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Skandal zwischen Stahl Linz und Babenberg: Tormann von Spieler K. O. geschlagen

Mit einem Schädeltrauma musste in Oberösterreich ein Tormann vom Notarzt abtransportiert werden. (Themenbild) Bilderbox/Archiv
Mit einem Schädeltrauma musste in Oberösterreich ein Tormann vom Notarzt abtransportiert werden. (Themenbild)

Zu einem handfesten Skandal kam es im Sportpark Pichling bei Linz in Oberösterreich in der 2. Klasse Mitte. Das Spiel der Reservemannschaften von FC Stahl Linz und Union Babenberg Linz-Süd musste aufgrund einer Schlägerei von der Polizei beendet werden. Ein Tormann brach bewusstlos zusammen und verschluckte seine Zunge.

Die 1b-Mannschaft vom FC Stahl Linz führte ungefährdet mit 4:2 gegen Babenberg. Als in der 72. Minute Babenberg-Tormann Peter W. einen hohen Ball fing, soll es zu einem Zusammenprall mit Stahl-Stürmer Ajdin R. und unschöne Szenen, die im Fußball nichts verloren haben, gekommen sein. Nachdem der Ex-Babenberg-Angreifer nachgetreten haben soll, warf der Keeper angeblich den Ball auf dem am Boden liegenden Stürmer. "Der Tormann hat meinen Spieler im Gesicht getroffen", erklärte Stahl-Trainer Haki Haliti im SALZBURG24-Gespräch. "Das war nicht in Ordnung, in der Emotion leistete er sich einen Ausrutscher", sagte Babenberg-Trainer Roman Jansenberger, der die darauffolgende Rudelbildung mit Boxkampf-Charakter jedoch zu tiefst verurteilte.

Boxkampf-Szenen am Fußballplatz vom FC Stahl Linz

Als einige Spieler das Chaos schlichten wollten, streckte laut Jansenberger Stahl-Stürmer Florent R. seinen Goalie mit einem Faustschlag nieder - die folgenden Szenen sollen einem Boxkampf geglichen haben. "So etwas gehört nicht auf dem Fußballplatz. Wir wollen die Jungs von der Straße wegbringen und dann geschieht so etwas", wütete Haliti, der für die zwei betroffenen Spieler harte Konsequenzen wie einen Vereinsausschluss ankündigte. Insgesamt wurden vier Spieler des Feldes verwiesen - zwei von jedem Team.

Babenberg-Goalie ging bewusstlos zu Boden

Zwei Minuten nachdem sich Schiedsrichter Emre Mahsenoglu um den Gesundheitszustand des Goalies erkundigt hatte, soll dieser bewusstlos niedergebrochen, sich übergeben und seine Zunge verschluckt haben. "Zum Glück warfen wir einen Blick in seinen Mund", atmete der Babenberg-Coach nach Eintreffen der Polizei und des Notarztes tief durch. Nach 48 Stunden Beobachtung darf der Keeper am Dienstag das Krankenhaus wieder verlassen. Laut Jansenberger erlitt der Schlussmann ein Schädeltrauma, brach sich einen Zeh und prellte sich das Schienbein. "Peter weiß vom Spiel gar nichts mehr und kann sich nur noch an das Mittagessen vor dem Spiel erinnern."

48 Spiele Sperre möglich

Das Schiedsgericht des oberösterreichischen Fußballverband wird am Donnerstag ein Urteil über das Ergebnis und die Strafen treffen. Den beteiligten Spielern könnten Sperren von zwei bis 48 Spielen drohen. Gut möglich, dass die Obergrenze hier zum Strafausmaß herangezogen wird. Für SALZBURG24 war zu diesem Zeitpunkt keine Ansprechperson vom oberösterreichischen Fußballverband erreichbar.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 20.07.2019 um 10:58 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportwelt/skandal-zwischen-stahl-linz-und-babenberg-tormann-von-spieler-k-o-geschlagen-56960188

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