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Kobayashi siegt

Hörl verpasst Podest bei Neujahrsspringen in Garmisch

Salzburger als Fünfter bester ÖSV-Adler

Ryoyu Kobayashi hat das zur Vierschanzentournee zählende Neujahrsspringen 2022 in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Jan Hörl wurde als bester Österreicher Fünfter, der Salzburger Daniel Huber war 16. Der 19-jährige Daniel Tschofenig belegte den 18. Platz.

Kobayashi setzte sich am Samstag mit nur 0,2 Punkten Vorsprung auf den Deutschen Markus Eisenbichler durch und festigte seine Tournee-Gesamtführung, nachdem er schon in Oberstdorf ganz vorne gewesen war.

Kobayashi siegte schon 2019 in Garmisch

Der Japaner hatte bereits 2019 in Garmisch triumphiert, als er letztlich alle vier Springen der Tournee gewann. Er führte mit einem Satz auf 143 m bereits zur Halbzeit, der Quali-Beste Eisenbichler sprang im Finale auf 143,5, bekam aber wegen seiner Landung einige Punkte abgezogen. Der Bayer wäre der erste deutsche Garmisch-Sieger seit Sven Hannawald im Jänner 2002 gewesen.

Stefan Kraft, Oberstdorf, Vierschanzentournee, APA/AFP/Christof STACHE
Stefan Kraft beim Springen in Oberstdorf.

Stefan Kraft verpasst Neujahrsspringen

Stefan Kraft verpasst das Neujahrsspringen bei der Vierschanzentournee. Der Salzburger landete in der Qualifikation für den zweiten Tourneebewerb in Garmisch-Partenkirchen nur an der 59. Stelle. …

Hörl solide bei Neujahrsspringen

"Dass ich da heute Fünfter werde, ist genial. Ich habe im Training gut reingefunden, die Quali war auch sehr gut und ich habe (im Bewerb, Anm.) zwei gute, solide Sprünge gemacht", sagte Hörl. Die Belastung als Halbzeit-Sechster habe er gut weggesteckt.

ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl lobte seinen zum Jahres-Auftakt besten Mann. "Jan ist echt gut gesprungen. Damit er noch weiter vorne ist, muss auch ein bisschen die Arithmetik vom Wind mehr mitspielen. Aber er hat einen super Job gemacht." Der Coach war auch mit dem ersten 19-jährigen Daniel Tschofenig zufrieden, der Kärntner wurde 18. und ist Gesamt-16. "Er ist ein junger Springer, der erstmals dabei ist. Er macht das wirklich sehr gut", betonte Widhölzl.

Huber fällt zurück

Bei Huber war ein bisschen der Wurm drinnen. Zwar landete er als 16. in der Tageswertung zwei Positionen vor Tschofenig, doch ging es für den Salzburger im zweiten Durchgang um vier Positionen nach hinten, gesamt um zwei Plätze nun 1,2 Zähler hinter Hörl auf Rang zehn. "Es fehlt nicht viel, es ist knapp dran, aber im zweiten ist es wieder ins Negative rübergeschwappt", erklärte Huber der APA - Austria Presse Agentur. "Es ärgert mich, dass ich zurückfalle und die Platzierungen liegenlasse."

Weltcup-Punkte gab es auch für Philipp Aschenwald, allerdings als 27. nur deren vier. "Ich bin noch ein bisschen am Kämpfen, leicht von der Hand geht es nicht. Es ist ein bisschen mühsam", meinte der Tiroler. Wie schon in Oberstdorf nicht in den zweiten Durchgang schafften es Manuel Fettner und Ulrich Wohlgenannt. Fettner unterlag in seinem K.o.-Duell hauchdünn, bei seinem Vorarlberger Teamkollegen war es deutlicher. "Es ist viel im Sprung liegengeblieben", trauerte Fettner dem Aufstieg nach.

Kraft mit Extra-Einheit

Gar nicht im Bewerb dabei war Stefan Kraft, war der Salzburger doch zu Silvester in der Qualifikation als 59. ausgeschieden. Am Neujahrstag ging der 28-Jährige ein wenig langlaufen, um den Kopf freizubekommen. Am Sonntag steht eine von Widhölzl betreute Extra-Einheit auf der Seefelder Schanze auf dem Programm. Widhölzl: "Wir werden die Möglichkeit nutzen, in Ruhe ein paar Sprünge zu machen und uns vorher ein Konzept zurechtlegen, damit er wieder mehr Energie in seinen Sprung bekommt."

(Quelle: APA)

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