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Sechsjährige Durststrecke

Salzburg krönt sich zum Eishockey-Champion

Eis-Bullen gelingt "Perfect Post-Season“

Der Eishockey-Titel ist zurück in Salzburg. Die Eis-Bullen gewinnen am Montagabend auch das vierte Duell gegen Szekesfehervar (3:1) und krönen sich zum siebenten Mal in der Vereinsgeschichte zum Champion. Zudem glückte auch die "Perfect Post-Season“.

Eigentlich unglaublich! Salzburg lässt erneut die Muskeln spielen und krönt sich zum Meister der ICE Hockey League.

Meistertitel 2021/22 geht an Salzburg

Mit einer "Perfect Post-Season“ stehen die Mozartstädter nach 2016 zum ersten Mal wieder als Champion fest.

"Unglaublich, das war eine ganz spezielle Truppe heuer. Der Weg war das Ziel und wir haben nie aufgeben. Ich bin einfach stolz auf die Truppe. Jetzt werden wir bei der sechsstündigen Fahrt nach Salzburg richtig feiern", erklärte Kapitän Thomas Raffl in einem ersten Statement gegenüber Puls24.

Wiens Meister-Sweep geknackt

Das Kunststück, mit der Mindestanzahl von zwölf Siegen in den Play-offs die Meisterschaft zu holen, war bisher nur den Vienna Capitals in der Saison 2016/17 gelungen – nun zieht Salzburg nach.

Fehervar geht in Führung

Das erste Drittel war äußerst turbulent. Szekesfehervar startete furios in Spiel vier, wollte die Final-Serie noch spannend machen.

Den Ungarn gelang der bessere Start. Die Gastgeber schoßen aus allen Lagen und wurden mit dem ersten Treffer der Partie belohnt. Balint Magosi (8.) bezwang Salzburg-Keeper Atte Tolvanen, der chancenlos war, ansonsten jedoch erneut eine Top-Leistung zeigte.

Doppelter Raffl als Matchwinner

Wie aus dem Nichts konnten die Eis-Bullen nur acht Minuten später ausgleichen. Mike Dalhuisen bediente von der linken Seite Kapitän Thomas Raffl (16.), der zum glücklichen 1:1 einschob.

Siebente Meisterschaft für Eis-Bullen

Bullen-Urgestein Raffl (34.) war es im zweiten Abschnitt, der mit dem 2:1-Führungstreffer den Weg zur siebenten Meisterschaft ebnete. Weil die Ungarn nur Sekunden später eine kurze 5:3-Überzahlsituation nicht nützen konnten, ging es mit einer knappen Salzburg-Führung in die zweite Drittelpause.

Im Schlussdrittel übernahm immer mehr der Favorit das Kommando. Fehervar wurde indes offensiv zu wenig oft gefährlich und Salzburg schaukelte die Final-Serie mit einer gehörigen Portion Routine und einem mit 3:1-Sieg (1:1,1:0,1:0) "nach Hause“.

Premieren-Erfolg für McIlvane und Co

Der erste Triumph in der internationalen Eishockey-Liga war somit perfekt. Bullen-Trainer Matt McIlvane feierte als Headcoch – sowie Keeper Tolvanen, Brennan und Co. – seinen ersten Titel. Nach dem Schlusspfiff brachen beim Hochstämmen der Karl Newded Trophy alle Dämme.

Der Partymarathon der Salzburger wurde somit eingeläutet. Nach einer rund siebenstündigen Fahrt in Richtung Volksgarten wird die Feier wohl "dahoam“ fortgesetzt.

Trainer McIllvane, der mit Tränen in den Augen feierte, bedankte sich in seinem ersten Interview als Meistercoach artig bei Dietrich Mateschitz, dem gesamten Klub sowie alle Mitarbeiter des Teams.

Ligaprimus erfüllt Mission

Die ersten drei Spiele der Finalserie gewannen die Salzburger mit 2:1 nach Verlängerung, 5:3 sowie 2:1. Damit hat der finanzkräftige Ligakrösus seine Titel-Mission erfolgreich vollendet, nur für die Play-offs war unter anderem der überragende Brian Lebler, Kapitän der Black Wings Linz, verpflichtet worden. Einziger kleiner Wermutstropfen: Wieder fand die Meisterfeier nicht vor heimischer Kulisse statt, zum sechsten Mal in Serie.

Startphase geht an Ungarn

In einer flotten Anfangsphase dominierten die Ungarn angetrieben von 3.260 lautstarken Fans. Die ohrenbetäubende Atmosphäre beflügelte die Gastgeber, Magosi traf zur hochverdienten Führung. Kurz darauf scheiterte Magosi nach einem schönen Solo an der Stange (13.), ehe die Salzburger eine ihrer wenigen Möglichkeiten nutzten. Dalhuisen verwertete einen Pass ins Zentrum, Raffl hielt entscheidend seinen Stock hin.

Tolvanen erneut überragend

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Salzburger besser ins Spiel, Fehervar musste dem extrem hohen Tempo im ersten Drittel ein wenig Tribut zollen. Dann war auch das Glück aufseiten des österreichischen Meisters: Einen Schuss von Raffl lenkte Fehervar-Goalie Rasmus Tirronen ins eigene Tor. Außerdem überstanden die Salzburger eine kurze Phase in doppelter Unterzahl ohne Gegentor.

Im letzten Abschnitt spielten die Salzburger ihre Überlegenheit aus, Fehervar kam nur zu wenigen Nadelstichen. Bei diesen zeichnete sich Salzburg-Tormann Atte Tolvanen mit Glanzparaden aus. Auch die Schlussoffensive der Ungarn blieb ohne Erfolg.

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(Quelle: SALZBURG24)

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