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ÖFB-Rückkehrer Janko voller Tatendrang

Marc Janko glücklich zurück beim Team APA
Marc Janko glücklich zurück beim Team

Nach einem Jahr Pause ist Marc Janko wieder in den Kreis der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft zurückgekehrt - und hat sich am Mittwochnachmittag gleich voller Tatendrang präsentiert. Seine Qualitäten könnten im Nations-League-Match am Freitag gegen Nordirland gefragt sein, vermutete der 35-Jährige vor seiner ersten Trainingseinheit in Bad Waltersdorf.

Sollte die ÖFB-Elf gegen die Nordiren in der Schlussphase dringend ein Tor benötigen, wäre ein Einsatz Jankos aufgrund seiner starken Physis durchaus denkbar. "Bei diesem Gegner könnten eventuell die Feinwerkzeuge nicht unbedingt gefragt sein, sondern ein Brecheisen. Dass man vielleicht kurz vor Schluss etwas probieren will, ist legitim", erklärte der Lugano-Profi.

Bei einem möglichen Kurzeinsatz falle seine nicht allzu große Spielpraxis wenig ins Gewicht. "Ich glaube nicht, dass es eine Überlegung des Teamchefs war, dass ich voll im Rhythmus bin. Ich bin ein anderer Spielertyp als die Spieler, die jetzt im Kader sind. Man stellt eine Abwehr vor andere Probleme, wenn man jemanden mit 1,96 Metern Körpergröße und dem entsprechenden Gewicht reinwirft."

Seine Stärken sieht Janko nach wie vor im gegnerischen Strafraum. "Diese Sachen verlernt man nicht. Dass da Gefahr entstehen kann, liegt auf der Hand", sagte der 66-fache Internationale (28 Tore) und ergänzte: "Ich habe mich nicht durch meine überragende Aufwärmarbeit in den letzten Wochen empfohlen. Aber ich habe schon unter Marcel Koller bewiesen, dass ich Partien entscheiden kann, wenn ich beim Club gar nicht spiele. Ich weiß, wo gefährliche Räume entstehen. Das verlernt man nicht, das ist für einen Stürmer wie Radfahren."

Dass seine Einberufung der jüngeren österreichischen Stürmer-Riege ein schlechtes Zeugnis ausstellt, verneinte Janko. "Alle Stürmer, die zuletzt im Nationalteam gespielt haben, haben Top-Qualitäten. Sie zeigen das Woche für Woche bei ihren Clubs."

Dennoch wurde Janko nachnominiert - und das zu seiner eigenen Verwunderung. "Ich war schon etwas überrascht, als am späten Dienstagabend das Telefon geläutet hat. Ich hatte gerade meine Kleine im Arm und habe mir gedacht, der Teamchef will vielleicht etwas über die Nordiren von mir wissen", erzählte der Goalgetter.

Franco Foda überbrachte allerdings die Nachricht von der Einberufung. "Ich habe mich sehr gefreut und drauf- und drangemacht, meine Sachen zu packen." Der Verzicht auf einen offiziellen Rücktritt vom ÖFB-Team machte sich nun bezahlt. "Genau diese Fälle waren der Grund, warum ich das offengelassen habe und nicht in meine Hände, sondern in die des Teamchefs gelegt habe. Ich habe immer gesagt, wenn Not am Mann ist, stehe ich zur Verfügung."

Janko berichtete von einem emotionalen Wiedersehen mit den Kollegen aus früheren Zeiten. "Aber bei ein paar Jungen musste ich mich erst vorstellen, die haben mich mit 'Sie' angesprochen. So ist das, wenn man ein bisschen älter ist."

(APA)

(Quelle: S24)

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