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KAC ist Top-Favorit

Titelhunger bei Eis-Bullen ist riesig

Salzburgs letzter Meister-Coup ist fünf Jahre her

Red Bull Salzburg startet nach dem Tausch einiger Legionäre und zusätzlich verstärkt durch österreichische Kräfte neuerlich mit Titelambitionen in die ICE Hockey League. Vor dem Auftakt am Freitag war unser Redakteur Mathias bei den Bullen zu Gast und hat mit den Protagonisten gesprochen.

Salzburg

Für den Halbfinalisten der vergangenen Saison steigt der Startschuss auswärts gegen die Black Wings Linz. Meister KAC empfängt derweil die kräftig umgebauten Vienna Capitals mit Neotrainer Dave Barr. Da wie dort freut man sich auf die Rückkehr der 2020/21 großteils ausgeschlossenen Fans.

Für Salzburg muss der Pokal her

Die Vorbereitung auf die anstehende Spielzeit der Salzburger hatte es in sich: Erst duellierte man sich gegen Budweis in eigener Halle, dann stand das alljährliche Einladungsturnier Red Bulls Salute in Kitzbühel auf dem Programm. Ganz reibungslos ging die Vorbereitung jedoch nicht über die Bühne: "Wir hatten ein intensives Testprogramm und während dessen waren die ÖEHV Spieler beim Nationalteam", blickte Salzburg-Coach Matt McIlvane auf die vergangenen Wochen zurück.

ECRBS_McIllvane SALZBURG24/FUNK
Der EC Red Bull Salzburg hat bei einer Pressekonferenz vor dem Saisonstart die Saisonziele definiert.

Lange Durststrecke für Eis-Bullen

Der erst 35-jährige US-Amerikaner stellte trotz der Strapazen klar: "Wir sind bereit für den Start und wollen gewinnen. Das Ziel ist klar." McIlvane setzte den Fokus damit auf den Gewinn der Meisterschaft im kommenden Frühjahr. Der letzte Titel für die Mozartstädter in der heimischen Liga stammt aus dem Jahre 2016.

Der Bullen-Dompteur kann weiterhin auf ein hochkarätiges Team bauen. Ergänzt wurde sein Kader mit Legionären wie Verteidiger TJ Brennan und Ty Loney sowie den ebenfalls aus Wien geholten Ali Wukovits und Benjamin Nissner, auch Peter Schneider ist neu dabei. Verschmerzen muss er jedoch den länger verletzt ausfallenden Tormann JP Lamoureux, für den ein Ersatz gesucht wird, wie McIlvane am Donnerstag angab.

Top-Saisonstart für Mozartstädter – KAC Favorit

Mit dem bisherigen Verlauf in der Königsklasse können die Eis-Bullen zufrieden sein. Die Salzburger sind nach den ersten vier Gruppenspielen nicht nur ungeschlagen, sondern fixierte am vergangenen Sonntag gegen den polnischen Vertreter aus Jastrzebie den vorzeitigen Aufstieg in die K.o.-Runde der CHL. Kapitän Thomas Raffl mahnte aber seine Teamkollegen vor der Zufriedenheit: "Wir sind in einer guten Form, dürfen uns jetzt aber nicht zurücklehnen. Jedes Team hat eine Chance auf den Titel, aber der KAC ist der Favorit."

Raffl will "Früchte ernten"

McIllvane verwies zudem auf das seiner Ansicht ständig steigende Niveau der Liga. Die Neulinge Pustertal, Znojmo und Ljubljana seien eine Bereicherung. Auch für Kapitän Thomas Raffl ist die Marschroute klar: "Man will einfach gewinnen. Wir haben die Mannschaft und die Charaktere dazu", bekräftigte der Stürmer. Die Form der Mannschaft sei bereits gut, aus Fehlern der Vorsaison, als man im Halbfinale am KAC scheiterte, habe man gelernt. "Wenn wir uns die ganze Saison pushen, werden wir die Früchte ernten." Um den Zusammenhalt zu stärken, absolvierten die Salzburger in der Vorbereitung verstärkt Teambuilding-Aktivitäten.

Huber bereit auf Bozen

Der erfahrene Bullen-Anführer verwies dabei auf den schwierigen Saisonstart am Wochenende, wo es am Freitag auswärts bei den Linzern um die ersten "Körndln" geht. Auch am Sonntag wird die Aufgabe nicht unbedingt einfacher, wenn mit dem HCB Südtirol der ewige Rivale im Volksgarten seine Visitenkarte abgibt: "Bozen ist im Regelfall immer gut vorbereitet, aber der Fokus liegt ganz klar auf uns selbst. Wir sind bereit", sendete Mario Huber erste Signale in den Norden Italiens.

Linz freut sich auf Start-Kracher mit Bullen

Salzburgs Auftaktgegner Linz, in der Vorsaison erstmals seit 15 Jahren nicht im Play-off, will bestmöglich dagegenhalten. "Wir freuen uns auf das Duell mit Salzburg, das ist ein richtiger Kracher als Opener", betonte Neuzugang Rafael Rotter. Der Stürmer ist nach 13 Saisonen in Wien zu den Black Wings gewechselt, nachdem er sich mit den Capitals nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnte.

Er habe sich in Linz schon gut eingewöhnt und fühle sich sehr wohl, so Rotter. Die sportliche Perspektive findet er vielversprechend. "Ich denke, dass die Mannschaft sehr viel Potenzial hat dieses Jahr". Neben den guten Vertragsbedingungen habe im Vergleich zu Angeboten von anderen Klubs für Linz gesprochen, dass er dort mit einigen guten Bekannte und Freunden wie Emilio Romig und Brian Lebler zusammenspielen könne. "Mir ist wichtig, dass man Bezugspersonen hat", betonte Rotter.

KAC trifft zum Start auf Capitals

Sein Ex-Club ist am Freitag (19.30 Uhr/live Puls24) in Klagenfurt beim Meister gefordert. Trainer Barr ist die harte Auftaktaufgabe für seine an zahlreiche Positionen umgebaute Truppe bewusst. "Ich zähle den KAC zu den zwei besten Teams der Liga. Wir wissen somit sofort, wie hoch heuer die Latte liegt", so Barr. Auch Capitals-Goalie David Kickert weiß um die schwierige Aufgabe gegen die nahezu unverändert gebliebenen Kärntner, die zudem erfolgreich in der Champions League gestartet sind. "Klagenfurt ist nach wie vor ein sehr starkes Team, sie werden vor eigenem Publikum hart losstarten. Es wird auf jeden Fall ein intensives Spiel", meinte Kickert.

KAC-Urgestein Thomas Koch gab sich betont zurückhaltend, ist aber zuversichtlich, schließlich habe sein Team in der CHL schon vielversprechende Ansätze gezeigt. "Natürlich ist man zum Ligastart noch nicht top in Schuss, aber insgesamt zeigt bei uns alles in eine gute Richtung", sagte der Routinier, der gegen die Wiener mit "einem Kampf auf Biegen und Brechen" rechnet. Bereits 24 Stunden nach den Caps empfangen die Klagenfurter den HC Innsbruck.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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