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Verwirrung um Ergebnis

Doch Gold! Liensberger ist erstmals Weltmeisterin

Erste Damen-Medaille bei dieser WM

Katharina Liensberger holt im Parallelbewerb der Damen bei der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo am Dienstag ihre erste Gold-Medaille.

Nach Silber bei der WM 2019 in Aare ist der Trophäen-Schrank der Vorarlbergerin um ein Edelmetall reicher. Die 100. Goldmedaille für den Österreichischen Skiverband war eine mit 30-minütiger Verzögerung: Liensberger und die Öffentlichkeit waren zunächst wie angezeigt von Silber ausgegangen.

Für den ÖSV ist es die vierte Gold-Medaille in Cortina nach den drei Goldenen durch Vincent Kriechmayr (Abfahrt, Super-G) und Marco Schwarz (Kombination). 

Liensberger erstmals Weltmeisterin

Im Finale gegen die Italienerin Marta Bassino feierte Österreich die 289. WM-Medaille. Für die Damen ist es die erste Medaille bei diesem Großereignis, für Liensberger die erste in einem Einzel-Bewerb. "Oh mein Gott. Das ist ja megacool, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich kenne mich gerade gar nicht aus. Es ist einfach nur genial. Eine Goldmedaille zu gewinnen, ist etwas ganz Spezielles. Es ist ein Traum, der heute in Erfüllung gegangen ist", sagte die Vorarlbergerin in einer ersten Reaktion.    

Die beiden Finalistinnen überquerten die Ziellinie im zweiten Durchgang zeitgleich. Zunächst wurde Bassino als Siegerin gewertet, da der letzte Lauf als entscheidend gilt. Kurz darauf hieß es Kommando zurück: Gold für Bassino und Liensberger!  ÖSV-Sportdirektor Toni Giger erklärt das Geschehen nach dem Rennen: "Es ist plausibel, wenn zwei gleich schnell sind, dass sie dann auch ex aequo sind. Wir haben Gott sei Dank nachgeschaut. Interessanterweise hat die Jury hat das Reglement auf den ersten Touch nicht ganz im Kopf gehabt."

Krimi im Finale

Schon im Achtelfinale war klar, dass der Sieg auf der "Rumerlo"-Piste über den roten Kurs geht, der blaue baute zunehmend stärker ab. Dritte wurde Tessa Whorley (FRA) vor Paula Moltzan (USA).

Liensberger hatte in der Quali bei Bestzeit der Schweizerin Wendy Holdener die fünfschnellste Zeit markiert und sich für das Finale vorgenommen, "jeden Lauf konsequent und konstant von Start bis ins Ziel durchzuziehen". Auftaktgegnerin Alex Tilley (GBR) hatte gegen sie mit 0,77 Sekunden das Nachsehen, die Polin Maryna Gasienica-Daniel im Viertelfinale mit 0,45, Moltzan im Halbfinale mit 1,47.

Faivre gewinnt Parallel-Gold bei Herren

Im Herrenbewerb besiegte Faivre im Finale den Kroaten Filip Zubcic, Bronze ging an den Schweizer Loic Meillard. Fabio Gstrein schied im Viertelfinale aus und wurde Sechster. Der Tiroler setzte seine "Vollgas"-Devise zunächst um, besiegte seinen Auftaktgegner Mattias Rönngren aus Schweden, musste sich dann aber dem späteren Weltmeister Faivre um 0,02 Sek. geschlagen geben. "Zwei Hundertstel tun weh, vor allem, wenn ich so viel aufhole. Ich habe noch zu viele Fehler gemacht, aber damit kann ich weiterarbeiten", sagte der nach dem ersten Lauf noch deutlich zurückgelegen ÖSV-Läufer.

Stephanie Brunner als dritte ÖSV-Finalteilnehmerin bekam es in ihrem ersten K.o.-Lauf mit Moltzan zu tun, konnte den Maximalvorsprung aus dem ersten Lauf von 0,50 Sekunden im Re-Run aber nicht erfolgreich verwalten und schied aus. "Wenn man den Start verschläft, sind die fünf Zehntel gleich einmal weg. Ich habe noch alles probiert, es war leider zu langsam", sagte die Tirolerin.

ÖSV-Asse im Hundertstelpech

Für alle weiteren Österreicher war schon in der Qualifikation Endstation. Am knappsten am Aufstieg dran waren Franziska Gritsch, die um 1/100 die geforderten Top acht ihres Laufes verpasste, und Roland Leitinger, dem 3/100 fehlten. "Die Enttäuschung ist groß. Das war maximal ein Einfahren", sagte Leitinger. "Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, das Hundertstelglück war nicht auf meiner Seite", meinte Gritsch. Und Kombinations-Weltmeister Marco Schwarz erklärte: "Es ist sehr schade, nützt aber nichts." Ebenfalls am Nachmittag nur Zuschauer waren Ramona Siebenhofer und Adrian Pertl.

Auch internationaler Sicht hatte es überraschend die Slowakin Petra Vlhova, die in Lech/Zürs gewonnen hat, sowie die dortige Dritte Lara Gut-Behrami aus der Schweiz bereits in der Quali erwischt. Nicht mit dabei waren u.a. Kombi-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin und mit Alexis Pinturault (FRA) und Henrik Kristoffersen (NOR) die Top zwei von Lech/Zürs

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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