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Ski alpin: Riesentorlauf in Beaver als nächste große Hirscher-Show

Marcel Hirscher will im letzten Rennen des WM-Tests an Sölden-Sieg anschließen EPA
Marcel Hirscher will im letzten Rennen des WM-Tests an Sölden-Sieg anschließen

Mit dem Riesentorlauf wird die Generalprobe für die Alpinski-WM 2015 am Sonntag in Beaver Creek abgeschlossen. Das Rennen soll sechs Wochen nach dem Auftaktsieg in Sölden auch der nächste große Auftritt von Marcel Hirscher werden.

ÖSV-Herrenchef Andreas Puelacher ist trotz Alex Pinturault, Fritz Dopfer sowie Heimvorteil für Ted Ligety sicher: "Hirscher ist der Mann, den es hier zu schlagen gilt."

Marcel Hirscher mit starkem Auftakt

Der Salzburger hatte sich beim Gletscher-Auftakt am 26. Oktober vor Dopfer, Pinturault und Benjamin Raich durchgesetzt, auf dem unruhigen Kurs auch mithilfe einer firmenfremden Bindungsplatte. Während Hirscher damals gleich die erste Duftmarke setzte, erlitt Weltmeister Ligety als Zehnter eine denkwürdige Schlappe und zog sich zudem später in den USA einen Handbruch zu.

Ligety Favorit in Beaver Creek

Trotzdem ist der 30-Jährige allein schon deshalb in Beaver Creek wieder Favorit, weil er von den jüngsten fünf Riesenslaloms hier vier gewonnen hat, davon die letzten drei in Folge. Der letzte, der ihn 2011 in Beaver schlug, war Hirscher. Alleine wegen Ligety wird am Sonntag die neue, mächtige WM-Tribüne im Zielstadion erstmals randvoll sein.

Hirscher geht in Beaver Creek auf seinen bereits elften Riesentorlauf-Sieg im Weltcup los, dieser würde ihn auf eine Stufe mit dem Italiener Gustav Thöni bringen. Von den aktiven Fahrern haben nur Ligety (22) und Raich (14) mehr RTL-Siege als der bei zehn haltende Salzburger.

Zwei Wochen Vorbereitung

Wie Hirscher haben sich auch die anderen Technik-Spezialisten des ÖSV fast zwei Wochen auf dieses Rennen am Sonntag (17.45/20.45 Uhr MEZ, live ORF eins) vorbereitet. Philipp Schörghofer und Marcel Mathis bestritten zudem Nor-Am-Rennen in Aspen, Hirscher und Raich konzentrierten sich auf das Training.

Raich will im ersten Durchgang auf dem Kurs seines Bruders Florian so vorlegen, dass er an seine zuletzt sehr guten Leistungen anknüpfen kann. Der bereits 36-jährige Routinier hat 1999 in Vail seine erste WM bestritten und würde 2015 liebend gerne erneut dabei sein.

Raich hofft auf Qualifikation

"Mir taugt es hier, und eine WM ist sowieso immer cool. Hoffentlich klappt es wieder", hofft Raich auf eine erfolgreiche Qualifikation für die kommenden Titelkämpfe. "Aber die Verhältnisse werden dann wohl komplett andere sein", sprach Raich die derzeit ungewöhnlich hohen Temperaturen in Colorado an.

Einen großen Schritt Richtung WM kann der Tiroler schon am Sonntag und damit 58 Tage vor der WM tun. "Wir haben bei perfekten Verhältnissen gut trainiert, die Form und Gesundheit stimmen", gab er sich zuversichtlich. "Ich muss aber das richtige Setup für diesen Schnee haben, um hier schnell sein zu können."

Sölden auch für Raich "perfekt"

Sölden war auch für Raich "perfekt" gewesen. "Bis auf den Wermutstropfen der fehlenden Hundertstel aufs Stockerl halt", erinnerte er sich. In Beaver Creek tritt er diesmal als "Spezialist" an und erhofft sich Vorteile gegenüber den Vielstartern, die nach zwei Rennen auf rund 3.000 Meter Seehöhe womöglich etwas ausgelaugt zum letzten Auftritt kommen.
Raich sieht die Chancen aber gleich verteilt. "Als Allrounder kennst du den Hang und den Schnee genau, dafür hast du nicht so viel Zeit zum Testen und Regenerieren." Ersteres nimmt auf der WM-Piste auch Hirscher diesmal für sich in Anspruch, er wird vor dem Riesentorlauf schon ein Abfahrtstraining und einen Super-G in den Beinen haben. Raich ist überzeugt: "Als Vielfahrer ist man am Schlusstag besser im Rhythmus. Es hat alles Vor- und Nachteile."

Mehrere Starts ein Vorteil?

Das sieht auch ÖSV-Trainer Rainer Gstrein so. "Gerade heuer ist der Schnee so speziell, dass mehrere Starts trotz der Belastung durch die Höhe fast schon ein Vorteil sein können", sprach auch der erfahrene Coach die milden Temperaturen in den Rockys an. "Ich war schon oft da, aber so warm habe ich es hier noch nie erlebt. Da muss man noch feinfühliger fahren als sonst. Aber wir sind gut vorbereitet, und ich habe volles Vertrauen, dass unsere Burschen eine gute Leistung abliefern werden."

Gegenüber Sölden kommt es in der ÖSV-RTL-Mannschaft zu einer Umstellung. Vincent Kriechmayr kommt anstelle von Florian Scheiber zum Zug.

(APA)

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(Quelle: S24)

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