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Paris siegt

Mayer in Kvitfjell am Podest

Der Südtiroler Dominik Paris hat die Weltcup-Abfahrt der alpinen Ski-Herren in Kvitfjell gewonnen und damit den Kampf um die kleine Kristallkugel offengehalten. Mit 0,25 Sekunden Rückstand wurde der Schweizer Beat Feuz Zweiter, der in der Disziplinwertung vor dem letzten Rennen 80 Punkte Vorsprung auf Paris hat. Tagesdritter wurde Matthias Mayer (0,37), Fünfter Vincent Kriechmayr (0,64). Der Salzburger Hannes Reichelt landete auf Platz 23.

Vor einem Jahr forderte Aksel Lund Svindal bis zum letzten Rennen Beat Feuz im Kampf um die kleine Kristallkugel in der Abfahrt, dieses Mal macht Dominik Paris dem Schweizer das Leben schwer. Der Südtiroleverringerte den Rückstand vor dem Finale auf 80 Zähler.

Paris und Feuz kämpfen um Kugel

Feuz zauberte auf der bestens präparierten Piste eine Superfahrt in den Schnee, wurde aber noch abgefangen. "Ich hatte die Hoffnung, es heute schon zu entscheiden, aber Dominik lässt nicht locker, das ist wie im letzten Jahr mit Aksel. Den Polster nehme ich gern mit nach Soldeu, bei einer normalen Fahrt sollte es sich ausgehen", sagte Feuz.

Paris hatte am Start von der Performance von Feuz gehört und wusste damit, dass er alles geben muss. "Machen wir es ein bisschen spannend bis zum Schluss. Das war sehr am Limit, aber es hat gereicht", erklärte er. Beide haben keine Kenntnisse über die Abfahrt in Soldeu, freuen sich daher, dass zwei Trainings stattfinden.

Gutes Ergebnis für ÖSV-Herren

Einen guten Auftritt legten vor den Augen von Jung-Pensionist Svindal Österreichs Speedherren mit Mayer auf drei, Vincent Kriechmayr auf fünf (0,64) und Otmar Striedinger auf sechs (0,94) hin. Mayer lag bis kurz vor dem Ziel sogar auf Siegeskurs. "Die Fahrt war genau wie die Saison - zum Teil sehr schnell, bei einem Tor ein bisserl vergeigt. Aber ich werde dem nicht nachjammern", sagte der Kärntner. Und er sei froh, dass er die Party von Feuz und Paris nicht gesprengt habe, sondern dass sich diese noch weiter rivalisieren.

Kriechmayr: "War wesentlich besser"

Der Oberösterreicher Kriechmayr freute sich, dass es besser gelaufen war als im Training: "Das war wesentlich besser, aber eine Spur besser hätte ich es teilweise noch erwischen können." Es sei aber sicher eine gute Vorbereitung auf Sonntag gewesen. Kriechmayr führt die Super-G-Wertung drei Zähler vor Mayer, sechs vor Paris und neun vor dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde an. "Ich muss mich auf mich konzentrieren, natürlich ist es ein enges Rennen, aber ich kann nur das Beste geben", versprach Kriechmayr.

Super-G folgt in Kvitfjell

Mayer tankte ebenfalls Selbstvertrauen. "Die Saison im Super-G war gut, das große Ziel ist es, in den zwei Super-G noch gescheit Gas zu geben. Es ist wirklich eine enge Partie. Aber bei der Form, in der sich Paris befindet, muss man ganz tief in die Trickkiste hineingreifen. Jeder wird Vollgas geben, wenn man das nicht tut, ist man nicht dabei." Paris spielte den Ball zurück und meinte, im Super-G würde schnell einmal ein Fehler passieren.

Rang sechs für Striedinger war das zweite Top-Ten-Ergebnis nach Platz drei in Kitzbühel für den Kärntner in diesem Winter, damit sicherte er sich auch die Teilnahme am Weltcupfinale in Andorra.

(APA)

(Quelle: APA)

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