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Koller-Team für EM-Quali-Doppel ohne Überraschungen

Marcel Koller ist zuversichtlich für das Match Salzburg24
Marcel Koller ist zuversichtlich für das Match

Österreichs Fußball-Teamchef Marcel Koller hat bei der Nominierung seines 23-Mann-Kaders für die Länderspiele in der EM-Qualifikation zu Hause gegen Moldau (5. September) und in Schweden (8. September) auf Überraschungen verzichtet. Mit bewährten Kräften soll beim Länderspiel-Doppel vorzeitig die EM-Qualifikation fixiert werden. Im Vergleich zum vergangenen Aufgebot gibt es nur zwei Änderungen.

Der Kader gegen Moldawien und Schweden!

Posted by Das Nationalteam on Dienstag, 25. August 2015

Alaba und Leitgeb nach Verletzungspause wieder dabei

David Alaba und Christoph Leitgeb sind - wie zu erwarten - nach ihren überstandenen Verletzungen wieder mit im Kader. Auch Basel-Legionär Marc Janko, der derzeit mit einer Zerrung im Oberschenkel außer Gefecht ist, soll bereits am Wochenende in der Meisterschaft ein Comeback geben. "Wir hoffen natürlich, dass es reicht, damit wir ihn aufbieten könnten", sagte Koller über den Stürmer.

Besiktas-Legionär Veli Kavlak fehlt aufgrund einer komplizierten Verletzung im Wirbelbereich weiterhin. Ansonsten setzt Koller wie gehabt auf Kontinuität in seiner Kaderpolitik. "Wir bleiben unserer Linie treu", erklärte der Schweizer.

MARTIN HINTEREGGER & CHRISTOPH LEITGEB IM ÖFB-KADER! Das Nationalteam hat heute seinen Kader für die EM-Quali-Spiele...

Posted by FC Red Bull Salzburg on Dienstag, 25. August 2015

Koller: "Wir sind guter Hoffnung"

"Es wird wichtig sein, dass wir so spielen wie immer. Wir dürfen uns keine Gedanken machen, dass wir jetzt plötzlich über die Ziellinie gehen könnten und vor lauter Vorfreude nervös werden", meinte Koller. Der 54-Jährige versprach jedoch: "Wir sind noch nicht dort. Wir sind guter Hoffnung, sind alle heiß, dass wir das packen. Wir werden alles dafür tun, dass die Qualifikation so schnell wie möglich fix ist."

Mit dem 1:0-Sieg im Juni in Russland und nunmehr acht Punkten Vorsprung auf die Drittplatzierte "Sbornaja" hatte das Team das "Trittbrett für den TGV erklommen" (ÖFB-Präsident Leo Windtner). Gelingt der ÖFB-Elf gegen die Republik Moldau ein Sieg und gewinnt Russland im zuvor stattfindenden Parallelspiel zu Hause gegen Schweden nicht, hätte Rot-Weiß-Rot seinen Platz bereits sicher. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe haben das Ticket fix in der Tasche.

Dass man das Ergebnis aus Moskau beim eigenen Anstoß bereits kenne, sei einerseits schön. "Auf der anderen Seite könnte man vielleicht zu locker reingehen", sagte Koller. Es sei daher wichtig, fokussiert und konzentriert zu sein. "Wenn das nicht der Fall ist, dann werde ich eingreifen, das kann ich versprechen", erklärte der Teamchef.

Neun Spieler weschelten Club

Gleich neun Spieler des Stammes der ÖFB-Truppe haben im Sommer den Club gewechselt. Namentlich sind das neben Janko auch Christian Fuchs, Sebastian Prödl, Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker, György Garics, Kevin Wimmer sowie die Torhüter Heinz Lindner und Robert Almer. Teamkapitän Fuchs hat bei Leicester City in der englischen Premier League derzeit nur eine Joker-Rolle inne, Wimmer kam bei Tottenham bisher nicht zum Zug. "Es sind neue Trainer, ein neues Umfeld. Der eine oder andere braucht da länger, bis er auch spielt. Ich habe da keine Bedenken. Wir wissen, dass diese Spieler unsere Vorstellungen gut umsetzen können", sagte Koller.

Neu auf Abruf mit dabei sind die zwei Rapidler Florian Kainz und Louis Schaub sowie Altach-Torhüter Andreas Lukse. "Sie haben teilweise in der letzten Saison und in der beginnenden Meisterschaft sehr gute Leistungen gezeigt. Sie haben es sich verdient, auf diese Abrufliste zu kommen", meinte Koller, der jedoch die Schwierigkeit, tatsächlich in den Kader zu kommen, herausstrich. "Einer, der auf Abruf steht, muss besser sein als einer dieser 23 im Kader, damit wir überhaupt auf die Idee kommen zu wechseln."

Für im Dunstkreis der Nationalmannschaft befindliche Spieler, wie etwa Robert Gucher, den Kapitän des italienischen Erstliga-Aufsteigers Frosinone, dürfte der Sprung ins Aufgebot in absehbarer Zukunft ein äußerst schwieriger sein. "Es ist sicher gut, wenn sie irgendwann mal dazukommen, wenn man sie dann auf Herz und Nieren testen kann", erklärte Koller. Doch solange sich die etwa 25 im Koller-System etablierten Akteure nichts zuschulden kommen lassen, ist Koller nicht gewillt, selbst formstarken Spielern früh eine Chance zu geben.

Salzburgs Lazaro auf Abruf

Am ehesten scheint der Schweizer den Kader noch verjüngen zu wollen. "Wenn sich jemand verletzt oder überhaupt nicht in Form ist, dann haben sie die Möglichkeit dazuzukommen und mit dabei zu sein", sagte Koller über Salzburg-Offensivspieler Valentino Lazaro oder das auf Abruf stehende Rapid-Trio Kainz, Schaub und Philipp Schobesberger.

Die Vorbereitung auf das Moldau-Match startet am 31. August in Wien. Nach dem Heimspiel hebt die Nationalmannschaft am Montag Richtung Stockholm ab. Begleitet wird das Team von etwa 2.500 Fans.

(APA)

(Quelle: S24)

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