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Sturm will sich gegen die Austria aus "Ergebnistal" kämpfen

Sturm Graz entführte schon einige Punkte aus dem Horr-Stadion APA
Sturm Graz entführte schon einige Punkte aus dem Horr-Stadion

Nach langer Länderspielpause versprechen die Sonntags-Partien in der Fußball-Bundesliga wieder einiges an Brisanz. Sturm Graz will mit einem Erfolg bei der Wiener Austria punktemäßig mit den Violetten gleichziehen. Der Tabellenzweite St. Pölten kann nach dem Ausrutscher von Meister Salzburg mit einem Sieg in Mattersburg Punkte aufholen. Die Admira will indes gegen den WAC ihren Heimfluch beenden.

Mit Sturm gastiert im Schlager der elften Runde am Sonntag (17.00 Uhr) eine Mannschaft in der Generali Arena, die es der Austria trotz mangelnder Ausbeute im bisherigen Saisonverlauf schwer machen will. Nur ein Sieg in den jüngsten acht Runden steht bei Sturm zu Buche, Trainer Heiko Vogel ist nicht mehr unumstritten. Er sprach am Freitag von einem "kleinen Ergebnistal", das es zu durchschreiten gebe.

Die Steirer ziehen ihren Optimismus auch aus einer Niederlage. Beim 2:0 der Austria im Zweitrunden-Duell des ÖFB-Cups am 26. September waren die Grazer sicher nicht die schwächere Elf. Mit einem vollen Erfolg in Wien könnten die momentan sechstplatzierten Grazer an der auf Rang vier stehenden Austria sogar vorbeiziehen.

Deren 0:2-Niederlage in Altach warf zuletzt ebenfalls Fragen auf. Vor allem die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive sorgte auch bei der sportlichen Führung für Stirnrunzeln. Zehn Saisonstore in zehn Runden stehen derzeit zu Buche. Daran will man in Wien-Favoriten nun gearbeitet haben. "Wir brauchen mehr Chancen und müssen mehr Tore machen. Darauf haben wir das Augenmerk gelegt", berichtete Trainer Thomas Letsch über rückblickend "spannende Wochen" im Trainingsbetrieb.

Gleichzeitig will die Austria dem Gegner keine Räume öffnen und kompakt verteidigen. "Wir wollen stabil stehen, es aber auch offensiver angehen", erklärte Letsch. Weiter fehlen wird Abwehrchef Michael Madl, auch die Angreifer Bright Edomwonyi und Alon Turgeman sitzen wie gehabt Verletzungspausen aus. Letsch hoffte auf eine Vorstellung wie nach der jüngsten Länderspielpause Mitte September. Damals gab es ein 1:0 bei Rapid. "Wenn wir ähnlich gut auftreten wie im Derby, dann sind wir alle zufrieden", meinte der Deutsche.

Der SV Mattersburg empfängt indes bereits am Sonntagnachmittag (14.30 Uhr) den Tabellenzweiten SKN St. Pölten. Dabei steht das Trainerdebüt von Ranko Popovic bei den Niederösterreichern im Fokus. "Wir haben mit dem 2:1 gegen Innsbruck den ersten Heimsieg gefeiert. Es wäre fein, wenn wir noch einen draufsetzen können", meinte Mattersburg-Coach Klaus Schmidt.

Der Steirer, der am Match-Tag 51 Jahre alt wird, weiß aber, dass sein Team eine enorme Herausforderung erwartet. "St. Pölten kriegt kaum Tore, ist sehr stabil und hat einen neuen Trainer", betonte Schmidt, der die Länderspielpause genutzt hat, um "die Mannschaft weiterzuentwickeln und auch körperlich etwas zu machen. Wir haben überall ein paar Stellschrauben angezogen. Schauen wir, ob das schon am Sonntag Früchte zeigt."

Popovic, Nachfolger des zu Rapid gewechselten Dietmar Kühbauer, sprach vor seiner Bundesliga-Premiere als Chefcoach von einer "sehr schweren Partie. Mattersburg hat seit der Übernahme von Klaus Schmidt wieder einen klaren Spielplan", erklärte der 51-Jährige, der eine "kampfbetonte" Partie erwartet. "Deshalb wird es wichtig sein, dass wir da entsprechend dagegenhalten und unsere Chancen auch entsprechend nutzen."

St. Pölten ist auswärts in dieser Saison noch ungeschlagen, hat nach drei Siegen zuletzt ein 0:0 bei der Admira erreicht. In der Fremde kassierte man bisher nur einen einzigen Treffer (beim 2:1 in Altach). "Didi (Kühbauer, Anm.) hat das super gemacht und die Mannschaft gut umgesetzt", lobte Popovic die Arbeit seines Vorgängers und seiner Spieler in den höchsten Tönen. "Ich hoffe, es läuft weiter so." Sein erklärtes Ziel ist es, die Meisterrunde der Top sechs zu erreichen.

Schlusslicht Admira steht als einziger Fußball-Bundesliga-Club nach zehn Runden noch ohne Heimsieg da. Lediglich einen Punkt - am 26. August mit dem 0:0 gegen Mattersburg - holten die Südstädter in dieser Saison in der BSFZ-Arena. Diese Negativserie soll nun am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den WAC beendet werden, ist man doch gegen die Kärntner seit vier Heimspielen (3 Siege, 1 Remis) ungeschlagen.

"Diese Erfolgsserie wollen wir prolongieren und endlich daheim gewinnen", betonte Trainer Ernst Baumeister, der froh ist, dass sich die personelle Lage zuletzt entspannt hat. "Wir haben jetzt endlich wieder mehr Alternativen." Gleichzeitig warnte der 61-Jährige vor dem WAC: "Sie haben sich sehr gut verstärkt, spielen jetzt einen ganz anderen Fußball als die vergangenen Jahre und von hinten sehr schnell raus."

Der WAC steht sechs Punkte vor der Admira auf Platz fünf der Tabelle, hat aber zuletzt mit dem 1:4 gegen Tabellenführer Salzburg und dem 3:4 gegen Aufsteiger Hartberg zwei Heimniederlagen kassiert. "Wir werden sehr aggressiv und gut gerüstet in die Südstadt kommen", versprach deshalb Coach Christian Ilzer. "Nach den zwei Niederlagen wollen wir wieder eine Topleistung bringen und punkten."

(APA)

(Quelle: S24)

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