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ÖFB-Cup: Grödig siegte im Thriller gegen Horn

Segovia lupft den Ball über Keeper Gebauer zum 1:0 APA
Segovia lupft den Ball über Keeper Gebauer zum 1:0

Westligist Grödig hat in der zweiten ÖFB-Cup-Runde Erstligist Horn in einem Elfmeter-Thriller aus dem Bewerb gekegelt. Zudem wurde der Aufwärtstrend der SV Ried am Dienstag gestoppt. Die Innviertler, die in der Fußball-Bundesliga zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt hatten, unterlagen dem SKN St. Pölten auswärts verdient mit 1:2 (0:2).

Den Führungstreffer für Grödig erzielte "Joker" Julian Feiser in der 55. Minute. Horn rettete sich am Fuße des Untersbergs erst durch einen Orsini-Treffer (90.+3) zum 1:1 in die Verlängerung. Dort sorgte Leo Lukacevic für die neuerliche Führung der Grödiger. Djordjevics Ausgleich zum 2:2 (101.) führte zum Elferschießen, das am Ende für Horn verloren ging, da Albert Vallci und Djordjevic nicht trafen. Am Ende setzten sich die Flachgauer in einem wahren Thriller mit 4:2 durch.

Fötschl: "Stolz auf die Mannschaft"

Für Grödig gab es aber durch die Verletzung von Ex-Ausland-Legionär Markus Berger auch schlechte Nachrichten. Der Abwehrchef musste noch am Abend in einem Salzburger Spital operiert werden. "Wir haben läuferisch und taktisch annähernd alles umgesetzt was wir uns vorgenommen haben gegen Horn. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Das gibt uns sicher einen Push wenn man 120 Minuten gegen einen höherklassigen Gegner besteht und dann verdient gewinnt. Die Emotionen sollen uns Kraft für das Spiel am Samstag gegen St. Johann geben", sagte Grödig-Trainer Andreas Fötschl.

St. Pölten gewinnt Bundesliga-Duell

St. Pölten legte schon vor der Pause durch Tore von Daniel Segovia (13.) und Alhassane Keita (39.) den Grundstein für den Aufstieg ins Achtelfinale. Den in der Offensive über weite Strecken harmlosen Riedern gelang durch Thomas Fröschl (49.) nur der Anschlusstreffer. St. Pölten steht im Cup damit zum vierten Mal hintereinander zumindest im Achtelfinale, vergangene Saison war erst im Halbfinale Endstation für den Finalisten von 2014. Die Gastgeber hatten vor der Pause die etwas besseren Momente, profitierten aber auch von Fehlern von Ried-Goalie Thomas Gebauer. Der Schlussmann ließ einen Perchtold-Schuss nach vorne abprallen und Segovia konnte via Lupfer ohne große Mühe abstauben (13.). Beim 2:0 kam Gebauer bei einem Ambichl-Freistoß zu spät heraus, Keita profitierte davon und köpfelte ein (39.).

Die Rieder kamen mit viel Schwung aus der Kabine und waren nach einem Treffer der Marke Tor des Jahres auch schnell zurück im Spiel. Fröschl setzte einen eingesprungenen Fersler nach abgefälschter Möschl-Hereingabe ins lange Eck. Damit hatten die Gäste aber ihr Pulver verschossen, St. Pölten war deutlich gefährlicher und hätte eigentlich nachlegen müssen. Vor allem Keita fehlte aber die nötige Effizienz, er schoss am langen Eck vorbei (61.) und scheiterte zweimal alleine stehend vor dem gut reagierenden Gebauer (65., 82.). In der 84. Minute konnte Rieds Schlussmann auch noch bei einem Segovia-Abschluss glänzend parieren.

LASK mit spätem Sieg

Mit Austria Lustenau ist ein weiterer Profiverein auf der Strecke geblieben. Die Vorarlberger unterlagen dem Regionalligisten Amstetten auswärts im Elfmeterschießen 2:3.  Lustenau gelang durch Raphael Dwamena in der 81. Minute mit dem 2:1 der vermeintliche Siegestreffer, Patrick Lachmayr (90.+3) rettete den Regionalliga-Ost-Vertreter aber noch in die torlose Verlängerung und ins folgende Elfmeterschießen, wo Dwamena und Christopher Knett für Lustenau vergaben.

Große Mühe hatten einige weitere Erste-Liga-Clubs im Duell mit Regionalligisten. Der LASK setzte sich bei Kalsdorf erst dank eines Otter-Eigentores in der 77. Minute mit 2:1 durch. Kapfenberg gelang durch einen späten Doppelschlag von Maximilian Ritscher (81.) und Sergi Arimany (87.) ein 4:2-Erfolg bei Union Gurten. Der FAC besiegte Schwaz hauchdünn 1:0. Probleme hatte auch Blau-Weiß Linz beim 2:1-Sieg mit dem Tirol-Ligisten FC Kitzbühel.

Salzburg kickt am Mittwoch

Wattens (5:4 i.E gegen Hartberg) und Wiener Neustadt (3:0 n.V. gegen St. Florian) zogen erst spät den Kopf aus der Schlinge. In der ersten Runde waren bereits Bundesligist WAC sowie Erste-Liga-Club Wacker Innsbruck ausgeschieden. Erste-Liga-Tabellenführer FC Liefering nimmt nicht am Cup teil. Die restlichen sieben Begegnungen gehen am Mittwoch über die Bühne, dabei sind sieben Bundesligisten im Einsatz. RB Salzburg muss in Mannsdorf bestehen.

(APA)

(Quelle: S24)

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