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In Gröden

ÖSV-Duo rast bei Super-G aufs Podest

Mayer und Kriechmayr mit Top-Platzierungen

Matthias Mayer APA/GEORG HOCHMUTH
Matthias Mayer heimste beim Super-G-Fahrt in Gröden den zweiten Rang ein. (ARCHIVBILD)

Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr lachen im Super-G von Gröden vom Podest. Nur Aleksander Aamodt Kilde war schneller.

Nur Aleksander Aamodt Kilde hat den zweiten Saisonsieg der österreichischen Speed-Männer verhindert.

Kilde-Dreierpack in Gröden

Der Norweger gewann den Super-G von Gröden am Freitag vor dem ÖSV-Duo Matthias Mayer (+0,22 Sek.) und Vincent Kriechmayr (+0,27). Damit hat Kilde die jüngsten drei Speedrennen im Weltcup für sich entschieden und erneuerte die rekordverdächtige Liebesbeziehung der "Elche" mit der Strecke im Grödnertal.

Wie Franz Klammer, Michael Walchhofer und Kristian Ghedina hat Kilde nun viermal auf der Saslong triumphiert. Öfter gewonnen hat nur sein Landsmann Aksel Lund Svindal (sieben). Im Abfahrtsklassiker am Samstag (11.45 Uhr/live ORF 1) geht Kilde sogar auf die Wiederholung seines Speed-Doubles aus dem Vorjahr los.

Franz wird Siebenter

Hinter dem Stockerl rangierte mit Respektabstand das Schweizer-Duo Beat Feuz (+0,57) und Stefan Rogentin (+0,74) vor Lokalmatador Dominik Paris (+0,80) und Max Franz (7./+0,85).

Viertbester ÖSV-Läufer im dritten Saison-Super-G des Olympiawinters wurde Daniel Danklmaier als 14. (+1,18). Für den Gesamtweltcup-Führenden Marco Odermatt reichte es auf dem von Andreas Evers flott gesteckten Lauf diesmal zu keiner Top-20-Platzierung (+1,37).

Kriechmayer legt vor

Als erster der Topfahrer hatte Kriechmayr die Latte richtig hoch gelegt. Die saubere wie aggressive Fahrt der Startnummer elf schien Siegespotenzial zu haben, Kriechmayr reckte im Zielraum zufrieden den Zeigefinger in die Höhe. Vielleicht aber zeigte er nur hinauf Richtung Starthaus, wo mit der Nummer 13 Kilde ins Rennen ging und seiner Favoritenstellung gerecht wurde.

Mit traumwandlerischer Sicherheit fand Kilde noch einmal eine in allen Teilbereichen schnellere Linie. Wie im Vorjahr brachte ihm die 13 Glück.

Mayer verpasst im Finish Super-G-Sieg

Die 1:25,91 Minuten waren fortan lange unangefochten, Feuz zeigte mit 0,57 Sekunden Rückstand in seiner schwächeren Speed-Disziplin auf. Doch richtig in Gefahr war Kildes Sieg nur noch beim Angriff von Mayer, dessen Startnummern-Poker aufging: Mit stärkerer Sonneneinstrahlung war der konstante Kärntner bis zur vierten Zwischenzeit quasi gleich schnell wie Kilde, verlor im Finish aber noch zwei Zehntel. Mayer landete im fünften Speedrennen zum vierten Mal auf dem Podest. "Es passt einmal sehr gut", bekundete er nach einem weiteren Topergebnis nach der Europa-Rückkehr.

Kilde bleibt Gejagter

Kriechmayr rehabilitierte sich für einen aus seiner Sicht nicht vollends zufriedenstellenden Nordamerika-Trip mit seinem Stockerlplatz in Gröden.

"Heute bin ich definitiv besser als in Beaver Creek gefahren. Viel entschlossener, außer auf der Ciaslat, da habe ich mir bei einem Linksschwung zu viel Reserve gelassen", kommentierte der 2019-Sieger im Super-G, der mit der Abfahrt noch eine Rechnung offen hat. Besser als Siebenter (2015) war er noch nie.

Der Topfavorit wird freilich Kilde sein, der freudestrahlend auf die momentane Erfolgs-Symbiose aus Körper und Material verwies. "Ich habe eine gute Balance. Ich kann meinen Körper besser spüren. Das Material passt super, ich hatte heute wieder einen gewaltigen Ski", sagte der 29-Jährige.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 19.05.2022 um 04:36 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/oesv-duo-rast-bei-super-g-aufs-podest-114167431

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