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Letzter Titel vor 10 Jahren

LA Lakers feiern 17. NBA-Triumph

Los Angeles dominiert Finalserie gegen Miami

Die Los Angeles Lakers haben zum 17. Mal die Meisterschaft in der NBA gewonnen und damit den Rekord der Boston Celtics eingestellt. Gegen die Miami Heat dominierte die Mannschaft um Basketball-Superstar LeBron James am Sonntag (Ortszeit) von Beginn an und gewann am Ende mit deutlichem Vorsprung 106:93 (64:36). Die Finalserie endete damit 4:2 für die Lakers. James steuere ein Triple-Double bei und kam am Ende auf 28 Punkte, 15 Rebounds und 10 Vorlagen.

Für den 35-jährigen Superstar LeBron James war es die vierte Meisterschaft seiner Karriere. Zwei davon hatte James mit den Heat geholt, eine mit Cleveland. Titel mit drei Teams schafften insgesamt nur vier Spieler in der NBA.

Der 35-Jährige bekam dann auch zum vierten Mal in seiner Karriere die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Finalserie (MVP). "Das bedeutet mir viel", sagte James.

Lakers ziehen mit Celtics gleich

Die Lakers sind mit 17 Meisterschaften nun gemeinsam mit den Boston Celtics Rekordchampion. Zuletzt hatten sie 2010 den Titel geholt, damals mit Kobe Bryant. Die Lakers-Legende war Anfang des Jahres bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. "Seit dieser Tragödie wollten wir für ihn gewinnen", sagte Davis. "Er war ein großer Bruder für uns alle."

Nach der enttäuschenden Lakers-Vorstellung und Niederlage am Freitag gelang dem Team aus Los Angeles schon in der ersten Halbzeit eine Machtdemonstration. Die Heat gingen kein einziges Mal in Führung, zwischenzeitlich lagen die Lakers 32 Punkte vorne und hatten zur Pause 28 Zähler Vorsprung. In der zweiten Hälfte wuchs dieser Puffer auf zwischenzeitlich 36 Punkte. In der 260. Playoff-Partie seiner Karriere - er ist damit nun alleine Rekordhalter in der NBA - zeigte James erneut seine außergewöhnlichen Fähigkeiten: 28 Punkte, 15 Rebounds und 10 Assists verbuchte er vor den Feierlichkeiten. Mehr Triple-Doubles in den Playoffs mit zweistelligen Werten in den wichtigsten Statistik-Kategorien hat nur Magic Johnson.

Miami zieht den Kürzeren

Die Heat konnten zwar nach der Rückkehr von Bam Adebayo am Freitag dieses Mal mit Goran Dragic auf den zweiten wichtigen Spieler zurückgreifen, der im Verlauf der Finalserie verletzt hatte pausieren müssen. Adebayo kam am Ende zwar auf 25 Punkte, aber weder er noch Dragic noch der zuletzt so überragende Jimmy Butler konnten gegen die bärenstarke Abwehrleistung der Lakers etwas ausrichten. Zwischenzeitlich hatte das Team 36 Punkte Rückstand.

Die Chance auf den Erfolg in diesem Jahr stand mehrmals auf der Kippe. Wegen Corona wurde die Saison im März unterbrochen, aus Protest gegen Polizeigewalt gegen Afroamerikaner und Rassismus in den USA boykottierten die Milwaukee Bucks im August ihr Playoff-Spiel und sorgten damit für die Absage mehrerer anderer Begegnungen. Das Engagement der Basketballer und der Liga in diesem Bereich ist unerreicht in den anderen großen US-Ligen. Dafür gab es am Sonntag auch erneut Anerkennung von Ex-Präsident Barack Obama.

NBA in der Corona-"Bubble"

Die Liga schaffte es zudem, ohne einen positiven Corona-Test bei einem Spieler oder Betreuer durch den letzten Teil der Saison zu kommen. Fans waren auf dem Gelände von Disney World in Florida nicht erlaubt, zuletzt durften nur Familienmitglieder und persönliche Gäste der Spieler sowie einige Funktionäre zusätzlich kommen.

Wann nach den drei Monaten Basketball in der Blase wieder gespielt wird, ist offen. Der übliche Kalender ist durch die lange Unterbrechung im Frühjahr und die Corona-Pandemie keine Referenz mehr und Prognosen sind schwierig. Die Liga peilt den Start in die neue Spielzeit aber zum 1. Jänner 2021 an.

(Quelle: Apa/Dpa)

Aufgerufen am 26.10.2020 um 07:23 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportwelt/la-lakers-zum-17-mal-nba-champion-94083235

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