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20 Weltcup-Kugeln

Hirscher: "Es ist unglaublich"

Marcel Hirscher APA/HELMUT FOHRINGER
Marcel Hirscher feiert den Gewinn seiner 20. Kristallkugel.

Ski-Star Marcel Hirscher nahm nach dem Riesentorlauf in Soldeu die erste von heuer insgesamt drei Kristallkugeln in Empfang. "Ein wunderbares Gefühl, mit sehr viel Dankbarkeit und Erleichterung verbunden", sagte der 30-Jährige Salzburger. Insgesamt 20 große Kugeln wird er am Sonntag sein Eigen nennen.

"Von 20 Kugeln habe ich nie geträumt. Es ist unglaublich, diesen neuen Rekord auf Männerseite zu haben. Das ist viel wert. Das hält ein paar Jahre, irgendwann in der Zukunft wird das wer brechen. Es ist unglaublich, so viele Jahre auf diesem hohen Level zu sein", sagte Hirscher.

Die sechste Kugel im Riesentorlauf würde ihm viel bedeuten, der Riesentorlauf sei seiner Meinung nach das Herz des alpinen Skifahrens. "Wenn du gut im Riesentorlauf bist, kannst du in der Zukunft ein perfekter Slalomfahrer oder ein brillanten Speedfahrer werden." Positiv überrascht war er von Soldeu, das habe er nicht erwartet. "Ich habe mich selber gefragt, kann es möglich sein, keine Frühlingsbedingungen zu haben, obwohl es so warm ist? Das kann es. Wir haben großartige Rennbedingungen. Von mir aus können wir hier jedes Jahr fahren."

Hirscher mit Platz sechs nicht zufrieden

Mit seinem Rennen war er nicht zufrieden, als Sechster hatte er 1,74 Sekunden Rückstand auf den französischen Sieger Alexis Pinturault. "Das war nicht unbedingt das, war wir uns erwartet oder erhofft haben", kommentierte Hirscher seinen Tagesrang. "Ich kann mit nicht vorwerfen, dass ich nicht gekämpft habe, dass ich es nicht probiert habe. Aber es sind andere momentan einfach die Besseren."

Die Pistenverhältnisse seien tipptopp gewesen, andere würden da auch fahren können, das müsste er auch zusammenbringen. Auch am Saisonende wollte er noch Leistung bringen. "Wenn man das nicht mehr glaubt, braucht man nicht herfahren. Man könnte schon herfahren und die Pokale holen, aber dann ist es gescheiter, ich stelle mich wie ihr im kurzen Leiberl hierher."

Keine Diskussion über Causa Luitz

Für Marcel Hirscher ist die Causa Stefan Luitz/Riesentorlauf Beaver Creek erledigt. "Es ist jetzt fix so, deswegen gibt es keine Diskussion mehr", sagte der Salzburger am Samstag in Soldeu. Der Internationalen Sportgerichtshof (CAS) hatte am Freitag im Berufungsverfahren zugunsten des Deutschen Luitz entschieden, der einen von der FIS aberkannten Sieg zurückbekam, Hirscher rutschte auf Rang zwei. "Das Gericht hat entschieden, so wie es ist, so ist es", sagte Hirscher. Hoffentlich sei dies das Ende dieser Geschichte. Er brauche diesen Sieg nicht, hätte sich aber eine raschere Entscheidung gewünscht. "Es geht absolut nicht um Stefan. Mir geht es um die Verwirrung, die da drinnen war. Einmal so, einmal so. Da denkt man sich, da kennt sich keiner aus."

Luitz hatte den am 2. Dezember 2018 in Beaver Creek eingefahrenen Sieg am 9. Jänner 2019 von Ski-Weltverband (FIS) aberkannt bekommen, er hatte zwischen den Riesentorlauf-Durchgängen an der Strecke Sauerstoff über ein Mundstück eingeatmet, das ist laut Anti-Doping-Reglement der FIS verboten. Die Welt-Anti-Doping- Agentur (WADA) erlaubt dies aber in ihrem Code (WADC), weshalb der CAS Luitz recht gab.

(APA)

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 27.05.2019 um 11:02 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/ski-alpin-hirscher-ueber-20-weltcup-kugeln-67353730

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