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Wacker klammert sich weiter an Durchhalteparolen

Für die Tiroler war 0:0 nächster Tiefschlag Salzburg24
Für die Tiroler war 0:0 nächster Tiefschlag

Das 0:0 vor eigenem Publikum im Kellerderby ist für den FC Wacker Innsbruck wie eine gefühlte Niederlage gewesen. Mit hängenden Köpfen schlichen die Wacker-Spieler nach der Partie in die Kabine. Sieben Runden vor Schluss liegen die Tiroler weiterhin neun Punkte hinter den Südstädtern. Die Durchhalteparolen klingen immer verzweifelter, aufgeben wollen sie aber noch nicht.

Auch wenn beim zehnfachen österreichischen Meister in seiner über hundertjährigen Geschichte der vierte Abstieg nach 1979, 2002 (Konkurs) und 2008 kaum mehr abzuwenden scheint - der Funken Hoffnung, an den sich die Innsbrucker noch klammern, ist das Vorjahr. Da lag der FC Wacker zwei Runden vor Schluss fünf Zähler hinter dem späteren Absteiger Mattersburg und schaffte mit dem Wunder von Wolfsberg noch in der letzten Minute die Ligazugehörigkeit.

"Natürlich spricht jetzt immer weniger für uns, das muss man glasklar sehen. Jetzt braucht es schon ein Wunder", gestand Trainer Michael Streiter. Der Nachfolger von Roland Kirchler muss nach acht Spielen weiter auf seinen ersten Sieg warten. Drastische Worte für den Negativlauf von nun elf Partien ohne Dreier fand der routinierte Schlussmann Szabolcs Safar. "Wir sind zu schwach, zu schlecht. Selbst gegen zehn Mann spielen wir unpräzise", sagte der 39-Jährige, dessen auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert wird.

Die Innsbrucker hatten es sich am Ende selbst zuzuschreiben, dass es bei der Nullnummer blieb. Gegen überraschend schwache und nach Gelb-Rot für Kapitän Richard Windbichler (73.) im Finish dezimierte Admiraner regierte nur Kampf und Krampf. Sichtbare Verunsicherung und auch fehlende Klasse prägten das Spiel der Hausherren.

Wackers Kapitän Lukas Hinterseer, dessen Wechsel zum deutschen Zweitligisten Ingolstadt im Sommer immer wahrscheinlicher wird, hatte die Entscheidung dennoch am Kopf. Bei der einzigen richtigen Torchance im Spiel vergab der Teamspieler in Minute 86 aus kurzer Distanz. "Die musst du einfach machen, wenn du in der Liga bleiben willst. Das tut ihm weh, tut uns weh, tut den Fans weh. Wir brauchen jetzt auch noch Hilfe von den anderen", sagte Streiter.

"Wir werden aber nach wie vor alles probieren, um den Anschluss zu finden. Wir haben doch einige Spiele noch zu Hause", wollte der Ex-Internationale nicht schwarz malen. Zunächst wartet aber die Reise nach Salzburg. Beim Meister hängen die Trauben am Samstag wahrscheinlich zu hoch. In den darauf folgenden sechs Runden tritt Wacker dann viermal im Tivoli-Stadion an. Inwiefern die heimische Kulisse ein Ansporn ist, bleibt aber fraglich. Im so wichtigen Spiel am Dienstag fanden sich gerade einmal 3.359 Zuschauer - darunter vier mitgereiste Admira-Anhänger - in der EM-Arena ein.

Die ebenfalls nicht überzeugende Admira konnte mit dem 0:0 gut leben. Trainer Walter Knaller sprach vom einem "riesigen Schritt" im Rennen um den Klassenverbleib. Ein weiterer könnte für die heimstarken Niederösterreicher am Samstag gegen Grödig folgen.

(Quelle: S24)

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