hier so überlegen, ein Wahnsinn. Wenn es hart und eisig ist, dann ist er derzeit wahrscheinlich der stärkste Riesentorlauffahrer der Welt", meinte Puelacher.

Abgesehen von Hirscher fuhr aus ÖSV-Sicht nur noch Benjamin Raich als Siebenter ins Spitzenfeld. Dabei lief es für den Tiroler alles andere als ideal. "Im ersten Lauf war ich zu brav unterwegs, außerdem hab ich einen Stein erwischt und mir die Kante ruiniert. Auch im zweiten Durchgang bin ich nicht wirklich ins Fahren gekommen", sagte Raich. Dass es trotzdem Platz sieben wurde, machte den 36-Jährigen zuversichtlich: "Marcel war weit weg, alle anderen wären zu schlagen gewesen."

(Quelle: S24)

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