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Eis-Bullen im S24-Check

Großer Hunger auf ersten Salzburg-Titel seit 2016

Vorschau auf Eishockey-Finale

Thomas Raffl, EC Red Bull Salzburg GEPA/RED BULL
Thomas Raffl (re. neben Matthias Trattnig) ist vierfacher Hockey-Meister. Mit dem EC Red Bull Salzburg will er heuer den ersten Titel seit sechs Jahren holen. (ARCHIVBILD)

Den morgigen Start in das Eishockey-Finale haben wir zum Anlass genommen, dem EC Red Bull Salzburg einen Endspiel-Check zu unterziehen. Der Gegner um die begehrte Liga-Trophäe ist Fehervar, die Eis-Bullen fiebern dem ersten Titelgewinn seit 2016 entgegen.

Salzburg

Von Mathias Funk

Nun geht es ans Eingemachte. Ab Dienstag kämpfen die Eis-Bullen gegen Fehervar AV19 um den Titel in der ICE-Hockey-Liga. Der Startschuss der "best-of-seven"-Serie fällt dabei in eigener Halle. Wir berichten ab 19.35 Uhr im LIVETICKER.

Eis-Bullen vor Fehervar gewarnt

Seit 2016 ging der Liga-Titel stets an der Mozartstadt vorbei. Schon vor Saisonbeginn im Herbst waren sich Thomas Raffl und Co aufgrund der langen Durststrecke von satten fünf Spielzeiten einig: 2022 soll der Meistertitel unbedingt wieder in Salzburg heimisch werden. Der Hunger auf die siebente Trophäe ist so groß wie nie.

 

Höchster Salzburg-Sieg gegen Ungarn

Im Grunddurchgang standen sich beide Mannschaften viermal gegenüber. Dabei gewann die Crew von Headcoach Matt McIlvane drei Duelle und feierte im Dezember mit einem satten 8:2 Heim-Erfolg den höchsten Sieg in der laufenden Saison.

20220405fmt_rbsav19_ta_008.JPG FMT-Pictures/TA
Der EC Red Bull Salzburg traf am Dienstag auf Fehervar.

Eis-Bullen erkämpfen ersten Finalsieg

Der EC Red Bull Salzburg hat im Kampf um den Titel in der ICE-Eishockeyliga vorgelegt. Die Eis-Bullen feierten am Dienstag im ersten Finalspiel nach der zweiten Overtime einen 2:1-(1:1,0:0,0:0/0:0/1:…

Dennoch warnt Bullen-Dompteur Matt McIlvane in einer Presseaussendung: "Die Ungarn hatten ein sehr starkes Powerplay in den Playoffs. Auch das Penalty-Killing war Grundlage für ihre Erfolge. Sie sind eine sehr strukturierte Mannschaft, die in der Offensive über viele Möglichkeiten verfügt und damit viel Qualität mitbringt. Eine sehr gefährliche Mannschaft.“

Fehervar über Südtirol und Kärnten ins Endspiel

Coach Matt McIlvane bezieht sich bei seiner Warnung auf die diesjährige Performance der Ungarn. Nach einem starken dritten Tabellenplatz im Grunddurchgang der heimischen Eishockey-Liga jagten die "Teufel" im Playoff-Viertelfinale Liga-Neuling HC Pustertal per "Sweep" vom Eis.

EC Red Bull Salzburg, Teamcheck GEPA pictures
Red Bull Salzburg bringt heuer alles mit, was es für einen Meistertitel braucht.

Meisterschaft geht heuer nur über Salzburg

Den morgigen Start in die Eishockey-Play-Offs haben wir zum Anlass genommen, dem EC Red Bull Salzburg einen Teamcheck zu unterziehen. Der Gegner im Viertelfinale ist Znojmo, die Eis-Bullen haben …

Auch Mitfavorit Villach – mit zahlreichen Ex-Bullen – hatte im Halbfinale das Nachsehen. Am Freitag buchte Fehervar mit dem vierten Sieg und einem souveränen 4:1-Serien-Erfolg den vorzeitigen Villacher-Sommerurlaub.

Zudem konnte im Halbfinale erstmals das Europa-Ticket für die kommende Champions-Hockey-League-Saison gezogen werden. Das Team von Ex-Bulle Janos Hari hat damit genug Selbstvertrauen im Tank, um auch gegen den Top-Favoriten Salzburg zu überraschen.

Makellose Salzburger im Hockey-Endspurt

Und die Bullen? Während Gegner Fehervar in neun Playoff-Partien nur eine Niederlage einstecken musste, streifen sich die Eis-Bullen nach Platz eins im Grunddurchgang auch im bisherigen Playoff noch immer die weiße Weste über.

FINALE! SPIEL 1 - Di., 05.04.

Die Red Bulls sind heiß aufs ???????????????????????? ???????????? gegen Hydro Fehérvár AV19. Seid ihr's auch?! ➡ Holt euch jetzt noch Tickets für Spiel 1 am Dienstag (05.04.): https://bit.ly/3iSbV1N. Gemeinsam packen wir's ???????? _____ #GoRedBulls #BringitHome

Gepostet von EC Red Bull Salzburg am Montag, 4. April 2022

Gegen Znojmo im Viertelfinale sowie gegen den Hauptstadt-Klub der Vienna Capitals fegten die Bullen gerade so hinweg und setzten sich in den best-of-seven Serien je mit 4:0 durch.

Salzburg ließ dabei seinen Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Besonders auf die perfekt funktionierende Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern aus der hauseigenen Akademie war bislang Verlass.

US-Boy hebt Salzburger Gemeinschaft hervor

"Wir sind eine starke Gemeinschaft, von guten Führungsspielern bis hin zu den jungen Burschen im Lineup. Wir alle zusammen haben bis jetzt einen guten Job gemacht und dabei auch schwierige Situationen gut gemeistert“, zeigt sich Abwehr-Ass Vincent LoVerde vor dem Final-Auftakt zuversichtlich.

Der US-Boy kam erst im vergangenen Sommer aus der American Hockey League in die Mozartstadt und fiebert bereits in seinem ersten Jahr in Österreich dem Finale entgegen. "Das fühlt sich natürlich gut an. Wir haben einen erfolgreichen Grunddurchgang gespielt und konnten uns dann voll auf die Playoffs konzentrieren. Und nun sind wir bereit für die Finalserie", fügte der 32-Jährige, welcher in Übersee bereits zwei Titel feierte, hinzu.

Finnisches Goalie-Duell im Finale

Wenn die Eis-Bullen ab Dienstag gegen Szekesfehervar um den Eishockey-Titel kämpfen, duellieren sich auf dem blanken Parkett auch zwei bärenstarke Torhüter aus Finnland. Mit Bulle Atte Tolvanen und Fehervar-Goalie Rasmus Tirronen stehen sich die derzeit wohl besten Tormänner der Liga gegenüber.

Thomas Raffl, EC Red Bull Salzburg GEPA/RED BULL
Thomas Raffl ist vierfacher Hockey-Meister. Mit dem EC Red Bull Salzburg will er heuer den ersten Titel seit sechs Jahren holen. (ARCHIVBILD)

Die beiden Nordlichter kennen sich bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit beim finnischen Top-Klub Ässät und duellieren sich in der Final-Serie nun erstmals als Kontrahenten.

Tolvanen lief in der laufenden Saison sogar der geplanten Bullen-Nummer-Eins Jean-Philippe Lamoureux zwischen den Pfosten den Rang ab. Der 27-Jährige zeigte Woche für Woche überzeugende Leistungen.

Der Finne hielt im Halbfinale in der Bundeshauptstadt auch das, was eigentlich nicht zu halten war und entwickelte sich speziell in den letzten Wochen zu einem echten "Hexer". Während im Hause Lamoureux im Sommer ein Wechsel ansteht, erhält Atte "Atze" Tolvanen als Stamm-Keeper weiterhin das Vertrauen.

Hari ist heiß auf Tore

Sturm-Ass Janos Hari fungiert nicht nur als Goalgetter, sondern auch als ungarische Lebensversicherung im Team von Fehervar-Coach Kevin Constantine. In den Playoffs steht der ehemalige Eis-Bulle bei sechs Treffern und zehn Vorlagen.

Mit gesamt 16 Scorerpunkten ist nur VSV-Star John Hughes stärker als der 29-Jährige Ungar. Im Bullen-Lager führt MVP Peter Schneider die teaminterne Punkteliste an. Der Sommer-Neuzugang aus Wien stand schon im Grunddurchgang an der Spitze und zählt auch im Playoff zu den verlässlichsten Schützen im Kader von McIlvane. Einem Mega-Titelkampf in der Eishockey-Liga steht also auch Offensive nichts im Wege.

Salzburgs Heimspiele im LIVETICKER

Von den Heimspielen der Red Bulls, die am Dienstag (19.45 Uhr) und Samstag (17.30) in der eigenen Halle steigen, berichten wir wie gewohnt im LIVETICKER. Die Gastauftritte im 512 Kilometer entfernten Szekesfehervar gehen am Donnerstag (19.45 Uhr) und Montag, den 11. April (19.45 Uhr) über die Bühne.

Frühestens in Spiel vier kann Salzburg den ersten Titel der ICE-Eishockey-Liga seit 2016 in die Höhe stemmen und sich zum siebenten Mal seit der Liga-Neugründung als Meister bezeichnen.

(Quelle: SALZBURG24)

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