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Salzburg Oilers bangen um NAHL

Wo zieht es die Salzburg Oilers in der kommenden Saison hin? Krugfoto
Wo zieht es die Salzburg Oilers in der kommenden Saison hin?

Nur zwei Jahre nach ihrer Gründung steht Österreichs dritthöchste Eishockey Liga, die NAHL, vor einem Scherbenhaufen: Weil mit Kapfenberg und Kitzbühel die zwei Zugpferde in der kommenden Saison eine Liga höher spielen, ist auch die Liga-Zukunft der Salzburg Oilers im Moment völlig offen.

Noch im Halbfinale der NAHL-Playoffs waren die Salzburg Oilers im fünften Spiel knapp an den Kapfenberg Bulls gescheitert. Nun könnte dies die vorerst letzte Begegnung zwischen den zwei Vereinen gewesen sein. Wie die Österreichische Eishockeyverband am vergangenen Samstag bekannt gab, steigen die Steirer wie auch Meister Adler Kitzbühel aus der NAHL aus und starten in der kommenden Saison in der Inter National League (INL).

Nur mehr drei Teams übrig

In Salzburg verliert man damit nicht nur die zwei stärksten Gegner, sondern auch die Basis für eine vernünftigen Spielbetrieb in der NAHL. „Im Moment wissen wir nicht in welcher Liga wir in der nächsten Saison spielen, weil nur mehr drei Mannschaften übrig geblieben sind", ist Oilers-Teammanager Andreas Ban im Gespräch mit Salzburg24 deshalb etwas ratlos.

Noch im Februar hatte die Ligaspitze eine Vergrößerung der Liga als Ziel ausgegeben, um die große Lücke im Österreichischen Eishockey zwischen den wenigen Profis und vielen Hobbysportlern langfristig zu füllen. Zwei Monate später scheint alles schon wieder Schall und Rauch. Für Ban deprimierend: "Ich hoffe, dass bis Mitte/ Ende Mai eine endgültige Entscheidung fallen wird." Steigen Kapfenberg und Kitzbühl so wie es ausschaut aber definitiv aus der NAHL aus, muss man in der dritten Liga nach neuen Alternativen suchen.

Oilers im Dilemma

Die Oilers jedenfalls stecken in einem kleinen Dilemma. In Salzburg will und kann man nicht spielen, weil das Niveau in der Landesliga dazu einfach zu schwach ist. Die nächsten ebenbürtigen Konkurrenten gibt es im näheren Umkreis allerdings nicht. Also schaut Ban weiter über die Landesgrenze hinaus und hat zwei Alternativen im Köcher. „Entweder wir hängen uns in einer Liga im Westen dran, oder wir orientieren uns in Richtung Osten", so der Manager der Oilers, der bereits erste Gespräche geführt hat.

Die Ideallösung ist dies für Andreas Ban jedoch nicht. Er hofft, dass sich bis zum Schluss noch Teams aus anderen Landesligen für die NAHL interessieren. Auch eine Regionalliga wie im Fußball wurde schon angedacht: „Vielleicht geben sich ein paar Teams einen Ruck, wenn Kitzbühel und Kapfenberg in die INL wechseln. Es gibt genügend Mannschaften in Österreich, die das Niveau für die NAHL mitbringen würden".

An den Kosten sollte es nicht unbedingt scheitern. Um die 20.000 Euro Budget planen die Oilers pro Saison für Fahrtkosten und Material ein. In der INL liegt diese mit 500.000 Euro schon ungleich höher. Aus diesem Grund sieht Ban auch hinter dem Start von Kapfenberg noch ein dickes Fragezeichen, haben sich die Ambitionen der Steirer in den letzten Jahren bereits des Öfteren als reines „Luftschloss" erwiesen.

Entscheidung bis Ende April

Im Moment bleibt vieles aber noch reine Spekulation. In den nächsten zwei Wochen wird man mehr wissen, denn am 31. April endet die Nennfrist für die NAHL. Dann werden die Salzburger erfahren, wo ihre sportliche Zukunft in der kommenden Saison liegt. „Wir sind jedenfalls bereit. Irgendwo werden wir sicher spielen", lässt Ban alle Oilers-Fans aufatmen. „Am liebsten wäre mir allerdings eine vernünftige NAHL, für uns und die Gesundheit des österreichischen Eishockey", so der Salzburger abschließend.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.03.2021 um 04:09 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/salzburg-oilers-bangen-um-nahl-45109081

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