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Dritter Triumph für ÖSV

Marco Schwarz rast zu erster WM-Goldenen

25-jähriger Kärntner triumphiert bei WM-Kombination

Marco Schwarz hat am Montag Kombinations-Gold bei der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo erobert. Der Österreicher ließ den französischen Top-Favoriten Alexis Pinterault ganz knapp hinter sich. Der Schweizer Loic Meillard wurde Dritter.

Die Erfolgsserie der österreichischen Ski-Herren bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo geht weiter. Nach dem Speed-Double durch Vincent Kriechmayr gewann Marco Schwarz am Montag zum Auftakt der zweiten Woche die Kombination. Der Kärntner setzte sich vier Hundertstel-Sekunden vor dem Franzosen Alexis Pinturault durch, Bronze ging an den Schweizer Loic Meillard (+1,12 Sekunden).

Schwarz ist Kombi-Weltmeister

"Weltmeister klingt gut! Mega, ich freue mich brutal!, sagte Schwarz im ORF-TV-Interview. "Die Piste fordert schon einiges ab. Dass es jetzt so ausgegangen ist, ist cool. Bei der Besichtigung habe ich gemerkt, dass es schon sehr knackig ist. Ich war überrascht, dass es so glatt ist, aber es war cool zu fahren. Natürlich tun sich da die Abfahrer schwer", sagte der Kärntner. Der Super-G habe ihm brutal getaugt und richtig Spaß gemacht. "Dass es so gut gegangen ist, war schon ein bissl überraschend."

Bravouröse Speed-Fahrt als Grundstein

Pinturault hatte als Zweiter im Super-G hinter dem Kanadier James Crawford 0,22 Sekunden Vorsprung auf Kriechmayr und 0,24 auf Matthias Mayer, die beide auf dem eisigen und anspruchsvoll gesetzten Kurs im Slalom ausschieden. Schwarz war nach bravouröser Speed-Fahrt Fünfter und hatte 0,32 Sekunden auf Pinturault aufzuholen, was dem Gewinner von zwei Spezialslaloms in dieser Saison bestens gelang.

Für den 25-Jährigen ist es die vierte Medaille bei Weltmeisterschaften, vor zwei Jahren in Aare hatte er Silber im Teambewerb sowie Bronze in Slalom und Kombination geholt, danach zog er sich im Kombi-Super-G beim Weltcup in Bansko einen Riss des vorderen Kreuzbandes und Innenmeniskus im linken Knie zu. Für Österreich war es das zehnte Kombinations-Gold bei den Herren, das bisher letzte gewann 2015 in Beaver Creek Marcel Hirscher. In Summe war es die bereits 99. WM-Goldmedaille für den ÖSV bei einer Alpin-WM.

Und nach der 99 Goldmedaille für den ÖSV sind nun noch sieben Rennen Zeit, bereits in Cortina den Hunderter voll zu machen. Auf die insgesamt 300. Medaillen fehlen mit nun 297 nur noch drei Stück.

Österreichs Medaillen bei WM in Cortina

  • Herren-Super-G (11.2.) Gold: Vincent Kriechmayr
  • Herren-Abfahrt (14.2.) Gold: Vincent Kriechmayr
  • Herren-Kombination (15.2.) Gold: Marco Schwarz
(Quelle: SALZBURG24)

Crawford Erster – ÖSV-Asse mit Top-Ergebnis

James Crawford ASSOCIATED PRESS
James Crawford rast bei der Alpinen Kombination in Cortina d'Ampezzo beim Super-G auf den ersten Rang.

James Crawford liegt in der Alpinen Kombination bei der Skiweltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo überraschend vor Alexis Pinterault und Matthias Mayer in Führung. Doppelweltmeister Vincent Kriechmayr belegt Rang vier. Nach dem Super-G trennen nur 30 Hundertstel die drei besten Läufer. Marco Schwarz wurde Fünfter und mischt um die Gold-Medaille mit.

Der Slalom steigt heute ab 15:20 Uhr - da wird die Entscheidung über Edelmetall fallen.

Alexis Pinturault ASSOCIATED PRESS
Alexis Pinturault fährt bei der Alpinen Kombination in Cortina d'Ampezzo beim Super-G auf den zweiten Rang.

Für Pinturault liegt nach dessen zweiter Zeit im Super-G die Kombinations-Goldmedaille bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo bereit. Der Franzose hat 0,22 Sekunden Vorsprung auf Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr und 0,24 auf Matthias Mayer. Beste ÖSV-Chancen hat aber Marco Schwarz, der nach bravouröser Fahrt Fünfter wurde.

Schwarz mischt bei Kombination um Gold mit

Der Kanadier James Crawford fuhr mit der Startnummer 32 überraschend noch vor Pinturault belegt im Super-G mit einer Fahrtzeit von 1:19,95 vor dem Franzosen (+0,08), Kriechmayr (+0,30) und Schwarz (+0,40) den ersten Rang. Während sich die Speed-Spezialisten Mayer und Kriechmayer im Torlauf keine allzu großen Chancen ausrechnen, ist es Technik-Ass Schwarz allemal zuzutrauen Edelmetal für Österreich zu holen.

Schweizer in Lauerstellung

Unmittelbar hinter Schwarz folgten mit den Schweizerin Loic Meillard (+0,43) und Luca Aerni (+0,53) auf den Plätzen sechs und sieben zwei weitere heiße Medaillenanwärter. Auch Riccardo Tonetti (ITA/+0,69) darf noch hoffen, Trevor Philp (CAN/+1,00) indes hatte im Slalom schon lange keine Zielankunft mehr.

Crawfords Zeit von 1:19,95 war übrigens nur etwas mehr als zwei Sekunden schneller als die Bestzeit bei den Damen durch Federica Brignone (ITA/1:22,11), die unmittelbar davor ja auf dem exakt selben Kurs auf der Olympia delle Tofane ihr Speed-Teilrennen ausgetragen hatten.

Schwaz ist "überrascht"

"Ich bin schon ein bissl überrascht. Es hat sich sehr gut angefühlt beim Fahren, aber dass es so gut aufgegangen ist, ist natürlich super. Jetzt ist alles drinnen", sagte Schwarz, der einen Super-G-Ski des verletzten Norwegers Aleksander Aamodt Kilde an den Beinen hatte und sich bei der Besichtigung Tipps der Kollegen geholt hatte. "In die Slalom-Piste sind sie gestern noch mit Wasser reingegangen, von dem her glaube ich schon, dass es relativ ein faires Rennen wird. Ich muss gescheit Gas geben, Pintu ist vorne, da Meillard ist gleich dahinter, es sind schon einige, die da um die Medaillen mitreden."

Kriechmayr drückt "Blacky" Daumen

Kriechmayr sprach von einer "richtig coolen Fahrt", es sei ein voll schöner, lässiger Super-G. "Die Slalomfahrer haben ordentlich Gas geben. Wir haben in den letzten Wochen vereinzelt ein paar Tage (Slalom-Training, Anm.) eingestreut. Um da gegen die Slalomfahrer zu bestehen, hätte man einen großen Vorsprung im Super-G gebraucht. Ich möchte mich zum Abschluss noch einmal gut verkaufen und drücke dem Blacky natürlich die Daumen." Ein Feuerwerk dürfte man sich von ihm als "krasser Außenseiter" aber nicht erwarten.

Mayer gestand, dass er den Ausfall in der Abfahrt nicht in einem Tag so abhaken konnte. Dennoch legte er eine gute Leistung hin. "Es ist lässig zu fahren, ich bin sehr zufrieden. Ich habe ein paar Tage Slalom trainiert, aber nie auf so einer Eispiste wie hier. Ich denke, da werden die Chancen der Abfahrer so ziemlich bei null sein", meinte der Kärntner.

Österreich verzichtete letztlich auf die Nominierung eines vierten Athleten, nachdem der zuerst vorgesehene Christian Walder mit Rückenproblemen abgereist war und Otmar Striedinger nicht genug FIS-Punkte mitgebracht hatte.

Aufgerufen am 06.03.2021 um 05:48 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/marco-schwarz-rast-bei-kombination-zu-erster-wm-goldenen-99828682

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