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Skistar Marcel Hirscher bezieht Stellung gegen Fremdenhass

Klare Worte von Österreichs Ski-Ass Marcel Hirscher Salzburg24
Klare Worte von Österreichs Ski-Ass Marcel Hirscher

Auch Österreichs Skistar Marcel Hirscher hat sich nun in der Flüchtlingsdebatte zu Wort gemeldet. Anlass dafür war seine Nominierung durch maschek-Mastermind Peter Hörmanseder für die #showyourfacechallenge auf Facebook. Dabei positionierte sich der vierfache Weltcup-Gesamtsieger und Weltmeister aus Salzburg am Mittwochabend klar gegen Fremdenhass und Angstmache.

"Normalerweise äußere ich mich als Sportler wirklich nicht zu politischen Themen, dafür gibt's sicherlich geeignetere Personen als mich. Dennoch bin ich der Meinung, wenn es in unserem Land immer kälter und kälter wird, obwohl der Winter noch sehr weit entfernt ist, dann ist es Zeit zu zeigen, dass wir die deutliche Mehrheit sind, die mit Mitgefühl und Verständnis reagieren anstatt mit Hass oder mit Angst. Und darum sage ich: Say it loud, say it clear, refugees, you're welcome here!", betonte der 26-Jährige in seiner Videobotschaft klar und deutlich, dass Flüchtlinge hier in Österreich willkommen seien.

Gleichzeitig nominierte Hirscher "den sehr geehrten Herrn Bundespräsidenten Heinz Fischer", Fußball-Star David Alaba, die zweifache Ski-Weltcup-Gesamt- und Olympiasiegerin Anna Fenninger, Norwegens Skistar Aksel Lund Svindal sowie seinen deutschen Slalom-Dauerrivalen und "Lieblingsnachbarn" Felix Neureuther für die "Zeige Dein Gesicht"-Kampagne. Diese ist an die "Ice Bucket Challenge" aus dem Vorjahr angelehnt, mit der Spendengelder für die Bekämpfung der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) gesammelt worden waren.

Bundespräsident Fischer nahm die "Nominierung" durch Hirscher, Flüchtlinge im Rahmen der #showyourfacechallenge via Facebook willkommen zu heißen, umgehend an. Er greife die Einladung gerne auf. Es gehe darum, gegenüber Flüchtlingen ein menschliches Gesicht zu zeigen, denen zu helfen, die es brauchen, sagte das Staatsoberhaupt in einer Video-Botschaft.

Fischer ist auch stolz auf jene Menschen, die jetzt gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit auftreten und wissen, dass man solche Probleme nur mit Menschlichkeit lösen könne. Er appelliere an die Bürgermeister des Landes, die Fahne weiterzutragen, menschliche Gesichter zu zeigen und die Aktion zu unterstützen.

Eine persönliche Nominierung seitens des Staatsoberhaupts gab es nicht. Ebenso wenig sagte Fischer den eigentlich geforderten Satz: "Say it loud, say it clear, refugees are welcome here". Die von Hirscher nominierten Sportler haben vorerst auf Facebook die Aktion Hirschers noch nicht unterstützt.

(Quelle: S24)

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