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Vierschanzentournee: Kamil Stoch als designierter Tourneesieger zum Finale in Bischofshofen

Nur ein Sturz kann ihn noch aufhalten APA (dpa)
Nur ein Sturz kann ihn noch aufhalten

An Kamil Stoch führt bei der 66. Vierschanzentournee kein Weg vorbei. Der 30-jährige Pole war in fünf von bisher sechs Sprüngen der Beste und kommt nach drei Tageserfolgen als designierter Gesamtsieger zum Finale am Samstag (17.00 Uhr/live ORF eins) in Bischofshofen (Pongau). Nach dem Aus des Deutschen Richard Freitag hat Stoch 64,5 Punkte Vorsprung auf dessen Landsmann Andreas Wellinger.

Der Doppel-Olympiasieger könnte als Vorjahressieger von Bischofshofen neuerlich die Adler-Trophäe gewinnen, aber auch ein Kapital Skisprunggeschichte schreiben. Denn mit einem weiteren Erfolg auf der Außerleitner-Schanze wäre Stoch nach Sven Hannawald (2001/02) erst der zweite Skispringer, der alle vier Bewerbe einer Auflage gewinnt. Bisher waren neun Athleten mit drei Tagessiegen zum Finale gekommen, doch nur Hannawald hat den Grand Slam geschafft.

Vierschanzentournee Ð Siege Salzburg24
Vierschanzentournee Ð Siege

"Dazu braucht man Glück. Wir werden sehen."

Doch Skisprunggeschichte ist für den Absolventen der Sportakademie in Krakau, der auch schon Weltmeister (2013) und Weltcupsieger (2013/14) war, offenbar kein Hauptfach. "Ich schaue nicht auf Gewinne oder Rekorde, das bedeutet mir nichts", beteuerte Stoch in Innsbruck. "Ich fokussiere mich auf das Springen und freue mich, wenn mir das sehr gut gelingt."

Freitag ausgeschieden, Wellinger macht Jagd auf Stoch

Vom möglichen Grand Slam wollte Stoch noch nicht sprechen. "Dazu braucht man auch Glück. Wir werden sehen", sagte der Skisprung-Star aus Zakopane. Kein Glück hatte am Donnerstag der Deutsche Richard Freitag. Der einzige verbliebene Rivale Stochs stürzte in Innsbruck im ersten Durchgang und musste aus der Tournee aussteigen.

Es sei nicht leicht, über diese Situation zu sprechen, sagte Stoch. "Es ist traurig. Wir arbeiten alle hart, aber solche Dinge passieren eben. Ich wünsche Richie, dass er bald auf dem höchsten Niveau zurück ist."

Erster Verfolger des Tournee-Dominators ist nun Vize-Weltmeister Wellinger mit den Tagesrängen zehn, elf und drei. "Kamil kann sich nur selbst schlagen und das wird nicht passieren", sagte der 22-jährige Bayer zur Ausgangslage. "Es wünscht ihm keiner, dass so etwas passiert wie dem Richie."

Kraft bei einem Trainingssprung am freitag in Bischofshofen./APA/Barbara Gindl Salzburg24
Kraft bei einem Trainingssprung am freitag in Bischofshofen./APA/Barbara Gindl

Vierschanzentournee: Österreicher um Kraft verunsichert

Österreichs Topspringern bleibt die Hoffnung, sich in Bischofshofen an dort früher gezeigten Leistungen aufzurichten. Michael Hayböck war als Zehntem in Innsbruck der gewünschte Aufschwung gelungen. Im Pongau hat er 2015 gewonnen und war danach Dritter sowie im Vorjahr Zweiter hinter Stoch.

Gregor Schlierenzauer kommt als zweifacher Sieger (zuletzt 2013) zum Tournee-Finale und Lokalmatador Stefan Kraft hat dort im Weltcup debütiert (2012) und 2013 als Dritter seinen ersten Podestplatz geholt. Nach dem 24. Platz am Bergisel gab der Doppel-Weltmeister zu, etwas verunsichert zu sein. Cheftrainer Heinz Kuttin setzte auch auf den Heimvorteil: "Vielleicht kommt in Bischofshofen die Leichtigkeit zurück. Darauf arbeiten wir hin."

(APA)

(Quelle: S24)

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