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Sensation bei Nordischer WM

Gold für Lamparter und Greiderer im Team-Sprint

Kombinierer lagen nach Großschanzen-Springen auf Rang 2

Unglaublich: Einzel-Weltmeister Johannes Lamparter und Lukas Greiderer konnten am Samstag Gold im Team-Sprint bei der Nordischen WM holen.

Das ÖSV-Duo, das nach dem Springen nur knapp hinter den laufschwächeren Japanern Zweiter gewesen war, blieb in der Langlauf-Loipe völlig unangetastet. 

Kombinierer Lamparter ist jetzt Doppel-Weltmeister

Lamparter verlässt Oberstdorf damit sensationell als Doppel-Weltmeister. Er und Greiderer hatten zudem im Teambewerb mit Lukas Klapfer und Mario Seidl auch Bronze gewonnen.

Johannes Lamparter, WM-Gold, Goldmedaille, Oberstdorf, APA/GEORG HOCHMUTH
Weltmeister Johannes Lamparter mit seinen Medaillen aus Oberstdorf.

Lamparter jubelt über WM-Gold

Johannes Lamparter ist mit erst 19 Jahren Weltmeister in der Nordischen Kombination. Der Tiroler holte am Donnerstag bei den Titelkämpfen in Oberstdorf überlegen vor Topfavorit Jarl Magnus Riiber …

Klarer Sieg für Österreicher

Lamparter und Greiderer siegten in 29:29,7 Minuten klar mit 39,6 Sekunden Vorsprung auf Norwegen und 1:07,4 Minuten auf Gastgeber Deutschland.

Sieger überglücklich

"Unglaublich, es war wieder so ein genialer Tag, gemeinsam mit Luki heute. Wir haben eine unserer besten Leistungen unserer bisherigen Karriere zeigen können", freute sich Lamparter im ORF-TV-Interview. "Es hat wieder alles super zusammenpasst. Wir haben beide einen Supersprung gehabt, beide ein Wahnsinnsrennen und gewaltige Ski haben wir auch noch dazugehabt", bedankte sich Lamparter auch beim Serviceteam.

Der knapp acht Jahre ältere Greiderer war ebenso glücklich: "Unglaublich. Ich habe alles rausgeholt heute. Es ist von Runde zu Runde klarer geworden, dass die Norweger und Deutschen den Rückstand nicht aufholen können. Es hat unglaublich gebrannt in den 'Haxn', einfach Wahnsinn." Cool geworden ist Greiderer erst knapp vor dem Ziel. "Nervös war ich heute von der Früh weg bis zur letzten Runde, wo wir immer noch eine halbe Minute Vorsprung gehabt haben. Ich habe mich unglaublich konzentrieren müssen, dass ich bei den tiefen Abfahrten nicht stolpere. Ich glaub' es eh noch nicht."

"Megageile Stimmung im Team"

Lamparter freute sich über den Lohn für die harte Arbeit: "Wenn man zu zweit dastehen und sich Gold teilen darf, ist es das Schönste, was es geben kann." Sein Teamkollege hat weit länger als Lamparter auf sein erstes WM-Edelmetall warten müssen. "Ja, bei mir hat es ein bisserl länger gedauert hat, mit der ersten Medaille. Dass ich jetzt da aus Oberstdorf mit zwei heimfahre, mit einer Goldenen auch noch, das hätte ich davor sowieso nicht geglaubt.. Besser später als nie." Mit dem Bronze im Teambewerb, so Greiderer, sei ein Stein ins Rollen gekommen. "Wir haben eine megageile Stimmung im Team."

Mit dem bereits vierten WM-Gold für die ÖSV-Equipe sind die Titelkämpfe in Oberstdorf die zweiterfolgreichste Nordische WM für Österreich nach Oslo 2011 (7-2-1/gesamt 10 Medaillen). Österreich hält vor dem Großschanzen-Teambewerb der Spezialspringer am Nachmittag bei vier Mal Gold und zwei Mal Bronze.

(Quelle: APA)

Lamparter jubelt über WM-Gold

Johannes Lamparter ist mit erst 19 Jahren Weltmeister in der Nordischen Kombination. Der Tiroler holte am Donnerstag bei den Titelkämpfen in Oberstdorf überlegen vor Topfavorit Jarl Magnus Riiber aus Norwegen Gold im Großschanzenbewerb.

Lamparter ist der zweite Kombi-Einzelweltmeister aus Österreich nach Bernhard Gruber 2015 in Falun. In Oberstdorf hatte der WM-Debütant mit dem Team bereits Bronze erreicht, im Normalschanzenwettkampf war er Siebenter geworden.

Lamparter holt Gold für Österreich

Sein Titel ist die vierte Medaille für Österreich im Allgäu, die zweite in Gold nach dem Teamsieg der Skispringerinnen. Im 10-km-Langlauf verteidigte der Juniorenweltmeister seine deutliche Führung nach dem Springen souverän und triumphierte 37,1 Sekunden vor Normalschanzengewinner Riiber. Bronze ging an den Japaner Akito Watabe (+45,8).

"Ich möchte einfach einmal Danke sagen"

"Ich bin so überglücklich. Ich möchte einfach einmal Danke sagen an alle, die mir das ermöglicht haben. Das sind so viele Leute, die da dahinter stehen. Ohne sie wäre das nie möglich gewesen", freute sich Lamparter im ORF-Interview, nachdem er auf den Schultern seiner Teamkollegen im Zielbereich gejubelt hatte.

Historische WM-Medaille

Der Tiroler ist der zweitjüngste Kombi-Weltmeister der Geschichte. Dass er außerdem der erst zweite ÖSV-Einzelgoldmedaillengewinner nach Gruber ist, sei noch unbegreiflich. "Das wird noch eine Zeit brauchen, dass ist das realisiere. Ich bin einfach unglaublich dankbar."

Johannes Lamparter, WM-Gold, Goldmedaille, Oberstdorf, APA/GEORG HOCHMUTH
Weltmeister Johannes Lamparter mit seiner Goldmedaille aus Oberstdorf.

Der Langlauf sei natürlich unglaublich hart gewesen, er habe aber sein eigenes Rennen laufen können. "Ich habe probiert, das Tempo von Anfang an hochzuhalten", so Lamparter. Er sei sich aber erst ganz am Ende sicher gewesen. "Vorher weiß man gar nicht, ist das wahr oder nicht - unglaublich. Geglaubt habe ich erst auf der Ziellinie. Es war mega, unglaublich."

ÖSV-Cheftrainer "fehlen die Worte"

ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen freute sich mit. "Ich muss sagen sensationell, mir fehlen echt die Worte, wie er das mit seinen jungen Jahren schon so souverän gemacht hat, Wahnsinn eigentlich", meinte Eugen und sprach von einem verdienten Sieg seines Schützlings.

Der geschlagene Weltcup-Seriensieger Riiber zollte Lamparter Anerkennung und gab an, selbst keinen idealen Tag gehabt zu haben. "Heute war ich bergauf nicht stark genug. Ich habe mich heute nicht großartig gefühlt. Heute war er definitiv der Weltbeste", meinte der Norweger und bezeichnete Lamparter als neuen Maßstab im Springen.

Dessen Teamkameraden Mario Seidl (12.), Lukas Greiderer (13.) und Lukas Klapfer (26.) kamen nicht in Medaillennähe. Eine weitere gute Chance auf Edelmetall hat Lamparter am Samstag gemeinsam mit Greiderer im Teamsprint.

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