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Ski alpin: Aufmerksamkeit in Sölden gilt Roland Leitinger

Leitinger ist Vizeweltmeister im Riesentorlauf. APA/Archiv
Leitinger ist Vizeweltmeister im Riesentorlauf.

Zwei WM-Medaillengewinner von St. Moritz sollen beim Weltcup-Auftaktrennen am Sonntag in Sölden für Österreich den Ton angeben. Roland Leitinger (26) und Manuel Feller (25) sind die ÖSV-Hoffnungsträger für den ersten Riesentorlauf auf dem neuen Material, beide standen im Weltcup bisher aber noch nie auf dem Podest.

Die Vorbereitung auf die Olympiasaison verlief für beide Athleten weitgehend schmerzfrei. RTL-Silbermedaillengewinner Leitinger klagte Ende September zwar über Rückenschmerzen, die sich aber schnell wieder in den Griff bekommen ließen. "Es war eine Kleinigkeit, ich habe selber schwer durchleuchtet, was los ist. Ich habe noch einmal ein bisschen rausgenommen und geschaut, dass ich viel Physiotherapie mache", erzählte der Salzburger.

Leitinger hatte "gewaltige" Sommervorbereitung

Ansonsten sei die Sommervorbereitung "gewaltig" gewesen. Den Trip nach Neuseeland habe er nicht mitgemacht, weil er in der Vergangenheit gemerkt habe, dass es für ihn am besten sei, wenn er in Europa bleibe und keine ewig lange Reise machen müsse. Der Saisonauftakt komme für ihn zur rechten Zeit, erklärte der 26-Jährige, der in St. Martin bei Lofer lebt. "Ich verstehe die nicht, die sagen, Sölden kommt zu früh. Außer natürlich, wenn einer verletzt war. Aber wenn ich den ganzen Sommer trainiert habe, ist es irgendwann genug und Zeit zum Rennfahren und Gasgeben."

"Mir taugt es in Sölden"

Mit Platz sechs 2015 hat Leitinger sein bisher bestes Karriereergebnis im Weltcup auf dem Rettenbachferner erreicht, vergangenes Jahr wurde er 20. "Mir gefallen schwierige Hänge, mir taugt es in Sölden. Letztes Jahr habe ich wegen der Rückenprobleme vorher nicht trainieren können und war deshalb nicht gut vorbereitet, nichtsdestotrotz habe ich doch eine respektable Leistung gezeigt." Noch nie wird Leitinger in Sölden so viel Aufmerksamkeit zuteilwerden wie heuer. "Wenn mehr Augen auf mich schauen, ist das grundsätzlich nicht schlecht. Man will der weltbeste Skifahrer sein", erläuterte er. "Ich möchte mehrere solche Rennen haben wie in St. Moritz. Mein Saisonziel ist, um Podestplätze mitzufahren und irgendwann einmal in meiner Karriere Rennen zu gewinnen." Die Qualifikation für seine ersten Olympischen Spiele steht ebenfalls ganz oben.

Feller: "Drumherum ausblenden"

Der knapp eineinhalb Jahre jüngere Feller - Slalom-Zweiter der WM in St. Moritz und damit wie Leitinger nur von Hirscher besiegt - will sich vom Trubel um seine Person nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Ich muss mich auf das konzentrieren, was ich zu tun habe. Und alles Drumherum so gut wie möglich ausblenden. Wenn ich das, was ich kann und was ich heuer dazugelernt habe, im Rennen umsetze, wird sicher ein gutes Ergebnis rausschauen. Man kann jetzt nicht von mir erwarten, dass ich das Rennen gewinne. Aber natürlich würde ich gerne, aber davon müssen wir jetzt nicht reden", sagte der Tiroler.

Materialumstellung als Herausforderung

Hinter dem Rennen in Sölden stehe wie jedes Jahr ein Fragezeichen, heuer sei es wegen der Materialumstellung noch größer. "Es wird noch einmal interessanter. Es kommen auch Athleten von der Speedseite dazu, die man nicht so auf der Rechnung hat", so Feller. Das Fahren auf den neuen Riesentorlauf-Ski mit dem verkürzten 30-m-Radius mache wieder mehr Spaß. "In den letzten Jahren war es so, dass es von Start bis Ziel eher ein Kampf war. Jetzt hat man weit weniger Situationen, wo man die Ski nicht unter Kontrolle hat, oder wo man in Positionen kommt, in die man nicht kommen will."

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.07.2019 um 12:40 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportwelt/ski-alpin-aufmerksamkeit-in-soelden-gilt-roland-leitinger-57189958

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