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US-Amerikaner Eaton mit Zehnkampf-Weltrekord zu WM-Gold

Ashton Eaton hat am Samstagabend im Vogelnest-Stadion in Peking sogar den großen Usain Bolt überstrahlt. Der 27-jährige US-Amerikaner verteidigte seinen Zehnkampf-WM-Titel mit Weltrekord, er verbesserte die von ihm gehaltene Bestmarke um sechs Punkte auf 9.045. Bolt gewann auch mit der jamaikanischen Sprintstaffel und heimste das Triple in Peking und seinen bereits elften WM-Titel ein.

Im entscheidenden 1.500-m-Lauf hatte sich Eaton voll verausgabt, er lag ausgepowert auf der Bahn. Nachdem er sich aufgerafft hatte, fiel der Lohn reichlich aus. Erst gab es Küsschen von Ehefrau Brianne Theisen-Eaton, die Siebenkampf-Silber für Kanada gewonnen hatte. Zudem kassiert er für den Titelgewinn 60.000 Dollar und als Weltrekordprämie noch einmal zusätzlich 100.000.

Erster Weltrekord bei WM geknackt

Es war der erste Weltrekord bei der WM in Peking und der 27. überhaupt bei 15 Welttitelkämpfen. Silber ging an den Kanadier Damian Warner (8.695), Bronze an den Deutschen Rico Freimuth (8.561). "Das Ergebnis ist überwältigend, aber ich habe es nicht alleine gemacht. Auf den 1.500 m habe ich mich an den Mann aus Algerien gehalten, als er das Tempo erhöhte, habe ich versucht mitzuhalten. Das hat mir sehr geholfen", sagte Eaton.

Bolt und Co. weisen USA in die Schranken

Zum Abschluss des vorletzten WM-Abends durfte Bolt nochmals ran, mit seinen Teamkollegen Nesta Carter, Asafa Powell und Nickel Ashmeade holte er in der Jahresweltbestzeit von in 37,36 Sekunden die Goldmedaille, Bolt ließ als Schlussmann seinem schon über die 100 und 200 unterlegenen US-Konkurrenten Justin Gatlin keine Chance.

Wechselfehler: Team USA scheidet aus - China Zweiter

Doch für Gatlin kam es noch schlimmer. Die Amerikaner hatten in die Flaggen ihres Landes gehüllt die Ehrenrunde fast absolviert, als auf der Videowall im Stadion das Ergebnis eingeblendet wurde und hinter den USA ein "disqualifiziert" stand. Das Quartett durfte sich dann gemeinsam mit 55.000 Zuschauern im Stadion auch den Lauf nochmals ansehen und damit auch den Wechselfehler bei der letzten Übergabe. Applaus brandetet auf, denn China war nun Zweiter und Kanada Dritter. Bei den Frauen holte sich Jamaika Sprint-Gold, für Shelly-Ann Fraser-Pryce bedeutete das den zweiten Titel in Peking nach Einzelgold über 100 m. Silber ging an die USA, Bronze an Trinidad und Tobago.

Farah staubt den nächsten Titel ab

Mo Farah hat sein WM-Langstrecken-Double wiederholt. Der Brite gewann die 5.000 m in 13:50,38 Minuten vor dem Kenianer Caleb Ndiku (13:51,75) und dem Äthiopier Hagos Gebrhiwet (13:51,86). Farah hatte bei der China-WM bereits die 10.000 m für sich entschieden. Der Doppel-Olympiasieger holte seinen dritten WM-Titel en suite über 5.000 m. Es ist somit sein siebenter Langstrecken-Titelgewinn bei Großereignissen auf Weltebene en suite. "Das Double zu gewinnen ist unglaublich. Es war nicht einfach, es kostete viel Energie. Aber man muss nur immer an sich glauben", sagte Farah.

Hochsprung fest in russischer Hand

Hallen-Hochsprung-Weltmeisterin Maria Kutschina holte sich erstmals auch Freiluft-WM-Gold. "Ich war bereit für den Kampf", jubelte die 22-jährige Russin nach vollbrachter Arbeit. Sie überquerte 2,01 Meter ohne Fehlversuch, die kroatische Doppel-Weltmeisterin Blanka Vlasic kam mit selber Höhe auf den Silberrang, die russische Olympiasiegerin Anna Tschitscherowa sprang ebenfalls mit 2,01 zu Bronze.

Slowakei feiert erste WM-Goldmedaille

Über die 800 m gewann die Weißrussin Marina Arsamasowa nach EM-Gold 2014 in Zürich nun ihre erste WM-Goldmedaille. Die 27-Jährige setzte sich vor der Kanadierin Melissa Bishop (1:58,12) und Titelverteidigerin Eunice Sum (1:58,18) aus Kenia durch. Die erste WM-Goldmedaille in der Geschichte für die Slowakei ging der 32-jährige Matej Toth nach Hause. Er schritt über 50 Kilometer Gehen in einem einsamen Rennen in 3:40:32 Stunden vor dem Australier Jared Tallent (3:42:17) und dem Japaner Takayuki Tanii (3:42:55) zum Titel. Toth hatte sogar Zeit für eine kleine Klo-Pause.

 

(APA)

(Quelle: S24)

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