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ÖSV-Adler ganz vorne

Kramer gewinnt erneut in Tschaikowski

Salzburger Skipsrung-Ass nicht zu stoppen

symb_Kramer, Marita kramer, Skispringen, APA/dpa/Philipp von Ditfurth
Marita Kramer jubelt nach ihrem Sieg in Tschaikowski. (ARCHIVBILD)

Die Salzburger Skispringerin Marita Kramer erlebt einen Höhenflug. Sie gewann erneut beim abgebrochenen Weltcup-Springen im russischen Tschaikowski. Auch beim Teambewerb der Frauen hatten die ÖSV-Damen die Nase vorne.

Die Salzburgerin Sara Marita Kramer hat zum Saisonabschluss des Skisprung-Weltcups der Frauen auch den vierten Russland-Bewerb gewonnen. Sie holte damit überlegen den Sieg in der "Blue Bird"-Tour, zu der je zwei Konkurrenzen in Nischnij Tagil und Tschaikowski zählen. Der zweite Tschaikowski-Bewerb musste am Sonntag windbedingt nach einem Durchgang abgebrochen werden, den an Nika Kriznar gegangenen Gesamtweltcup verpasste Kramer nur um elf Punkte.

Sieg im Nationencup

Der Slowenin reichte Rang drei, um vor Kramer zu bleiben und die nur siebentplatzierte Sara Takanashi noch um neun Zähler zu überholen. Kramer war mit 151 Punkten Rückstand in die vier Russland-Konkurrenzen gegangen und hat dieses Manko mit ihren Saisonsiegen vier bis sieben fast noch wettgemacht. Wäre Kriznar am Sonntag nur Fünfte und Takanashi Achte geworden, hätte sie beide abgefangen. Dafür gab es für das ÖSV-Team 170 Punkte vor Slowenien erneut den Sieg im Nationencup.

Kramer überflügelt alle

Im letzten Durchgang der Saison bewies Kramer noch einmal ihre einsame Klasse. Mit 146,5 m überflog sie den zwei Jahre alten Schanzenrekrod der Deutschen Juliane Seyfarth um gleich 5,5 m, war 12,5 m weiter als die zweitplatzierte Silje Opseth. 16,0 Punkte betrug der Vorsprung auf die Norwegerin. Kriznar (131,5) trennten nur 2,1 Zähler von Rang fünf, unmittelbar hinter ihr landeten Daniela Iraschko-Stolz (131,5) und Chiara Hölzl (128,0). Takanashi lag 2,9 Punkte vor Rang acht.

Kramer überflügelte Takanashi um vier Saisonsiege, Kriznar sogar um fünf. Entscheidend war letztlich, dass der 19-Jährigen drei Bewerbe aus der Wertung fielen. Im zweiten dreier Hinzenbach-Konkurrenzen war sie disqualifiziert worden, in beiden Rasnov-Springen durfte sie wegen unklarer Corona-Testlage nicht antreten. Mit dem knappen Verpassen des Gesamt-Weltcups setzten sich für Kramer die engen Entscheidungen fort, in Oberstdorf war sie im Einzel zweimal WM-Vierte geworden.

Teambewerb geht auch an ÖSV-Springerinnen

Die österreichische Weltmeister-Equipe hat am Sonntag in Tschaikowski in Russland das Team-Skispringen der Frauen gewonnen. Daniela Iraschko-Stolz, Sophie Sorschag, Chiara Hölzl und Sara Marita Kramer setzten sich im vom Vortag verschobenen Bewerb nach einem Durchgang mit 373,7 Punkten um 25,2 Zähler vor Slowenien durch. Weitere zwölf Punkte dahinter wurde das deutsche Quartett Dritter. Damit baute Österreichs Team seine Führung im Weltcup-Nationencup auf 77 Zähler aus.

Vorsprung verteidigt

Diesen Bonus auf Slowenien galt es ab 8.00 Uhr MESZ im letzten Einzelspringen der Saison zu verteidigen. Die Truppe von Chefcoach Harald Rodlauer hatte erst am Freitag in Tschaikowski beim dritten Sieg von Kramer in Folge die Führung im Nationencup von den Sloweninnen übernommen. Kramer galt auch in der finalen Konkurrenz als Favoritin, auch wenn Nika Kriznar in der Teamkonkurrenz für einen 101-m-Sprung aus Luke 15 um 2,7 Punkte besser bewertet wurde als Kramer für 98 m aus Luke 14.

Hölzl und Iraschko-Stolz dominieren

Hölzl kam auf 93 m, Sorschag auf 89 und Iraschko-Stolz auf 86,5 - alle drei gewannen damit ihre Duelle mit der jeweiligen Slowenin in ihrer Gruppe. Wegen der Disqualifikation aufgrund eines nicht regelkonformen Anzugs von Yuka Seto verpasste Japan womöglich den Sieg, denn in der Kombination der übrigen drei Springerinnen lagen Sara Takanashi und Co. drei Punkte vor den Österreicherinnen. So blieb den Japanerinnen hinter den Norwegerinnen und Russinnen unter neun Teams nur Rang sechs.

Es war der zweite Weltcup-Teambewerb der Frauen in dieser Saison. Den ersten am 23. Jänner in Ljubno in Slowenien hatte Slowenien vor Norwegen und Österreich gewonnen. Bei den Weltmeisterschaften in Oberstdorf setzten sich die Österreicherinnen vor Slowenien und Norwegen durch. 

(Quelle: APA)

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