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Courchevel-Slalom

Shiffrin holt 50. Sieg

Bernadette Schild ausgeschieden

Top-Favoritin Mikaela Shiffrin hat am Samstag auch den Slalom in Courchevel und damit ihr bereits 50. Rennen im alpinen Ski-Weltcup gewonnen. Die 23-Jährige, die schon am Vortag den Riesentorlauf für sich entschieden hatte, setzte sich vor der Slowakin Petra Vlhova (+0,29 Sek.) sowie der Schwedin Frida Hansdotter (0,37) durch. Beste ÖSV-Dame war die Vorarlbergerin Katharina Liensberger als Fünfte. Die Salzburgerin Bernadette Schild schied aus.

Als beste Österreicherin landete Katharina Liensberger (1,30) auf Platz fünf. Für die 21-Jährige, zuletzt bereits Vierte im Parallelslalom in St. Moritz, ist dies das bisher beste Weltcup-Resultat in einem Spezialslalom. "Das ist ein positives Ergebnis vor Weihnachten", betonte die Vorarlbergerin, die im zweiten Lauf 0,33 Sekunden hinter Hansdotter, aber noch vier Hundertstel vor Shiffrin die zweitbeste Zeit erzielte.

Schild fädelt ein

Katharina Truppe war nach dem ersten Durchgang noch mit Liensberger ex aequo auf Rang neun gelegen. Nach einem verpatzten Finale musste die 21-jährige Kärntnerin mit dem elften Platz zufrieden sein, während die Halbzeitdritte Bernadette Schild aus Salzburg nach einem Einfädler ausschied. Die restlichen fünf Österreicherinnen - Katharina Huber (32.), Michaela Dygruber (36.), Franziska Gritsch (47.), Hannah Köck (51.) und Marie-Therese Sporer (out) - hatten allesamt den zweiten Lauf der Top 30 verpasst.

Shiffrin: "Habe kämpfen müssen"

Shiffrin dachte zunächst bei der Zieldurchfahrt, dass sie den Jubiläumssieg um vier Hundertstel verpasst hatte. Denn diesen Rückstand hatte sie bei der letzten Zwischenzeit auf Vlhova gehabt. Doch auf den letzten 16,5 Fahrsekunden auf dem von ihrem Trainer Jeff Lackie gesetzten Kurs fixierte sie dann noch relativ klar den schon am Vortrag angekündigten Triumph. "Ich habe kämpfen müssen", gestand aber Shiffrin im ersten ORF-Interview. "Der Schlüssel war die richtige Balance, damit ich den Ski laufen lassen kann. Das ist natürlich riskant, aber auch verrückt, was da dann alles möglich ist."

35. Slalom-Sieg für Shiffrin

Für Shiffrin war es nach Lake Louise (Super-G), St. Moritz (Super-G und Parallelslalom) und dem Riesentorlauf am Vortag in Courchevel bereits der fünfte Sieg en suite und ihr bereits siebenter in dieser Saison. Dazu steht sie nun mit ihrem 35. Erfolg in einem klassischen Slalom auf einer Stufe mit ihrem Vorbild Marlies Schild. Noch in diesem Jahr - am 29. Dezember am Semmering - hat sie die Chance, zur alleinigen Nummer eins in diesem Ranking aufzusteigen.

50 Weltcup-Siege mit 23 Jahren

Dass sie so schnell die Marke von 50 Weltcup-Siegen erreicht hat, könne sie kaum glauben, "schließlich bin ich doch erst 23 Jahre alt". Keine andere Skirennläuferin - weder Österreichs Jahrhundertsportlerin Annemarie Moser-Pröll noch ihre Landsfrau Lindsey Vonn -, und auch nicht Rekordsieger Ingemar Stenmark oder ÖSV-Superstar Marcel Hirscher hatten so jung so viele Rennerfolge vorzuweisen.

(APA)

(Quelle: APA)

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