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Kanada und Schweden im Olympia-Eishockey-Finale

Kanada steht erneut im Finale des olympischen Eishockey-Turniers. Der Goldmedaillengewinner von 2010 setzte sich am Freitag in einem hart umkämpften Halbfinale mit 1:0 gegen die USA durch. Im großen Showdown kommt es nun am Sonntag zum Duell der Auswahl um NHL-Superstar Sidney Crosby mit den Schweden, die ihr Halbfinale 2:1 gegen Finnland gewannen.

Die Amerikaner waren - wie selten zuvor - als leichter Favorit in die Partie gegen Kanada gegangen, hatten sie doch in Sotschi unter anderem beim Penalty-Erfolg gegen Russland und dem souveränen 5:2 im Viertelfinale gegen Tschechien überzeugt. Kanada dagegen tat sich dagegen bisher in Sotschi auffallend schwer: Vor allem in der Offensive fand Crosby nicht zu seiner Form. Coach Babcock hatte ihm deshalb öfter wechselnde Sturmpartner zur Seite gestellt.

Auch gegen die NHL-Kollegen und -Gegner lief lange wenig zusammen beim aktuell besten Eishockeyspieler der Welt, in der 13. Minute scheiterte er aussichtsreich vor US-Goalie Jonathan Quick. Der Schlussmann hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel, war aber im zweiten Abschnitt machtlos: Verteidiger Jay Bouwmeester fand in der 22. Minute mit einem übersichtlichen Pass Jamie Benn, der vor dem Tor nur den Schläger hinhalten musste.

Danach rannten die US-Amerikaner immer wieder an, doch im Gegensatz zu den vorherigen Partien waren die Angriffe nicht konsequent genug. Kanadas Goalie Carey Price war an dem Abend nicht zu überwinden.

Schwedens "Tre Kronor"-Team hatte sich zuvor im Prestigeduell gegen Finnland durchgesetzt und greift bei der dritten Finalteilnahme nach der dritten Goldmedaille. "Jetzt fehlt uns nur noch ein Spiel, und das wird das schwerste von allen werden", sagte Abwehr-Ass Erik Karlsson, der dem in Sotschi noch ungeschlagenen Weltmeister mit einem Distanzschuss (37.) den Sieg beschert hatte.

Loui Eriksson (32.) hatte zuvor einen Rückstand durch den Treffer von Olli Jokinen (27.) ausgeglichen. "Das bedeutet mir so viel", betonte Schwedens Routinier Daniel Alfredsson, "es ist ein unbeschreibliches Gefühl."

"Das war das beste Spiel unseres Turniers bisher", lobte Coach Pär Märts und dachte bereits ans Endspiel: "Wir haben immer auf Gold abgezielt, und jetzt können wir uns das auch holen."

Die Schweden hatten den gegen Russland noch so quirligen Finnen kaum Platz zur Entfaltung gelassen und in Überzahl durch Eriksson getroffen - das hatten die Gegner verpasst. Immerhin können die Finnen im Spiel um Bronze die achte Medaille bei der zehnten Olympia-Teilnahme gewinnen. "Man muss hier ja um den dritten Platz spielen", stöhnte Jokinen. "Jetzt müssen wir einen Weg finden, uns zu motivieren."

(Quelle: S24)

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