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One-timer mit @hockeyrenzo: Österreichs Kampf um den Klassenerhalt!

Auf Brian Lebler (mitte) und Co. wartet ein schweres Turnier. APA/Neubauer
ABD0100_20150429 - WIEN - ?STERREICH: Brian Lebler (m./?sterreich) und Teamkollegen jubeln ?ber das Tor zum 1:0 am Mittwoch, 29. April 2015, w?hrend des freundschaftlichen Eishockeyspiels zwischen ?sterreich und Kanada in Wien. - FOTO: APA/HERBERT NEUBAUER

Schnell lernen, die Kraft einteilen und in den entscheidenden Moment zur Stelle sein: Das sind die drei Kernaufgaben, die das österreichische Team meistern muss, um bei der am Freitag beginnenden Eishockey-WM in Prag den Klassenerhalt zu schaffen. Unser Experte  @Hockeyrenzo wird mit einer Spezial-Weltmeisterschafts-Ausgabe vom Turnier berichten!

Zunächst mal, Hallo allerseits! Heute sehen wir uns die WM aus der Vorschauperspektive an, nehmen den Kader unter die Lupe und beleuchten die Chancen des österreichischen Teams in diesem Bewerb.

Was uns bevorsteht

Die Weltmeisterschaft in Prag wird in zwei Gruppen ausgetragen. Die besten vier in jeder Gruppe spielen Viertelfinale, die zwei Teams mit den wenigsten Punkten steigen ab. Klares Ziel für Österreich: Keines dieser beiden Teams sein. Das Viertelfinale zu erreichen, würden an ein Eishockey-Wunder grenzen. Zu stark sind die Favoriten aus Kanada, Schweden, Schweiz und Tschechien. EC Red Bull Salzburgs Coach Dan Ratushny, der ja auch das Amt des Nationaltrainers innehat, wird seine Mannen in Prag so einstellen müssen, dass sie die Punkte zum Überleben unter den besten 16 Nationen gegen Frankreich (5.5), Lettland (9.5.) und im Duell mit dem ewigen großen Bruder Deutschland (11.5) holen. In der anderen Gruppe, die in Ostrau spielt, kann Salzburgs Goalie Luka Gracnar darauf hoffen, dass Sloweniens Nationalheiliger Anze Kopitar die Equipe, die von seinem Vater trainiert wird, die Kohlen aus dem Feuer holt.

Team Austria – Stärken und Schwächen

Es gibt Grund zur Freude, und Grund zur Sorge. Das österreichische Team konnte keine einzige Vorbereitungspartie gewinnen, spielte aber, sobald in Bestbesetzung, überraschend gut, wie etwa zuletzt beim 2:4 gegen Kanada. Bernhard Starkbaum ist ein Torhüter, der die Herausforderung liebt und an ihr wächst. Ob Rene Swette ihn, wenn es absolut ernst ist, vollwertig ersetzen kann, muss der Vorarlberger erst beweisen. David Madlener fährt eher mit, um Teamluft zu schnuppern.

Bernhard Starkbaum im Tor muss wohl über sich hinauswachsen / APA/Neubauer Salzburg24
Bernhard Starkbaum im Tor muss wohl über sich hinauswachsen / APA/Neubauer

Die Verteidigung, Achillesferse, Sargnagel, oder überraschende Retter des Klassenerhalts. Diese drei Endergebnisse gibt es für das Defensivkorps rund um die Salzburger Dominique Heinrich, Alexander Pallestrang und Florian Mühlstein. Gerade weil der in der Schweiz engagierte Stefan Ulmer verletzungsbedingt fehlt und Thomas Pöck seine Nationalteamkarriere beendet hat, kommt einiges auf die junge Defensive zu. Neu-Linzer Mario Altmann fuhr, obwohl an den Folgen eine Gehirnerschütterung leidend, mit nach Prag, und wird wohl in den ersten beiden Spielen fehlen. Viele der anderen Spieler haben noch keine Erfahrung auf WM-Niveau und werden sich schnell an das hohe Tempo gewöhnen müssen, sonst sieht es finster aus. In der Offensive gefiel in der Vorbereitung die Linie Raffl – Herburger – Raffl. Der bärenstarke Salzburg-Stürmer und sein von den Philadelphia Flyers angereiste Bruder Michael haben schnell die richtige Chemie gefunden.

Im Angriff ruhen die Hoffnungen auf NHL-Legionär Michael Raffl. / APA/Neubauer Salzburg24
Im Angriff ruhen die Hoffnungen auf NHL-Legionär Michael Raffl. / APA/Neubauer

Nach diesem Prunkstück tut sich allerdings das nächste Problem auf: Center. Die Aufgaben sind vielfältig, daher nur exemplarisch die Faceoff-Problematik: Vor dem Duell mit Slowenien bei Olympia hatte Anze Kopitar mehr Bullies gewonnen als die ganze österreichische Mannschaft zusammen. Damals standen mit Koch und Oberkofler aber zwei Center mehr im Aufgebot als für diese WM. Hier bleibt zu hoffen, dass Spieler mit der Aufgabe wachsen. Auf der Plus-Seite steht der Trainer: Dan Ratushny hat aus Salzburg eine Mannschaft geformt, die außer dominant auch noch schön gespielt hat und die im Saisonverlauf eine sichtbare, positive Entwicklung durchgemacht hat. Die Aufgabe wird sein, dass auch mit dem Nationalteam in kürzere Zeit zu schaffen. Mit den Veteranen Dieter Kalt, Christoph Brandner und Reinhard Divis an seiner Seite ist er gut gerüstet.

Die Chance lebt

Die Änderung des Modus spült einen Platz im Viertelfinale eigentlich außer Reichweite. Dafür geht es im Kampf um den Klassenerhalt umso spannender zu. Ein Sieg ist Pflicht, sonst ist man fix weg. Ein zweiter, oder zumindest zwei weitere Punkte werden nötig sein, um die Klasse zu halten. Wo kann das österreichische Team diese Zähler am besten holen? Nicht in den beiden Auftaktpartien, soviel steht fest. Weder die Schweiz noch Schweden haben ein Interesse daran, sich gegen den Underdog mit dem Adler auf dem Jersey zu blamieren, und sie verfügen über die Spieler, die ihnen einen Sieg sichern können - und werden. Richtig entscheidend wird die Partie am 5.5, ab 20:15. Da wird jeder verfügbare Daumen gedrückt werden müssen.

Besonders Antoine Roussel (blau) gilt es gegen Frankreich auszuschalten. / APA/Fohringer Salzburg24
Besonders Antoine Roussel (blau) gilt es gegen Frankreich auszuschalten. / APA/Fohringer

Ob man nun in der Halle, vor dem TV oder sonstwo sitzt, Österreichische Hockeyfans haben da eine Aufgabe: Daumen halten! Die Da Costa-Brüder und NHL-Crack Antoine Roussel muss man im Zaum halten, dann findet sich ein Weg. Weitere Punkte wird man (eher) gegen Lettland und Deutschland holen können oder müssen. Auch wenn Team Austria sich in der Vorbereitung gegen Kanada tapfer geschlagen hat, am letzten Spieltag müssen wir schon aus dem Wasser sein, denn die Kanadier haben da nichts mehr zu verschenken. Apropos Kanada: Unser Freund Steven Ellis, ein Kanadier, der sich Hockey in den kleineren Nationen verschrieben hat, sieht Team Austria mitten drin im Abstiegskampf. All the best, Steven, aber wir bleiben drin!

Zum Schluss: Ich werde in jeder dieser Ausgaben einen Fail des Tages präsentieren. Und zum Auftakt gibt’s gleich zwei.

APA/OTS Salzburg24
APA/OTS

Im 3. Drittel gab es plötzlich keinen Ticker mehr. Salzburg24
Im 3. Drittel gab es plötzlich keinen Ticker mehr.

Der Wiener Sportstadtrat Christian Oxonitsch weiß offenbar nicht, was beim hockey zählt und der Live-Ticker auf der Seite des Verbandes ist in der Mitte des zweiten Drittels sanft entschlafen

Wer von euch Vorschläge für den Fail des Tages hat, oder sonst etwas mit mir besprechen möchte, kommentiert hier oder kontaktiert mich auf Twitter @hockeyrenzo.

Bis Bald, wir lesen uns nach den ersten beiden Spielen.

Aufgerufen am 21.04.2019 um 12:42 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportwelt/one-timer-mit-hockeyrenzo-oesterreichs-kampf-um-den-klassenerhalt-47028136

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