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Auftakt gegen VSV

Bei Eis-Bullen heißt es: Jugend vor den Vorhang!

Salzburger "sind in großartiger Verfassung"

Eishockey, EC Red Bull Salzburg GEPA/Red Bull
Alexander Pallestrang, Justin Schütz und John Peterka (v. li. n. re.) starten mit dem EC Red Bull Salzburg am Freitag in die neue Saison.

Als eine der ersten Eishockey-Ligen Europas startet am Freitag die ICE-Hockey-Liga in die neue Saison. Dabei treffen die Salzburger Eis-Cracks auf Villach und geben den Jung-Bullen Vorrang. Wir haben mit Trainer Matt McIlvane und Kapitän Thomas Raffl gesprochen.

Salzburg

Exakt 199 Tage nach dem Saisonabbruch wird im Salzburger Volksgarten wieder Liga-Hockey gespielt.

Gepostet von EC Red Bull Salzburg am Dienstag, 22. September 2020

Salzburg-Trainer sieht Team gewappnet

Die Bullen gehen heuer – anders wie in den letzten Jahren – mit deutlich weniger Legionären in die neue Spielzeit. "Wir haben die lange Pause super genützt und sind in einer fantastischen Verfassung", erzählt Trainer Matt McIllvane bei einem digitalen Online-Meeting.

Eishockey, EC Red Bull Salzburg GEPA/Red Bull
Salzburg-Trainer Matt Mc Illvane spricht dem jungen Team vollstes Vertrauen aus.

Für den Coach spiele es keine Rolle, woher die Spieler stammen bzw. wie alt sie sind: "Wir haben gute österreichische Spieler, die ihre Chancen kriegen werden."

Jung-Bullen müssen Verantwortung übernehmen

In dieselbe Kerbe schlägt auch Kapitän Thomas Raffl. "Natürlich haben wir ein junges Team, aber bei uns sind sicher auch einige Ausnahmetalente drinnen", sagt der 34-Jährige, der den 18-jährigen John Peterka aus Deutschland als Parade-Beispiel hernimmt.

Verantwortung werden neben Raffl die heimischen Cracks wie Dominique Heinrich, Alexander Rauchenwald, Mario Huber und Co übernehmen müssen. Raffl sieht dabei kein Problem und glaubt, dass es im Vergleich zum Vorjahr keinen Leistungsabfall geben wird: "Jetzt liegt es einfach an den älteren Spielern, die Jungen heranzuführen, damit wir am Ende eine schlagfertige Mannschaft haben."

Bozen geht als Favorit ins Titelrennen

Als einer der heißesten Anwärter auf den Meistertitel geht Bozen mit 14 Legionären in die neue Saison. "Wir wissen, dass sie stark sind, aber auch Klagenfurt, Linz und Wien werden eine gute Rolle spielen", wagt McIllvane einen Ausblick auf die Top-Platzierungen und sieht seine Mannschaft konkurrenzfähig.

McIllvane: "Bestes Team-Hocey"

Speziell von den Leistungen beim Vorbereitungsturnier Red Bulls Salute in Kitzbühel war der Coach angetan: "Das war eines unserer besten Team-Hockey, das wir da gezeigt haben."

Bis auf Torhüter Lukas Herzog, der wegen Hüftproblemen voraussichtlich die gesamte Saison ausfallen wird, sind alle Bullen fit. Daher halten die Salzburger – wie der Trainer mitteilt – am Transfermarkt speziell auf dieser Position die Augen offen.

Salzburger Heim-Auftakt vor 1.500 Fans

Gegen die Villacher dürfen am Freitag (19.15 Uhr) beim Startschuss zur länderübergreifenden Hockey-Liga maximal 1.500 Besucher in der Halle Platz nehmen.

Auch wenn die Salzburger in Zeiten von Corona Auswärtsfahrten bestreiten müssen, blickt Raffl dieser Thematik entspannt entgegen: "Wir absolvieren ständig Tests und gehen sehr wenig Risiken ein. Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo man das beiseite geben muss und sich auf das Sportliche konzentrieren sollte."

(Quelle: SALZBURG24)

Warum Selbstdisziplin für Eis-Bullen wichtig ist

Thomas Raffl, Eishockey, EC RBS GEPA/Red Bull
Thomas Raffl über den speziellen Saisonstart im Eishockey.

Trainingsprogramm, Spielvorbereitung und Hygienemaßnahmen gehen Hand in Hand, wenn am Freitag die ICE-Eishockeyliga in die Saison startet. Wöchentliche Testungen, täglicher Fragebogen und Fiebermessungen vor jedem Training sowie eingeschränkte soziale Kontakte im privaten Bereich gehören mittlerweile zum Alltag von Thomas Raffl, dem Kapitän vom EC Red Bull Salzburg.

Raffl geht jedoch gelassen mit der ungewöhnlichen Situation um.

Raffl: "Profisport läuft über Selbstdisziplin"

"Je länger man es macht, desto leichter wird es. Für junge Spieler, die gewisse Situationen noch nicht erlebt haben, ist es schwerer. Man merkt mit der Zeit, dass im Profisport alles über Selbstdisziplin läuft. Von daher fällt es mir jetzt nicht so schwer", erklärte er im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Eingeschränktes Leben für Eis-Cracks

Keine "Bubble" wie im NHL-Play-off in Nordamerika, aber im Umgang doch stark eingeschränkt leben die Profis in Salzburg.

Thomas Raffl bleibt unser Kapitän, unterstützt wird er von Derek Joslin & Dominique Heinrich. #GoRedBulls #UnitedByPassion

Gepostet von EC Red Bull Salzburg am Mittwoch, 16. September 2020

"Wir haben das Red-Zone-Konzept, zu dem nur die 23 Spieler gehören, die in der Bundesliga spielen. Dazu kommen die wöchentlichen Corona-Testungen. Jeden Tag in der früh müssen wir einen Fragebogen ausfüllen betreffend möglicher Anzeichen für Corona-Virus, dann gibt es Fiebermessungen vor dem Training, und dann starten wir", beschreibt Raffl die Vorkehrungsmaßnahmen bei seinem Klub.

Bullen-Kapitän will als Vorbild vorangehen

Dazu gehört natürlich auch, private Kontakte zu vermeiden. Lagerkoller kommt dennoch keiner auf. "Es kann sogar helfen, dass die Mannschaft noch mehr zusammengeschweißt wird", meinte 34-jährige Routinier, der für die vielen jungen Spieler ein Vorbild sein will.

"Es ist eine größere Herausforderung. Es gibt Situationen, mit denen man zu kämpfen hat, um daraus zu lernen. Ich versuche, es den jungen Spielern möglichst perfekt vorzuleben. Taten sagen mehr als Worte", sagte der Stürmer.

Salzburg verliert Legionäre und setzt auf heimische Talente

Raffl ist auch Kapitän des Nationalteams und freut sich daher auch in dieser Funktion, dass heuer mehr Talente die Chance bekommen werden, Erfahrung in der Liga zu sammeln. "Es ist eine große Chance für junge Spieler, dass sie Leuten etwas beweisen. Man muss mit der Aufgabe wachsen, und diese Chance bekommen sie jetzt. Dann heißt es Vollgas geben", betonte der Stürmer.

 

Die sportliche Einschätzung fällt ihm aufgrund der vielen Veränderungen schwer. "Wenn man am Anfang einer Saison von Einschätzungen spricht, spricht man von Namen auf einem Papier", meinte er. Auf dem Papier hat Salzburg mit Raphael Herburger, Chad Kolarik, Bud Holloway und Connor Brickley vier Topstürmer und damit "natürlich Firepower verloren".

Aber "der Österreicher-Stamm ist gleich geblieben", und der Kader wurde mit jungen Spielern aufgefüllt. "Wenn sie sich weiter so steigern, wie sie das in der Vorbereitung getan haben, besteht sicher eine Möglichkeit, dass man das kompensieren kann", gibt sich Raffl für die Saison zuversichtlich.

Aufgerufen am 22.10.2020 um 07:28 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/in-salzburg-heisst-es-jugend-vor-dem-vorhang-93275170

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