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Vettel egalisierte in Abu Dhabi Schumacher-Rekord

Sebastian Vettels Siegeshunger ist noch lange nicht gestillt. Eine Woche nach der neuerlichen Weltmeister-Krönung hat der Deutsche am Sonntag in Abu Dhabi die Konkurrenz deklassiert und eine Rekordserie von Michael Schumacher egalisiert. Sein dritter Triumph auf dem Yas Marina Circuit war gleichzeitig sein siebenter Saisonsiegsieg in Serie - das hatte bis dato nur "Schumi"im Jahr 2004 geschafft.

"Das Auto war einfach brillant. Ich bin über die Strecke geflogen", meinte Vettel, der den elften Saison- und 37. Karriere-Sieg seinen nach Abu Dhabi mitgekommenen Eltern widmete. Wie vor einer Woche in Indien feierte der 26-Jährige auch in Abu Dhabi nach der Zieldurchfahrt mit rauchenden Reifen und zeichnete sogenannte "Donuts"-Kreise in den Asphalt.

"Das kannst diesmal du bezahlen", ließ Red-Bull-Teamchef Christian Horner seinen Musterschüler via Funk wissen. Denn nach dem Indien-Rennen hatte Red Bull eine Geldstrafe von 25.000 Euro aufgebrummt bekommen. "Ich glaube, dass es diesmal keine Strafe geben wird", meinte Vettel optimistisch.

Vettel überholte gleich beim Start seinen auf die Pole Position gefahrenen Teamkollegen Mark Webber und fuhr danach an der Spitze ein einsames Rennen. Nach den 55 Runden hatte der vierfache Weltmeister mehr als eine halbe Minute Vorsprung auf Webber (+ 30,8 Sekunden) und den drittplatzierten Deutschen Nico Rosberg im Mercedes (33,7).

Brechen kann Vettel die Bestmarke von Schumacher bereits am 17. November beim Grand Prix der USA in Austin/Texas. Vor diesem Rennen führt Vettel die WM mit 347 Punkten hoch überlegen vor dem in Abu Dhabi fünftplatzierten Fernando Alonso (217) und dem am Sonntag ausgeschiedenen Kimi Räikkönen (183) an.

Gemeinsam mit Vettel darf sich auch das österreichisch-englische Red-Bull-Team über immer neue Superlativen freuen. Für die Truppe von Firmenchef Dietrich Mateschitz war es bereits der 45. Sieg in der Formel 1, zudem der 15. Doppelerfolg.

Das Red-Bull-Team musste Vettel in Abu Dhabi immer wieder daran erinnern, es nicht zu übertreiben, die Reifen und sein Auto zu schonen. Doch der Champion folgte der Anweisung nur bedingt. Wie so oft wollte er sich auch noch die schnellste Rennrunde sichern. Diesmal aber klappte es nicht. Erzrivale Alonso schnappte Vettel diesen kleinen Prestigeerfolg weg.

Der zweitplatzierte Webber wusste natürlich, dass er den möglichen ersten Saisonsieg mit dem verpatzten Start verschenkt hat. "Leider war der Beginn des Rennens nicht gut genug. Da hat sich Sebastian den Vorsprung herausgefahren, danach hatte ich keine Chance mehr, ihn einzuholen", sagte der 37-Jährige, für den mit Saisonschluss seine zwölfjährige Formel-1-Karriere zu Ende geht.

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