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Streit mit Anna Fenninger: ÖSV änderte offenbar Sitzungsprotokoll nachträglich

Die Werbekampagne mit Mercedes wurde offenbar doch besprochen. APA/MERCEDES-BENZ ÖSTERREICH
ABD0102_20150616 - WIEN - ?STERREICH: ZU APA0336 VOM 16.6.2015 - Nach einer Mercedes-Anzeigen-Kampagne mit Skirennl?uferin Anna Fenninger, sieht sich nun ?SV-Pr?sident Peter Schr?cksnadel zum Handeln gezwungen. Mobilit?tspartner des ?SV ist Audi, laut Konkurrenzklausel ist eine Kooperation dieser Art mit Mercedes f?r Fenninger nicht m?glich. Im Bild: Anna Fenninger auf einem Werbe-Sujet von Mercedes-Benz ?sterreich. +++ NUR F?R REDAKTIONELLE ZWECKE FREIGEGEBEN Ð KEIN WEITERVERKAUF - - VOLLST?NDIGE COPYRIGHTNENNUNG VERPFLICHTEND +++. - FOTO: APA/MERCEDES-BENZ ?STERREICH - +++ WIR WEISEN AUSDR?CKLICH DARAUF HIN, DASS EINE VERWENDUNG DES BILDES AUS MEDIEN- UND/ODER URHEBERRECHTLICHEN GR?NDEN AUSSCHLIESSLICH IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ANGEF?HRTEN ZWECK ERFOLGEN DARF - VOLLST?NDIGE COPYRIGHTNENNUNG VERPFLICHTEND +++

Ein dem "WirtschaftsBlatt" vorliegendes Protokoll soll bestätigen, dass die Mercedes-Kampagne von Ski-Superstar Anna Fenninger mit dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) besprochen war. "Der ÖSV änderte dieses nachträglich", berichtete die Zeitung am Mittwochabend vorab auf ihrer Homepage.

Dem "WirtschaftsBlatt" liegen die Protokolle der rund sieben Stunden dauernden Sitzung vom 10. Juni in Anif vor. An diesem Aussprache-Gipfel hatten Fenninger (AF), ihr deutscher Manager Klaus Kärcher, ÖSV-Sportdirektor Hans Pum und ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner sowie Anwälte von beiden Seiten - Markus Wekwerth für Fenninger und Herbert Hübel für den ÖSV - teilgenommen.

War Mercedes-Kampagne besprochen?

In der Mitschrift von Fenningers Seite findet sich laut "WirtschaftsBlatt" der entscheidende Satz: "Dem Verband wird mitgeteilt, dass aufgrund der Vorgänge von, um und mit Audi ein unüberwindbarer Vertrauensverlust eingetreten ist und AF künftig mit MBÖ (Mercedes-Benz Österreich, Anm.) und Laureus zusammenarbeiten wird. Im Rahmen dieser Kooperation zugunsten der sozialen Projekte von AF werden auch Anzeigenkampagnen geschaltet."

ÖSV beantwortete keine Fragen

Im Protokoll des ÖSV findet sich danach der Zusatz: "Das entspricht nicht dem Gesprächsinhalt. Vom Verband wird auf die bestehenden Reglements und das entsprechende Offizialisierungserfordernis hingewiesen." Ebenso ist in der ÖSV-Version ergänzt: "Von Seite AF wird vermeint, man könne Sportperson und Privatperson trennen, was der Verband verneint." Wie aus dem Textverarbeitungsprogramm hervorgehen soll, sollen diese Sätze im Nachhinein vom ÖSV in das Protokoll eingefügt worden sein. Der ÖSV beantwortete Fragen zu den Anifer Gesprächen nicht, gibt aber am Donnerstag um 10.30 Uhr eine Pressekonferenz in Wien.

Audi wollte nicht mit Fenninger

Fenninger hätte nichts gegen einen Sponsorenvertrag mit Audi gehabt, sagte ihr Manager Kärcher. Aber Audi wolle offenbar seit drei Jahren nichts mit ihr zu tun haben. Auch der ÖSV nimmt darauf im Anifer Protokoll Bezug: "AF sei bei mehreren Gelegenheiten von Audi übergangen worden, daher der Vertrauensverlust."

Fenninger: "Ehrlichkeit hat hier keinen Platz"

Fenninger hatte am Dienstagabend mit einer scharf formulierten persönlichen Stellungnahme auf die Streitigkeiten ihres Managements mit dem ÖSV reagiert. "Wenn wir ehrlich sind zählt meine Meinung nicht - mir wird sowieso das Wort im Mund umgedreht. Ehrlichkeit hat hier keinen Platz - ich bin müde und kann nicht mehr. Ich habe all diese Lügen satt!", schrieb die Salzburgerin, die am Donnerstag 26 Jahre alt wird. "Sieben Stunden an einem runden Tisch bespricht man Punkt für Punkt inklusive dem Laureus/Mercedes-Thema. Die Herrschaften zeigen sogar Verständnis und doch ist wieder alles ganz anders. Jetzt verstehe ich auch, warum neutrale Personen an diesem Tisch nicht erwünscht waren", hatte sich Fenninger dabei auch zum Gespräch in Anif vor einer Woche geäußert.

Fenningers Facebook-Offensive hat in den ersten 24 Stunden bis Mittwochabend bereits mehr als 100.000 "Likes" erhalten. Mehr als 7.400 Mal wurde der Beitrag geteilt.

(APA)

(Quelle: S24)

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