Jetzt Live
Startseite Wintersport
Masterplan für Play-off

Brucker: So tickt Salzburgs Eis-Bullen-Coach

Andreas Brucker soll das Ruder beim EC Red Bull Salzburg wieder herumreißen. Im SALZBURG24-Video spricht der neue Bullen-Coach über mental angeknaxte Eis-Cracks, den Nationalitäten-Mix im Team der Mozartstädter und seinen Masterplan für die Play-offs.

Am Mittwochvormittag leitete nach dem Poss-Rauswurf bereits Brucker mit den Assistenz-Trainern Niklas Hede, Andrei Lavrov und Santeri Hilli die erste Einheit am Eis. "Es wirkt, als ob den Spielern etwas vom Herzen gefallen ist", erklärte der Neo-Coach im Gespräch mit SALZBURG24.

Nationalitäten-Mix bei Salzburgs Eisbullen

Unter Poss kam es zuletzt immer wieder zu Grüppchen-Bildungen zwischen den verschiedenen Nationalitätenauf und abseits des Eises, eine sportliche Talfahrt war die Folge. "Das wollen wir schnell ändern und werden in den vier Linien einen Nationalitäten-Mix vornehmen", sagte Brucker, der allerdings auf Platzwechsel in der Kabine verzichten will. Kapitän Matthias Trattnig, der jüngst sein 750. EBEL-Spiel absolvierte, sieht die Ursache der sportlichen Bankrotterklärung ähnlich: "Wir spürten vom Trainer kein Vertrauen und traten nicht mehr als geschlossene Gemeinschaft auf. Es war nicht leicht, immer auf die sportliche Leistung angesprochen zu werden. Nun ist alles viel lockerer und kommunikativer."

Eishockey: Salzburgs neues Trainerteam stellt sich vor EC Red Bull Salzburg
Eishockey: Salzburgs neues Trainerteam stellt sich vor

Bei den Eis-Bullen herrschte Spannung, die Lockerheit ging bei den Cracks verloren. "Bei einigen Spielern fehlte der Spaß, den gilt es nun wieder zu finden. Wir wollen mit typischen Red-Bull-Hockey die Salzburger Fans zurück gewinnen. Die letzten Jahre waren wir stets aggressiv, schnell und spielten dynamisches Eishockey", weiß der 51-jährige Linzer, wo der Hebel anzusetzen ist.

Sprung in Pick-Round auf Platz vier?

Der neue Chef hat nun zwei Wochen und fünf Spiele Zeit, um das Team vor Beginn der Play-offs aufzurichten. "Wir wollen unbedingt auf Rang vier vor und das Heimrecht erkämpfen", lautet Bruckers Marschrichtung, der keine klare Nummer eins im Tor sieht. Sein Team habe mit Steve Michalek und Lukas Herzog zwei Torhüter auf gutem Niveau. Während der Fahrt nach Ungarn, wo am Freitag um 18 Uhr Fehervar wartet, wird das Trainerteam mit allen Führungsspielern Einzelgespräche führen. "Da ich es für wichtig empfinde, jeden Einzelnen mental wieder aufzubauen."

Thomas Raffl (Überlastung in der Hüfte) und Alexander Pallestrang (Rückenprobleme) werden wohl auch noch am Sonntag in Bozen fehlen. Dennoch: Ein Ruck ist auch ohne die rekonvaleszenten Leader in der Eishalle im Volksgarten zu spüren.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 23.05.2019 um 07:30 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/andreas-brucker-so-tickt-salzburgs-eishockey-coach-66427084

Kommentare

Mehr zum Thema