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Salzburgs Speed-Dame

Puchner ohne Mega-Nagel auf Podestjagd

Ohne 34 Zentimeter-Fremdkörper auf Angriff

Mirjam Puchner heimste vergangene Saison als einzige Salzburgerin im Ski-Weltcup einen Damen-Sieg ein. Im Gespräch mit SALZBURG24 erklärt die St. Johannerin (Pongau) wie sie sich nach der Entfernung des 34 Zentimeter langen Nagels fühlt und wie sie ihre Saisonziele definiert.

Für Österreichs Speed-Damen folgt heuer der Startschuss im Ski-Weltcup am 6. Dezember in Lake Louise (Kanada) – eine Woche später als sonst. Für die Salzburgerin Mirjam Puchner also sieben Tage mehr, um sich den nötigen Feinschliff zu holen.

Mirjam Puchner im SALZBURG24-Interview

Nach dem Schien- und Wadenbeinbruch bei der WM 2017 in St. Moritz musste die Pongauerin insgesamt vier Mal auf den OP-Tisch. Erst im Frühjahr 2019 wurde Puchner nach ihrem zweiten Weltcupsieg ihrer Karriere der Fremdkörper entfernt. Sie kämpfte lange um den Anschluss und gegen ein drohendes Karriereende. "Ich habe in den letzten eineinhalb Jahre hart gearbeitet und das hat sich ausgezahlt", sagte die Abfahrtsspezialistin im Gespräch mit SALZBURG24.

Weiters spricht die 27-Jährige über …

… das Sommer-Training:

"Ich hatte eine gute Vorbereitung. Jetzt ist es schon gut, dass der Winter näher rückt. Der Sommer ist zwar demensprechend kurz, aber die Zeiten in der Kraftkammer sind dann auch genug und man ist froh, wenn man wieder auf den Skiern ist.“

Mirjam Puchner SALZBURG24/Wurzer
Die Salzburgerin Mirjam Puchner im Gespräch mit SALZBURG24-Redakteur Aleksandar Andonov.

… ihre aktuelle Form:

"Wir haben mit den Vorbereitungen in Italien am Gardasee begonnen, waren dann kurz in der Schweiz und im Anschluss zwei Wochen in Chile, wo wir die unterschiedlichsten Bedingungen perfekt nutzen konnten. Bei mir ist es heuer wieder einen Schritt nach vorne gegangen, jetzt folgt in den nächsten Tagen noch der Feinschliff.“

… die schnellste Mirjam Puchner aller Zeiten:

"Ich hoffe es halt einmal. Für mich war es wichtig, dass ich im konditionellen Bereich wieder einen Schritt nach vorne gemacht habe. Und auch beim Skiifahren ist einiges weiter gegangen. Ich fühle mich einfach sicherer. Die Verletzung ist jetzt einmal abgehackt und das tut gut zu wissen.“

… über den entfernten 34 Zentimeter Nagel im Schienbein:

"Nachdem der Nagel entfernt wurde, merkte ich eigentlich keinen Unterschied. Ich habe davor oft gehört, dass Athleten es spüren, wenn der Nagel raus ist. Aber bei mir war das nicht der Fall, da ich auch keine Probleme hatte, als er drinnen war. Für den Kopf ist das schon gut, wenn man weiß, dass das ganze Zeug aus dem Körper draußen ist. Es besteht nämlich die Gefahr, dass man sich beim Sturz mit dem Nagel sonst woanders was brechen kann. Ein Fremdkörper ist nie ideal."

… über die anstehende Saison ohne Großereignis:

"Sicher ist ein Großevent ein großes Ereignis. Aber die Weltcup-Saison hat trotzdem den gleichen Stellenwert. Für mich ist es einfach wichtig, dass ich konstante Leistungen bringe. Ich habe ja letztes Jahr von vorne bis hinten alle Platzierungen gehabt."

… über Stellschrauben, an denen sie gedreht hat:

"Für mich war nach der Saison schon wichtig, dass ich im konditionellen Bereich viel weiter kriege und schmerzfrei trainieren konnte. Und jetzt ist für mich auch noch wichtig, dass ich im steileren Gelände, wo ich fehleranfälliger war, ein bisschen stabiler werde. Das werde ich in den nächsten Wochen angehen."

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 21.11.2019 um 05:22 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/puchner-ohne-mega-nagel-auf-podestjagd-77878753

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