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Hoeneß bekam für Weihnachten Urlaub

Fast sieben Monate nach Haftantritt hat Uli Hoeneß seinen ersten Urlaub angetreten. Ein Sprecher des bayerischen Justizministeriums bestätigte, dass der 62-Jährige am Mittwochmorgen zum Weihnachtsurlaub die Justizvollzugsanstalt Landsberg verlassen durfte.

Erstmals seit Beginn der Haft darf der einstige Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern damit wieder zu Hause übernachten. Hoeneß war am 2. Juni in Landsberg am Lech ins Gefängnis gegangen. Er war wegen Steuerhinterziehung in zweistelliger Millionenhöhe zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Unterdessen berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch bekannt, dass Hoeneß seinen Bayerischen Verdienstorden nicht freiwillig zurückgegeben haben. Die bayerische Staatskanzlei soll ihn vielmehr zur Rückgabe gedrängt haben, hieß es. Amtschefin Karolina Gernbauer soll sich im Juni an einen der Hoeneß-Anwälte gewandt haben. Die Auszeichnung wurde ihm vom Land 2002 verliehen.

Demnach habe Staatskanzleichefin Gernbauer sinngemäß erklärt, es gebe eine Art ungeschriebenes Gesetz, dass jemand, der zu einer Strafe ohne Bewährung verurteilt worden sei, den Verdienstorden zurückgeben müsse. Hoeneß, der wenige Wochen vor dem Anruf aus der Staatskanzlei wegen Steuerhinterziehung seine dreieinhalbjährige Haftstrafe in Landsberg angetreten hatte, habe daraufhin entschieden, den Verdienstorden durch seine Frau und seine Kinder persönlich an Ministerpräsident Horst Seehofer zurückzugeben. Die Rückgabe geschah demnach am 8. September.

Die Staatskanzlei äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorgang, hieß es in dem Bericht weiter. In Medienberichten hatte es zuletzt geheißen, Hoeneß habe den Orden aus freien Stücken zurückgegeben, weil er sich ungerecht behandelt fühle.

(Quelle: S24)

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