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Start in neue Saison

Eis-Bullen auf den Spuren der Kicker

Mehr Talente aus Salzburger Akademie

EC RB Salzburg, Thomas Raffl, Red Bull / GEPA
Raffl (li.) und Co. sind heiß auf die neue EBEL-Saison.

Im Fußball geht Red Bull Salzburg seit Jahren den Weg mit Nachschub aus dem eigenen Haus und hat dennoch Erfolg. Eine Philosophie, die nun auch in der Eishockey-Abteilung Einzug hält. Salzburg setzt in der am Freitag beginnenden EBEL-Saison auf einen Trainer mit "Red-Bull-Gen" und will vermehrt Talente aus der eigenen Akademie einbauen. Die Anzahl der Legionäre wurde von neun auf sieben reduziert.

Salzburg

Bewerkstelligen soll den Wandel ein junger Trainer. Matt McIlvane ist erst 33 Jahre alt, ist aber schon seit sechs Jahren bei den Red-Bull-Clubs in Salzburg (2013/14) und München (2014-2019 mit drei Meistertitel), jeweils als Co-Trainer unter Cheftrainer Don Jackson. "Ich hatte einen großartigen Mentor in München und habe gelernt, wie man ein Team baut und gewinnt", erklärte der US-Amerikaner. "Wir wollen die Imports reduzieren und unsere Akademie nutzen", sagte McIlvane.

Nächster Schritt für junge Sportler

Ein Zugang, an dem Routinier Thomas Raffl Gefallen findet. "Es ist ein gutes Projekt. Wir wissen, dass wir mit der Akademie den Vorteil haben, dass wir direkt an der Quelle sitzen", erklärte der neue Kapitän, der das allgemeine Problem junger Spieler gut kennt.

 

"Es werden sehr gute junge österreichische Spieler ausgebildet, sie durchlaufen ein sehr gutes Nachwuchsprogramm, spielen dann in der AHL und für den nächsten Schritt ist der Platz einfach nicht da. Dann versauern Spieler. Bei uns soll es so sein, dass sie die Chance bekommen, den nächsten Schritt zu machen", sagte Raffl.

Raffl: "Perfekte Harmonie in Kabine“

Auch dieser Weg soll zum Erfolg führen. "Für uns als Team soll es kein Hindernis sein. Unser Ziel ändert sich dadurch nicht", sagte Raffl, der auch den positiven Einfluss des neuen Trainers hervorhob. "Matt ist ein Trainer, der unserer Mannschaft enorm gut tun wird. Er hat sein Assistenten-Team so aufgebaut, dass perfekte Harmonie in der Kabine ist", freut sich der Villacher.

EC RB Salzburg, Thomas Raffl, Red Bull / GEPA

Dass sein neuer sportlicher Chef jung ist, davon "darf man sich nicht täuschen lassen", sagte der nur wenige Monate jüngere Raffl. "Er ist ein junger Trainer, aber er hat schon mit 26 Jahren in diesem Business angefangen. Diese Erfahrung, die er mitbringt, haben teilweise ältere Trainer nicht, da kann jeder von ihm lernen", ist der Flügelstürmer überzeugt.

Neuer Kapitän bei Eis-Bullen

Raffl selbst hat eine neue Rolle bekommen, die "eine sehr große Ehre" ist. Der 33-Jährige übernahm das Kapitänsamt des zurückgetretenen Matthias Trattnig, den er in höchsten Tönen lobte: "Einen Matthias Trattnig wird man nie kompensieren können, er hat dem Verein und der ganzen Mannschaft so viel mehr als Mensch geholfen als er es als Spieler getan hat. Er war ein Zugpferd."

Salzburg-Start in neue EBEL-Saison

Nun beginnt aber ein neuer Abschnitt in Salzburg, die Erfolge sollen gleich bleiben. Die Roten Bullen, Rekordmeister der EBEL (seit 2003/04) und mit 13 Halbfinal-Teilnahmen in den vergangenen 14 Saisonen der konstanteste Club, hat dafür hochkarätige Verstärkung geholt. Torhüter J.P. Lamoureux kam von den Vienna Capitals, Brendan Mikkelson und Chad Kolarik von DEL-Meister Mannheim und Derek Joselin von RB Münchner. "Mit den neuen Spielern wurde absolute Qualität geholt. Ich bin zu 100 Prozent sicher, dass sie dem Team helfen werden", erklärte Raffl.

EBEL, Info-Grafik APA
(Quelle: APA)

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