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Europameisterschaft

Salzburger Eiskunstläufer mit Medaillen-Hoffnung

Knöchelverletzung in der EM-Vorbereitung

Die Salzburger Miriam Ziegler und Severin Kiefer sind im Eiskunstlauf im Paarlauf seit Jahren unumstrittene Nummer eins des Landes. Mit den Europameisterschaften ab Mittwoch in der Steiermarkhalle in Graz-Premstätten steht der emotionale Höhepunkt ihrer Karrieren bevor. Zudem sind sie Österreichs größte Medaillen-Hoffnung.

Nochmals bei Heim-Titelkämpfen zu laufen wird sich für die beiden wohl nicht ausgehen, es ist also ein einzigartiges Erlebnis. Ziegler und Kiefer haben sich in den Ergebnislisten sukzessive nach oben gearbeitet, bei Österreichs erstem WM-Top-Ten-Platz seit 21 Jahren waren sie am Ende vergangener Saison bereits unter Europas Top 5. Diese Position gilt es nun zu untermauern, und vielleicht geht ja noch ein bisschen mehr.

Kiefer: "Brauchen zwei saubere Programme"

"Wir denken, dass wir eine realistische Chance haben, wenn wir eine kleine Sternstunde haben. Wir brauchen zwei saubere Programme", hatte Kiefer schon im Dezember hinsichtlich Medaille gemeint.

19 Paare treten an, los geht es am Mittwoch (19.15 Uhr) mit dem Kurzprogramm. Dieser Programmteil lief den beiden Lokalmatadoren in dieser Saison international meist nicht nach Wunsch, weshalb sie in der zweiten November-Hälfte nach Rang vier beim Grand Prix in Moskau zu ihrem Kurzprogramm der Olympischen Spiele 2018 zurückgekehrt sind. "Wir haben zuletzt noch einmal an den Übergängen gearbeitet", erklärte der 29-jährige Kiefer.

Knöchelverletzung behinderte das Training

Eine Schrecksekunde hatte es aber vor und zwei Wochen bei einem Trainingszwischenfall gegeben. "Bei einem Wurf ist Miriam überrotiert und hat sich am Knöchel verletzt", erzählte der Salzburger über seine 25-jährige Partnerin. Für etwa eine Woche musste im Training daher umdisponiert werden, seit eineinhalb Wochen ist die Belastung wieder gesteigert. Um Verpasstes einzuholen, wurden die daheim nötigen Medien-Termine möglichst geballt auf vergangenen Freitag gelegt.

Die Nervosität vor dem großen Auftritt mit Kurzprogramm und der Freitag-Kür (19.00) hielt sich bei den rot-weiß-roten Hoffnungsträgerinnen zuletzt noch in Grenzen. Unterstützung beim Titelkampf wird es u.a. von Carmen Kiefer, Mutter und EM-Organisatorin, die im Trainer-Team verankerte Schwester Julia Kiefer, weiteren Verwandten und Freunden geben. Auch Verwandt- und Bekanntschaft von Miriam Ziegler hat es vom Burgenland in die Steiermark nicht weit.

Eiskunstlauf-EM: Kür muss sitzen

Das von Knut Schubert und Bruno Massot betreutet Gespann der Eisunion Salzburg darf sich wohl keinen Schnitzer erlauben, um im Medaillenrennen zu sein, sollte die eigene Bestmarke von 187,01 Punkten verbessern. Kiefer: "Das ist auf alle Fälle notwendig, aber jeder Wettkampf hat eigene Regeln. Wir konzentrieren uns darauf, dass wir unser Zeug machen." Dazu gehört ein erneutes Gelingen der im Vergleich zu früher mehr künstlerisch ausgelegten, mit mehr Hebungen behafteten Kür.

Der Titel ist durch die Absenz der 2019-Sieger Vanessa James/Morgan Cipres (FRA) vakant. Erste Medaillenkandidaten sind die Russen Jewgenia Tarasowa/Wladimir Morosow und Aleksandra Boikowa/Dmitri Koslowskij. "Die sind ganz weit oben, beim dritten russischen Paar (Darja Pawljutschenko/Denis Chodikin, Anm.) kann es nach oben und unten gehen", erläuterte Kiefer. Dann folgen neben Ziegler/Kiefer Nicole Della Monica/Matteo Guarise (ITA) und Minerva-Fabienne Hase/Nola Seegert (GER).

(Quelle: APA)

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