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Sturm will gegen Mattersburg nachlegen

Gegen die Admira hat es für Sturm knapp gereicht APA (Archiv)
Gegen die Admira hat es für Sturm knapp gereicht

In der Fußball-Bundesliga steht am Wochenende die bereits achte Runde auf dem Programm. Am Samstag im Blickpunkt: Sturm Graz. Nach dem 3:2-Zittersieg bei der Admira will man nachlegen. Dringend Punkte braucht der Tabellenletzte Altach gegen den WAC. Das Überraschungsteam St. Pölten empfängt Aufsteiger Hartberg. Der Kracher der Runde steigt am Sonntag zwischen den EL-Startern Salzburg und Rapid.

"Der Spielverlauf im Match gegen die Admira war für unsere Moral sehr wichtig. Diese positive Stimmung war im Training fühlbar, die Spieler waren mit Spielwitz und Kreativität bei der Sache", berichtete Sturm-Coach Heiko Vogel. Man habe an Feinheiten und der Abstimmung "sehr gut" gearbeitet. Viele Akteure drängten sich auf. "Was die Aufstellung betrifft, macht es mir die Mannschaft momentan nicht leicht. Sehr viele Spieler sind sehr gut drauf und zeigen auf", ist der Deutsche zufrieden.

Der zuletzt angeschlagene Anastasios Avlonitis meldete sich genauso rechtzeitig fit wie der bis Mittwoch krank gewesene Markus Pink. Damit fehlen weiterhin nur Jakob Jantscher und der an einer Muskelverletzung im Oberschenkel laborierende ÖFB-Teamspieler Stefan Hierländer.

Sein Team ist vier Runden unbesiegt, konnte aber nur zuletzt über einen Sieg jubeln. Es war der dritte in der laufenden Saison - auch gegen Hartberg und Innsbruck gewann man mit 3:2. "Es reicht jetzt mit den Gegentoren, am Samstag muss die Null stehen", gab der 31-jährige Schrammel die Marschroute vor.

"Das Ziel ist lange ohne Gegentor zu bleiben. Seit ich hier bin, war es bis zum ersten Gegentor immer sehr, sehr gut. Ich hoffe, dass wir das einmal verlängern können bzw. auch einmal das erste Tor schießen", meinte auch Vogels Gegenüber Klaus Schmidt. Seinem Team sei es gelungen, die Negativerlebnisse der letzten Wochen gut wegzustecken. "Es wird der Tag kommen, an dem wir den Dreck, der uns an den Schuhen klebt, abstreifen werden", war sich der 50-jährige Steirer sicher. Ein positives Ergebnis würde der Mannschaft sehr weiterhelfen.

Während Graz den Anschluss an die Spitze sucht, will der drittplatzierte SKN St. Pölten seinen Platz festigen. Gelingen soll das mit dem fünften Saisonsieg im Heimduell mit Aufsteiger TSV Hartberg. Für Gäste-Coach Markus Schopp ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, hatte er doch vergangene Saison als Co-Trainer bei St. Pölten gearbeitet.

Der Tabellenletzte von 2017/18, der nur dank der gewonnenen Relegation im Oberhaus bleiben hatte dürfen, kassierte erst zuletzt mit einem Heim-1:3 gegen Salzburg die erste Niederlage. Mit 14 Punkten aus sieben Runden übertraf man bisher jegliche Erwartungen. Die Ausgangslage ist daher vor dem Duell mit den Steirern klar. "Wir nehmen die Favoritenrolle, die uns in dieser Partie zugeschrieben wird, an", betonte St.-Pölten-Trainer Dietmar Kühbauer.

Für die Niederösterreicher spricht auch, dass sie zu Hause gegen Hartberg noch unbesiegt sind. In elf Zweitligaduellen schauten neun Sieg und zwei Remis heraus. Diese Bilanz wollen sie eine Liga höher ausbauen. Mit einem Erfolg würden sie sich elf Punkte vom Liganeuling absetzen. "Unser Ziel sind drei Punkte, denn mit jedem Sieg entfernst du dich von den unteren Regionen", erläuterte Kühbauer, der nur Dominik Hofbauer vorgeben muss.

Hartberg feierte zuletzt mit dem 2:1 gegen Schlusslicht Altach den zweiten Saisonsieg. "Das hat uns wie jeder Mannschaft einen gewissen Auftrieb gegeben", sagte Hartberg-Coach Markus Schopp. Nun will man im vierten Anlauf auch auswärts erstmals Zählbares holen. "Wir treffen auf eine Mannschaft mit extremem Selbstvertrauen, die sehr wenig braucht, um Tore zu machen, sehr kompakt ist, aggressiv verteidigt und ein sehr gutes Umschaltspiel hat", hat der 44-Jährige vor seinem Ex-Verein großen Respekt. Die Flinte müsse man deshalb aber nicht ins Korn werfen. "Ich glaube schon, dass wir überraschen können", blickte Schopp positiv voraus.

Sieben Spiele, nur zwei Punkte und Schlusslicht: Der SCR Altach hat einen völlig verkorksten Saisonstart verzeichnet. Im Heimspiel gegen den WAC soll nun endlich die Wende eingeleitet werden. Das wäre auch für Werner Grabherr wichtig, wartet der seit Sommer amtierende Coach der Vorarlberger doch noch immer auf seinen Liga-Premierensieg.

Schaut man auf die Statistik, ist eine Heimniederlage am Samstag nicht zu erwarten. Altach ist seit sieben Liga-Heimspielen gegen den WAC ungeschlagen, wobei gleich sechs Siege herausschauten, darunter vergangene Saison ein 3:2 und 2:1. Das 2:1 am 14. April war auch zugleich der letzte SCRA-Dreipunkter vor eigenem Publikum in der Meisterschaft.

Während die Vorarlberger zuletzt mit dem 1:2 in Hartberg die dritte Niederlage in Folge kassierten, tankten die Kärntner mit einem 3:1-Heimsieg gegen Innsbruck Selbstvertrauen. "Wir waren dominant. Das war ein Auftritt, der mir sehr gefallen hat", blickte Coach Christian Ilzer gerne zurück. Daran gilt es anzuschließen. "Wir wollen das jetzt bestätigen. Es geht für uns darum, konstant gute Leistungen zu bringen", gab der Ex-Hartberg-Trainer die Marschroute vor.

(APA)

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