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Judo: EM-Teilnehmer Kronberger sechs Monate gesperrt

Kronberger (li.) ist bis Anfang November gesperrt. KRUGFOTO/Archiv
Kronberger (li.) ist bis Anfang November gesperrt.

Judoka Christoph Kronberger ist von der Österreichischen Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) wegen der fahrlässigen Anwendung einer verbotenen Substanz rückwirkend für sechs Monate gesperrt worden. Der Salzburger EM-Starter in der Klasse bis 100 kg hatte laut ÖADR-Angaben vom Freitag ein ärztlich verschriebenes Medikament eingenommen, das die verbotene Substanz Clenbuterol enthält.

Kronbergers Sperre gilt vom 5. Mai bis 4. November. Auch alle seit 3. Mai erbrachten Ergebnisse des 28-jährigen Salzburgers wurden annulliert. Die Sanktion der ÖADR ist noch nicht rechtskräftig. Kronberger und auch die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) Austria hätten noch die Möglichkeit, binnen vier Wochen die Unabhängige Schiedskommission (USK) anzurufen.

Kronberger hatte keine Ausnahmegenehmigung

Nach einer mündlichen Anhörung war die ÖADR laut ihrer Mitteilung unter Berücksichtigung der vorgelegten Beweise zu dem Schluss gekommen, dass Kronberger "es in fahrlässiger Weise unterlassen hat, sich über seine Pflichten als Testpoolsportler ausreichend zu informieren". Demnach habe der Athlet der JU Flachgau über keine Ausnahmegenehmigung für das eingenommene Medikament verfügt. Sechs Monate sind bei einem derartigen Vergehen unter Berücksichtigung aller mildernden Umstände die Mindeststrafe. Kronberger wurde mildernd angerechnet, dass "er selbst wesentlich zur Aufklärung beigetragen und nie etwas verheimlicht hat". Durch die Annullierung seiner Siege seit Mai rutschte die JU Flachgau in der Bundesliga-Tabelle vom ersten auf den vierten Rang ab. Bei der EM im April in Warschau war Kronberger, im Jahr davor noch EM-Fünfter, unplatziert geblieben.

(APA)

(Quelle: S24)

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