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Dopingskandal

Olympiasieger Peiffer schießt gegen Österreicher

Arnd Pfeiffer APA/AFP/TT News Agency/Pontus LUNDAHL
"Das sind Idioten", schießt Olympiasieger Arnd Peiffer gegen Österreichs gedopte Sportler.

Einen Tag vor dem Start der Biathlon-WM in Östersund (Schweden) bezeichnet der deutsche Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer die zuletzt aufgeflogenen österreichischen Doper als "Idioten".

"Ich war erschüttert, dass so etwas wieder vorkommt. Vor allem bei den Österreichern. Da denke ich mir, die müssen auch langsam mal gelernt haben. Nach Turin 2006, Johannes Dürr 2014 und Harald Wurm 2016 nun das. Da frage ich mich, was da los ist", sagte Peiffer dem Magazin "Sport Bild".

Arnd Peiffer bezeichnet Doper als "Idioten"

Der Olympiasieger von 2018 und Weltmeister von 2011 ergänzte: "Das sind für mich Idioten, die unseren ganzen Sport in Verruf bringen." Olle Dahlin, der Präsident des Biathlon-Weltverbandes (IBU), hat im Anti-Doping-Kampf keine Angst vor behördlichen Maßnahmen wie zuletzt bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld. "Wenn hier etwas passiert, kann ich nur sagen, dass es gut ist, wenn verbotene Dinge ans Licht kommen", sagte Dahlin der Deutschen Presse-Agentur einen Tag vor dem Start der WM in Östersund.

Dahlin: "Doping ist globales Problem"

Kenntnis über besondere Vorbereitungen oder womöglich eine anstehende Razzia hat der Schwede aber nicht: "Ich habe nicht mehr Informationen, als in der Öffentlichkeit bekannt sind. Doping ist ein globales Problem." Die Maßnahmen der österreichischen Behörden in der Vorwoche habe er genau verfolgt. "Ich hoffe, dass es abschreckt und bei den Dopern die Alarmglocken klingeln", sagte Dahlin: "Es ist wichtig, dass wir mit dieser Situation richtig umgehen und es kein Doping mehr gibt."

(APA)

Olle Dahlin, der Präsident des Biathlon-Weltverbandes (IBU), hat im Anti-Doping-Kampf keine Angst vor behördlichen Maßnahmen wie zuletzt bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld. "Wenn hier etwas passiert, kann ich nur sagen, dass es gut ist, wenn verbotene Dinge ans Licht kommen", sagte Dahlin der Deutschen Presse-Agentur einen Tag vor dem Start der WM in Östersund
(Quelle: SALZBURG24)

Doping: Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren drohen

Doping APA/Georg Hochmuth/SYMBOLBILD
Doping/Symbolbild

Laut dem Anti-Doping-Bundesgesetz von 2007 drohen im Zusammenhang mit Doping bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

Hier ein Auszug aus dem Anti-Doping-Bundesgesetz vom 06.03.2019:

Wer zu Zwecken des Dopings im Zusammenhang mit jeglicher sportlicher Aktivität

  1. für alle Sportarten verbotene Wirkstoffe gemäß Referenzliste der Anti-Doping-Konvention (Verbotsliste), soweit diese nicht Suchtmittel im Sinne des Suchtmittelgesetzes sind, in Verkehr setzt, bei Sportlern (§ 1a Z 21) oder anderen anwendet oder
  2. in der Verbotsliste genannte verbotene Methoden zur künstlichen Erhöhung des Sauerstofftransfers (Blutdoping) oder Gendoping (die nicht therapeutische Anwendung von Zellen, Genen, Genelementen oder der Regulierung der Genexpression zur Erhöhung der sportlichen Leistungsfähigkeit) bei Sportlern (§ 1a Z 21) oder anderen anwendet, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.


Ebenso ist zu bestrafen, wer in der Verbotsliste genannte anabole Substanzen, Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika, Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren vorschriftswidrig in einer die Grenzmenge (Abs. 7) übersteigenden Menge mit dem Vorsatz besitzt, dass sie zu Zwecken des Dopings im Zusammenhang mit jeglicher sportlicher Aktivität in Verkehr gesetzt oder bei Sportlern (§ 1a Z 21) oder anderen angewendet werden.

Doping: Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren

Wer eine Straftat nach Abs. 1 Z 1 in Bezug auf in der Verbotsliste genannte anabole Substanzen, Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika, Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren begeht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen.

Wer

  1. eine Straftat nach Abs. 1 in Bezug auf Minderjährige begeht und selbst volljährig und mehr als zwei Jahre älter als der Minderjährige ist, oder
  2. eine Straftat nach Abs. 1 begeht, innerhalb der letzten zwölf Monate vor der Tat zumindest drei solche Taten begangen und in der Absicht gehandelt hat, sich durch ihre wiederkehrende Begehung eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.


Wer eine Straftat nach Abs. 4 in Bezug auf in der Verbotsliste genannte anabole Substanzen, Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika, Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren begeht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, handelt es sich jedoch um eine die Grenzmenge (Abs. 7) übersteigende Menge, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

Nach Abs. 1 bis 5 ist der Täter nur zu bestrafen, wenn die Tat nicht nach anderen Bestimmungen mit strengerer Strafe bedroht ist. Der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport hat im Einvernehmen mit der Bundesministerin oder dem Bundesminister für Gesundheit und der Bundesministerin oder dem Bundesminister für Justiz mit Verordnung für die einzelnen in der Verbotsliste genannten anabole Substanzen, Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika, Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren, bezogen auf die Reinsubstanz des Wirkstoffes, die Untergrenze jener Menge festzusetzen, die geeignet ist, in großem Ausmaß eine Gefahr für das Leben oder die Gesundheit von Menschen herbeizuführen (Grenzmenge).

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