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Wiener Neustadt aus Bundesliga abgestiegen

Nach sechs Saisonen steigt Wr. Neustadt ab Salzburg24
Nach sechs Saisonen steigt Wr. Neustadt ab

Der Absteiger der Fußball-Bundesliga-Saison 2014/15 heißt SC Wiener Neustadt. Die Niederösterreicher kassierten am Sonntag vor eigenem Publikum gegen den SCR Altach durch ein Tor von Boris Prokopic (57.) eine 0:1-Heimniederlage und verpassten damit um fünf Punkte das rettende Ufer, weil der Vorletzte Admira gleichzeitig 1:0 in Grödig gewann.

Altach beendete die Saison noch vor Sturm (0:0 daheim gegen Ried) an der dritten Stelle und stellte mit 59 Zählern einen neuen Punkterekord für einen Aufsteiger auf. Das Vorgeplänkel auf das Cupfinale zwischen Austria und Meister Salzburg endete in Wien 1:1, Vize-Champion Rapid gewann gegen den WAC im Lavanttal 5:0 und feierte damit den ersten Auswärtssieg bei den Wolfsbergern.

Erst in der 24. Minute wurden die Wr. Neustädter von Helgi Kolvidsson erstmals gefährlich. Dominik Hofbauer zog allein Richtung Tor und kam nach einem Duell mit Jan Zwischenbrugger zu Fall - ein Pfiff von Schiedsrichter Rene Eisner blieb allerdings aus. Unmittelbar davor hatten die Altacher die große Chance auf die Führung ausgelassen, als Patrick Salomon aus guter Position an SC-Schlussmann Thomas Vollnhofer gescheitert war.

Ihre beste Phase hatten die Wiener Neustädter vor den Augen von ÖFB-Star David Alaba kurz vor der Pause: In der 42. Minute verfehlte ein Freistoß von Kristijan Dobras knapp das Ziel, eine Minute später traf Daniel Maderner Altach-Goalie Sebastian Brandner aus kurzer Distanz am Kopf und in der 44. Minute landete ein Dobras-Schuss an der Stange.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Vorarlberger jedoch als bessere Mannschaft. Nachdem sich die Hausherren bei einem Eckball ein kollektives Nickerchen geleistet hatten, bedankte sich Prokopic und schob in der 57. Minute zum entscheidenden Treffer ein.

Danach plätscherte die Partie dem Schlusspfiff entgegen. Während die Wiener Neustädter keine wirklich zwingende Chance mehr vorfanden, hätte Ngwat-Mahop in der 77. Minute fast auf 2:0 gestellt, fand aber neuerlich in Vollnhofer seinen Meister.

Mit ihrem ersten Auswärtssieg nach zuvor vier erfolglosen Versuchen beendeten die Altacher die Spielzeit an der dritten Stelle, übertrafen die bisherige Rekordmarke des GAK in der Saison 1995/96 und sind mit 59 Zählern der punktebeste Aufsteiger der Bundesliga-Geschichte.

Am Ende der von Admira-Trainer Oliver Lederer "gefühlt längsten Woche im Leben" sorgte indes Joker Toni Vastic mit dem einzigen Tor des Spiels (77.) für Jubel und Erleichterung im Lager der Südstädter. Der 37-jährige Lederer, der aufgrund einer fehlenden UEFA Pro-Trainerlizenz seinen Sessel als Cheftrainer räumen muss, schickte vor 1.612 Zuschauern im Grödiger Das.Goldberg Stadion seine momentane A-Elf auf den Rasen.

Bei Grödig, das schon vor der Partie als Tabellenachter feststand, wurden vor dem letzten Saison-Heimspiel einige Mannschaftsstützen verabschiedet. Die Leistungen der drei zukünftigen Rapidler Stefan Nutz, Philipp Huspek und dem Spanier Tomi wurde ebenso gewürdigt wie jene von ÖFB-U21-Torhüter Cican Stankovic, der lediglich ein paar Kilometer weiter zu Meister Red Bull Salzburg übersiedelt. Zudem verlassen Simon Handle und Stürmer Sunday Emmanuel, der sich in Grödig nicht durchsetzen konnte, den Verein.

Sturm Graz erreichte das Saisonziel mit dem Erreichen des internationalen Startplatzes, verlor aber das Rennen um Rang drei. Die Steirer mussten sich daheim gegen die SV Ried mit einem torlosen Remis begnügen. Ex-Meister Sturm schloss damit wie 2013 auf dem vierten Rang ab.

Die besten Möglichkeiten hatte die stark ersatzgeschwächte Foda-Elf vor dem Wechsel gehabt. Doch Tadic scheiterte zweimal (16./Flugkopfball drüber, 37.) und auch Schick traf nach Solo nicht (40.). Ein Avdijaj-Freistoß (68.) blieb eine der wenigen Möglichkeiten nach der Pause. Sturm fand trotz optischer Überlegenheit vor dem gegnerischen Strafraum kein Rezept. Ried stand hinten sehr kompakt, tat aber selbst wenig für die Offensive.

Die Wiener Austria erreichte ein 1:1 (0:0) gegen Meister Red Bull Salzburg, der am Mittwoch im Cup-Finale in Klagenfurt erneut Gegner der Favoritner ist. "Joker" Philipp Zulechner hatte die Gastgeber (69.) in Führung gebracht, doch Marco Djuricin (76.) erzielte noch den Ausgleich zum leistungsgerechten 1:1.

Damit holte Austria-Interimscoach Andreas Ogris, der im Sommer vom Deutschen Thorsten Fink abgelöst und diesem künftig als einer von zwei Co-Trainern zur Seite stehen wird, in seinen zehn Liga-Spielen nur zehn Punkte (2 Siege bei je 4 Remis und Niederlagen). Am Ende der katastrophalen Meisterschaftssaison schaute für den Champions-League-Teilnehmer von 2013 mit 43 Punkten nur Rang sieben heraus. Die erfolgreichen Titelverteidiger aus Salzburg beendeten die Liga dagegen mit 73 Zählern und 99 Toren.

Vier Tage nach dem ersten Sieg in Grödig gewann Rapid Wien auch in Wolfsberg. Der Vize-Meister deklassierte den WAC in der Lavanttal-Arena mit 5:0 (0:0) und ist damit auch beste Frühjahrsmannschaft vor Meister Salzburg. Elf Siege und nur eine Niederlage haben die Hütteldorfer in den 17 Spielen dieses Jahres verbucht.

Louis Schaub mit einem Doppelpack (50., 93.) und Robert Beric mit einem Hattrick innerhalb von 22 Minuten (63., 83., 85.) erzielten die Tore, die Rapid im sechsten Anlauf erstmals einen Sieg in Wolfsberg brachten.

(Quelle: S24)

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