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US-Justiz ermittelt gegen Jack Warner wegen Haiti-Hilfe

Immer mehr Vorwürfe gegen Warner Salzburg24
Immer mehr Vorwürfe gegen Warner

Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Jack Warner steht nach Informationen der BBC im Verdacht, Hilfsgelder für Opfer des Erdbebens auf Haiti zur Seite geschafft zu haben. Wie der britische Sender am Dienstag berichtete, ermittelt die US-Justiz gegen Warner, einen Bürger des karibischen Inselstaates Trinidad und Tobago. Bei dem Erdbeben 2010 waren mehrere Hunderttausend Menschen getötet worden.

Die US-Behörden haben einen Auslieferungsantrag für Warner gestellt, der in seiner Heimat nach Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 2,5 Millionen Dollar frei ist. Warner war der frühere Chef des Fußballverbandes für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (CONCACAF). Die US-Justiz beschuldigt ihn der Korruption, Verschwörung sowie des organisierten Verbrechens.

Nach Informationen der BBC brachte Warner fast 672.000 Euro von der FIFA und dem koreanischen Fußballverband für den Wiederaufbau der stark zerstörten Insel auf. Um wie viel Geld es bei möglichen Unregelmäßigkeiten ging, schrieb die BBC nicht.

Vorwürfe wegen des möglichen Missbrauchs der Spendengelder für Haiti waren nach Angaben der britischen Tageszeitung "Guardian" schon 2012 laut geworden. Damals hatte der Verband von Trinidad und Tobago geklagt, dass das für Haiti vorgesehene Geld auf ein von Jack Warner kontrolliertes Konto geflossen sei. Warner hatte die Vorwürfe damals abgetan. "Ich habe niemanden irgendwas zu beantworten. Wer Vorwürfe machen will, der macht Vorwürfe", hatte er gesagt. Die FIFA stellte laut "Guardian" Zahlungen an den Verband von Trinidad und Tobago ein.

(Quelle: S24)

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