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Eis-Bullen vor Startschuss Titelfavorit

Mit einem Klub weniger, einer Limitierung der Transferkarten und dem EC Red Bull Salzburg als Titel-Mitfavorit startet die österreichische Liga am Freitag in die 17. Erste-Bank Eishockey-Liga-Saison (EBEL). Vier Länder aus elf Nationen kämpfen ab Freitag um den Titel.

Der Ausstieg von Zagreb und die ungerade Teilnehmerzahl passt nicht ins Bild einer Liga, die drei Tage vor Saisonstart bei einer Pressekonferenz in Wien die positive Entwicklung mit beeindruckenden Zahlen unterlegte. Seit dem Jahr 2000 sind über 16,5 Millionen Zuschauer in die Eishallen geströmt, in den vergangenen zehn Saisonen wurde jeweils die Millionenmarke übersprungen. 34.429 Zuschauer in der Finalserie im Frühjahr, die der KAC mit 4:2-Siegen gegen die Vienna Capitals für sich entschied, bedeuten Rekord.

Eishockey: Einschränkung der Legionäre

Ergebnis einer Ausgeglichenheit, die vier verschiedene EBEL-Champions in den vergangenen vier Jahren brachte und jeden Club zumindest einmal im Play-off sah. Auch die Resultate zeugen von Spannung, wurden in der vergangenen Saison doch 42 Prozent der Spiele mit nur einem Tor Differenz entschieden, im Play-off sogar 56 Prozent. "Es ist das, was wir wollten, eine ausgeglichene und spannende Liga", erklärte Karl Safron, der nach dem Rücktritt von EBEL-Präsident Peter Mennel die Liga interimistisch führt.

Dem Ruf nach Förderung heimischer Spieler ist die Liga mit einer neuen Punktereglung nachgekommen, die auf eine Limitierung der Transferkarten hinausläuft. Waren bisher 13 Legionäre möglich, so können die Clubs ab dieser Saison nur maximal elf ausländische Spieler einsetzen. Meister KAC und Red Bull Salzburg schöpfen auch diese Möglichkeit weit nicht aus und gehen mit jeweils sieben Legionären in die Saison. Dennoch gilt das Duo mit Vizemeister Vienna Capitals als Titelfavorit.

Erste Bank Eishockey Liga 2019/2020 APA

Salzburg setzt vermehrt auf Youngsters

Mit neuem Trainer und neuer Kader-Philosophie gehen die Eis-Bullen in die Saison. Der erst 33-jährige Matt McIlvane, in fünf Jahren als Co-Trainer dreimal Meister mit Red Bull München, ist nach Salzburg zurückgekehrt. Der einstige Co von Don Jackson (2013/14) hat nur noch sieben, dafür hochkarätige Legionäre zur Verfügung und soll, so wie schon in der Fußball-Abteilung erfolgreich praktiziert, junge Spieler aus der eigenen Akademie einbauen. Von den Legionären durften nur John Hughes und Brent Regner bleiben, Verstärkung kam in erster Linie aus der DEL von Meister Mannheim (Brendan Mikkelson und Chad Kolarik) und RB Münchner (Derek Joselin). Für das Tor wurde der langjährige Caps-Schlussmann J.P. Lamoureux geholt. Als Nachfolger des zurückgetretenen Matthias Trattnig führt Thomas Raffl die Bullen als Kapitän an.

Mit Nicolas Wieser, Lukas Schreier, Nico Feldner, Julian Klöckl, Yannic Pilloni und Samuel Witting stehen sechs Youngsters aus der Akademie neu im Kader und wollen sich neben den Stars Holloway, Rauchenwald und Kolarik empfehlen. Die Salzburger starten mit einem Auswärts-Doppel gegen HC Bozen und Dornbirn.

???? Beim letzten Härtetest am Freitag wird Thomas Raffl als neuer Kapitän den EC Red Bull Salzburg aufs Eis führen. Das Eishockey-Fest steht ganz im Zeichen der Fans. ????

Gepostet von SALZBURG24 am Donnerstag, 5. September 2019

Zwölfte Mannschaft für EBEL geplant

Dass nur elf Clubs dabei sind, soll ein Intermezzo sein. "Wir wollen einen zwölften Verein bringen, erste Gespräche sind schon erfolgt, nächste Woche wird es weitere Gespräche geben. Wir wollen eine Mannschaft in die Liga bringen, die Potenzial hat", erklärte Ligamanager Christian Feichtinger. Der ehemalige Serienmeister Feldkirch hatte im April sein Interesse bekundet, den möglichen Einstieg aber um ein Jahr auf 2020/21 verschoben.

Die ungerade Teilnehmerzahl bringt auch eine Änderung der Zwischenrunde mit sich. Die Pick-Round bestreiten nur die fünf besten Mannschaften, die aus dem Grunddurchgang 4-2-1-0-0 Bonuspunkte mitnehmen. In der Qualifikationsrunde spielen die restlichen sechs Teams drei weitere Plätze für das Viertelfinale aus, Bonuspunkte werden in absteigender Reihenfolge mit 8-6-4-2-1-0 vergeben.

Neues Overtime-Modell

Im Play-off kommt es auch zu einer Änderung der Overtime-Regelung. Mit Ausnahme von Entscheidungsspielen wird ab der zweiten Verlängerung 3-gegen-3 statt mit jeweils fünf Spielern gespielt. Marathon-Matches dürften damit der Vergangenheit angehören.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 07.12.2019 um 02:04 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/ec-red-bull-salzburg-gilt-als-titelfavorit-76018111

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